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Siebzehntes Wort - Die Welt als Festplatz

 

 

»Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen. Fürwahr, Wir haben, was auf Erden ist, ihr zum Schmuck gemacht, um die Menschen zu prüfen, welche von ihnen am besten sind in ihren Handlungen. Führwahr, Wir werden, was auf Erden ist, wieder zu Staub werden lassen.« (Sure 18, 7-8) »Doch was ist das Leben in dieser Welt anderes als Spiel und Zeitvertreib?« (Sure 6, 32)

Dieses Wort besteht aus zwei erhabenen Kapiteln und einem glänzenden Anhang.

Der barmherzige Schöpfer, freigiebige Versorger und weise Baumeister hat diese Welt als ein Fest für die Welt der Seelen, Geister und Engel eingerichtet und sie mit dem einzigartigen Schmuck all Seiner Namen verziert. Er hat alles, was da lebt, sei es groß oder klein, hoch oder niedrig, mit einem für ihn geeigneten, mit Sinnesorganen ausgestatten Körper bekleidet, der es ihm ermöglicht, auf diesem Festplatz alle die ungezählten verschiedenen Schönheiten und Gnadengaben zu genießen, ihm so ein körperhaftes Dasein gegeben, mit dem Er ihn einmalig auf diese Bühne sendet. Zudem hat Er dieses Fest, das hinsichtlich Zeit und Raum sehr weit ausgedehnt ist, in Epochen, Jahre und Jahreszeiten, ja sogar Tage und Tageszeiten eingeteilt und jede Epoche, jedes Jahr und seine Zeiten, ja sogar in gewisser Hinsicht jeden Tag und seine Zeiten, für alle mit Geist begabten und beseelten Geschöpfe und Seine Pflanzenkunstwerke nach Art eines Festumzuges zu einer hohen Messe gestaltet und besonders im Frühling und im Sommer ist das Antlitz der Erde für alle Arten Seiner kleinen Kunstwerke eine solche Reihe prächtiger Festveranstaltungen, dass die Engel und die Geister in den hohen Welten und die Bewohner der Himmel davon angezogen werden, um diese Schaustücke zu betrachten. Für Leute, die nachdenken, aber ist sie ein so schöner Studiersaal, wie er sich kaum beschreiben lässt.

Aber bei diesem Gastmahl Gottes, an diesem Festtag des Herrn, tritt der Erscheinung des Namens »Erbarmer« und »Lebensspender« auch der Name »der Vernichter« und »der Todbringende« mit Trennung und Tod entgegen. In Anbetracht dessen scheint der Satz

 

 

»Die Weite Meines Erbarmens umfasst alle Dinge.«

von der alles umfassenden Weite Seines Erbarmens äußerlich nicht zutreffend zu sein. In Wahrheit jedoch gibt es da einige übereinstimmende Gesichtspunkte. Einer dieser Gesichtspunkte ist folgender:

Der freigiebige Baumeister, der barmherzige Schöpfer erweckt in Seiner Barmherzigkeit bei den meisten einen Widerwillen gegen die Welt, sobald alle die Gruppen von Festzugsteilnehmern vorübergezogen sind und diese Teilnehmer am Festzug ihr vorgegebenes Ziel erreicht haben. Er vermacht ihnen den Wunsch nach Ruhe und die Sehnsucht in eine andere Welt umzuziehen als Geschenk und zu der Zeit, da sie von ihrer Lebensaufgabe entbunden werden, ruft Er in ihren Seelen ein Gefühl der Sehnsucht nach ihrer ursprünglichen Heimat wach. Zudem ist es nicht mehr weit weg von der grenzenlosen Barmherzigkeit des Allerbarmers, wenn dieser einem Soldaten, der sein Leben in Erfüllung seiner Pflicht während einer Kampfhandlung verloren hat, den Rang eines Märtyrers verleiht, oder wenn er einem Schaf, das zum Opfer geschlachtet wurde, im Jenseits für ewig leibliche Existenz schenkt und es damit belohnt, dass Er es für seinen Besitzer, dem Buraq gleich, auf die Stufe eines Reittiers über den Sirat erhebt. Desgleichen dürfte es nicht weit von der unerschöpflichen Schatzkammer der Barmherzigkeit zu finden sein, wenn auch die übrigen Seelen und besonders die Tiere, die den ihnen entsprechenden natürlichen Dienst im Herrn verrichten und den Befehlen des Hochgelobten gegenüber Gehorsam leisten und die beseelten Wesen, die sich ganz besonders angestrengt haben, verschiedene für sie passende geistige Belohnungen erhalten und eine Art inneren Verdienst entsprechend ihren Anlagen. Sie sollten sich nicht so sehr gekränkt fühlen, wenn sie aus dieser Welt gehen müssen, sich vielmehr darüber freuen.

 

 

»Niemand kennt das Verborgene außer Gott!«

Der Mensch jedoch, der unter allen beseelten Wesen der würdigste ist und aus diesen Veranstaltungen in qualitativer wie quantitativer Hinsicht den meisten Nutzen zu ziehen vermag, der in diese Welt so sehr vernarrt und in sie verliebt ist, wird als eine Gabe der Barmherzigkeit um eines Abscheues vor dieser Welt willen und um in die ewige Welt hinüber zu gehen, in einen Zustand der Sehnsucht versetzt. Wer nicht in einem menschlich nur allzu menschlichen Sumpf des Irrtums festsitzt, wird aus diesem Zustand sein Gutes gewinnen. Er wird in der Ruhe des Herzens hinübergehen. Wir wollen hier nun für Betrachtungsweisen, die diesen Zustand hervorrufen, fünf Beispiele anführen.

 

Erstens: Im Herbst des Lebens zeigt Er auf allen schönen und anziehenden Dingen den Stempel der Vergänglichkeit und des Zerfalls und alle Bitterkeit des Lebens, lässt den Menschen vor dieser Welt zurückschrecken und bewegt ihn zur Suche nach den bleibenden Werten.

 

Zweitens: In Anbetracht dessen, dass 99 von 100 Freunden, mit denen man sich verbunden fühlte, aus dieser Welt geschieden und in ein anderes Leben hinübergegangen sind, schenkt Er ihm dank seiner aufrichtigen Liebe eine Sehnsucht nach dem Ort, zu dem seine Freunde gegangen sind, seiner Todesstunde freudig entgegenzusehen.

 

Drittens: Er lässt den Menschen durch manche Dinge seine unendliche Schwäche und Armut verspüren, gibt ihm zu verstehen, wie schwer die Bürde des Lebens und die Last des Daseins ist, flößt ihm den tiefen Wunsch nach Ruhe ein und schenkt ihm eine wahre Begeisterung, nach einem anderen Land zu gehen.

 

Viertens: Einem gläubigen Menschen zeigt Er im Lichte des Glaubens, dass der Tod keine Hinrichtung sondern ein Ortswechsel ist. Was aber das Grab betrifft, so ist es nicht die Öffnung zu einer finsteren Grube, sondern das Tor zu lichtvollen Welten. Was aber diese Welt betrifft, so ist sie bei all ihrer Pracht verglichen mit dem Jenseits einem Kerker gleich. Das bedeutet mit Sicherheit, aus dem Kerker dieser Welt heraus in die Gärten des Paradieses zu gehen, heraus aus dem lärmenden Treiben des körperlichen Lebens in eine Welt der Ruhe, zu einem Platz für einen Seelenflug, sich aus dem betäubenden Getöse der Welt davon zu schleichen, um in die Gegenwart des Allbarmherzigen einzutreten; es ist eine Reise, wie man sie mit tausend Sinnen ersehnt; ja, es ist die Glückseligkeit.

 

Fünftens: Einem Menschen, der auf den Qur´an hört, macht Er durch das Wissen um die Qur´anische Wahrheit und durch das Licht der Wahrheit klar, dass es für den, der das Wesen dieser Welt kennt, ganz und gar sinnlos ist, die Welt zu lieben und ihr verfallen zu sein. Das heißt, er sagt dem Menschen und beweist ihm: »Die Welt ist ein Buch des Einzigartigen. Seine Buchstaben und Worte sind nicht Beweis für sich selbst, sondern für die Person, die Merkmale und Attribute eines Anderen. Da dies aber nun einmal so ist, lerne ihre Bedeutung kennen und nimm sie an!... lass Ausschmückung und Gestaltung, dann geh!...

Zudem ist sie ein Acker!... säe, ernte, schütze!... wirf die Spreu fort!... nimm sie nicht wichtig!

Zudem ist sie wie ein Bildschirm, auf dem ständig Bilder einander ablösend erscheinen und wieder verschwinden. Weil dies aber so ist, so wisse, was sich auf ihm zeigt, betrachte die Lichter, verstehe die Erscheinung der Namen, die auf ihm sichtbar werden, liebe Ihn, den sie nennen, und gib deine Bindung an die Glasstückchen auf, die zerbrechen werden und für den Kehricht bestimmt sind.

Zudem ist sie ein Marktflecken. Weil dies aber so ist, erledige deine Besorgungen!... komm und laufe nicht hinter den Karawanen her, die sich von dir entfernen und dir keine Beachtung schenken, müde und umsonst, bemühe dich nicht!

Zudem ist sie ein zeitweiliger Ausflugsort. Weil dies aber so ist, betrachte sie als ein warnendes Beispiel!... schenke deine Aufmerksamkeit nicht ihrem äußerlich hässlichen Gesicht, sondern wende sie ihrem verborgenen, schönen, auf die Ewige Schönheit gerichteten Antlitz zu!... mache einen angenehmen und zufriedenstellenden Ausflug, dann kehre um!... weine nicht wie ein unverständiges Kind, wenn auf der Bühne des Lebens nach all dem Schönen und Guten, das du gesehen hast, der Vorhang fällt!... beachte es nicht!

Zudem ist sie ein Gasthaus. Weil dies aber so ist, iss und trink mit der Erlaubnis des freigiebigen Gastherrn, der sie geschaffen hat, und danke Ihm!... handle und bewege dich im Rahmen der Gebote!... dann schaue nicht zurück!... brich auf und geh!... verliere dich nicht in ihr in unziemlicher und aufdringlicher Weise!... strebe nicht unvernünftig nach Dingen, die von dir fortstreben und dir nicht gehören!... ersticke nicht in vergänglichen Geschäften, gebunden an sie!«

Mit diesen und anderen ähnlichen Gegebenheiten zeigt er den Menschen die Geheimnisse hinter dem Gesicht dieser Welt, erleichtert ihnen so die Trennung von ihr, ja bewirkt, dass sie den Erwachten sogar erwünscht wird, und lässt sie so in allem, was da ist und geschieht, die Spuren Seiner Barmherzigkeit schauen. Wie also der Qur´an es durch diese fünf Aspekte gezeigt hat, weist er auch noch mit anderen Qur´anischen Ayat auf dergleichen Aspekte hin.

Wehe denen, welche aus diesen fünf Aspekten nicht ihre Lehre ziehen!...

 

 

 

Zweites Kapitel

 

Zweites Kapitel *

Lass du Ärmster deine Klagen! Vertraue auf Gott vor dem Unglück!

 

Klage ist eine Plage, verstärkt noch die Plage, schließt einen Irrtum mit ein.

 

Wenn du Ihn findest, der die Plage gab, wisse: Die Plage ist Glück und Geschenk in der Plage

 

Lass die Klagen, werde dankbar, siehe, wie sich alle Arten Rosen den Nachtigallen gleich aus ihrer guten Stimmung ständig freuen.

 

Wenn du Ihn nicht findest, wisse: Die ganze Welt ist eine Qual, ist Vernichtung in der Plage.

 

Warum klagst du über eine kleine Plage, wo doch der ganzen Hölle Qual dich bedroht?! Komm, vertraue auf Allah!

 

Im Vertauen auf Gott lache der Plage ins Gesicht, sodass sie dich auch anlacht!

 

Je mehr die Plage dich anlacht, desto kleiner wird sie und dann wandelt sie sich um.

 

Oh du Ichbezogener, wisse: Das Glück in diesem Leben liegt in dem Verzicht auf diese Welt.

 

Wenn du mit Gott verbunden lebst, so genügt es dir. Auch wenn du auf sie verzichtest, stehen alle Dinge auf deiner Seite.

 

Wenn du dich nur selber siehst, ist das ein Untergang. Was du auch machst, alle Dinge stehen gegen dich.

 

In beiden Fällen ist also doch der Verzicht auf sie in diesem Leben notwendig.

 

Verzicht heißt, alles als Eigentum Gottes zu betrachten, mit Seiner Erlaubnis und in Seinem Namen.

 

Wünschst du dir einen Handel, liegt er in dem Tausch dieses vergänglichen Lebens mit dem beständigen.

 

Kümmerst du dich nur um deine Wünsche, so sind sie hohl und grundlos.

 

Wünschst du, was jenseits des Horizonts, so liegt das Siegel der Vergänglichkeit darauf.

 

Also lohnt es sich nicht, zu kaufen; es sind nur faule Dinge auf diesem Markt.

 

Also geh vorbei, die guten Dinge liegen dahinter!

 

 

 

Eine Frucht vom Maulbeerbaum

 

(In der Krone jenes segensreichen Maulbeerbaumes sprach der frühere Said nach Art des neuen Saids.)

Der, den ich anspreche ist nicht Ziya Pascha; es sind die Verehrer Europas.

Der Sprechende bin nicht ich selbst; es ist mein Herz im Namen der Schüler des Qur´an.

 

Die sich anschließenden Worte sind wahre Erkenntnisse; hüte dich vor Verwirrung! Nimm dich in Acht, deine Grenzen nicht zu überschreiten!

Wende dich nicht fremdartigen Ansichten zu; es sind Irrtümer; leihe ihnen nicht dein Ohr; sie führen dich nur in die Reue.

 

Siehe, dass der Aufgeklärteste und Bannerträger der Gescheiten in seiner Verwirrung ständig sagt: »Oh weh! Über wen soll ich bei wem mich beklagen, denn auch ich bin verwirrt.«

 

Der Qur´an heißt mich reden und ich rede, zögere auf keinen Fall.

Über das, was von Ihm (dem Schöpfer) kommt, beklage ich mich nur bei Ihm; dabei bin ich nicht verwirrt so wie du.

 

Um mein Recht klage ich laut zu dem Gerechten; doch überschreite ich es nicht so wie du.

Von der Erde aus verfechte ich meinen Anspruch bis an die Himmel; ich fliehe nicht so wie du.

 

Denn im Qur´an reicht der Anspruch immer vom Licht zum Licht, darauf verzichte ich nicht so wie du.

Im Qur´an liegt die wahre Weisheit. Ich beweise es. Eine Philosophie, die ihr entgegengesetzt ist, schätze ich auch nicht für fünf Pfennige.

 

Im Qur´an, der das Wahre vom Falschen unterscheidet, liegt die diamantene Weisheit. Ich nehme sie in mein Herz und verkaufe sie nicht so wie du.

Von dem Geschaffenen her geht meine Fahrt zu dem Gerechten, segele ich nicht in die Irre so wie du.

 

Über dornigem Weg fliege ich dahin, trete nicht auf ihn so wie du.

Von der Erde her vor dem Throne Gottes erweise ich meinen Dank, versäume ihn nicht so wie du.

 

Den Tod und die Todesstunde betrachte ich als Freund. Ich fürchte ihn nicht so wie du.

In das Grab steige ich lächelnd hinab, schrecke nicht vor ihm zurück so wie du.

 

Als einen Drachenrachen oder ein Bett in der Einöde oder als einen Schlund der Nichtigkeit sehe ich es nicht so wie du.

Es führt mich zu meinen Freunden; nicht bin ich verärgert über das Grab. Ich bin nicht wütend deswegen so wie du.

 

Es ist das Tor der Barmherzigkeit, das Tor zum Licht, das Tor zur Wahrheit. Nicht fühle ich mich bedrängt dadurch, weiche nicht zurück davor.

 

Ich klopfe an, sage: »Bismillah« (im Namen Gottes), blicke nicht zurück und erschrecke nicht. *

»Elhamdulillah« (Dank sei Gott) sage ich, werde mich niederlegen und Ruhe finden. Nicht mühe ich mich ab; nicht bleibe ich in der Einöde.

»Allahu Ekber« (Gott ist groß) sage ich und werde wieder auferstehen, wenn ich den Ruf zur Wiederversammlung höre. * Ich scheue mich nicht vor der Großen Versammlung und halte mich nicht fern der Gewaltigen Moschee.

 

Durch die Gnade Gottes, durch das Licht des Qur´an und durch den Segen des Glaubens werde ich niemals traurig sein.

Ich werde laufen, ohne anzuhalten. Bis zum Schatten des Thrones des Erbarmers werde ich mich emporschwingen. Inshaallah (So Gott will) werde ich nicht verwirrt sein so wie du.

 

 

 

Ein Bittgebet

 

Ein Bittgebet, welches in meinem Herzen aufgestiegen ist, in Persisch

 

D.h.: Dieses Bittgebet, wie es in meinem Herz aufgestiegen ist, ist Persisch. Es war schon in die arabische Abhandlung »Hubab« (Körner) eingereiht.

 

Oh Herr! Ohne Gottvertrauen, Gottvergessen, mich auf meine eigenen Fähigkeiten und auf meinen freien Willen stützend, ließ ich meinen Blick in alle sechs Richtungen schweifen, um für meinen inneren Schmerz ein Heilmittel zu finden. Bedauerlicherweise konnte ich kein Heilmittel für meinen inneren Schmerz finden. In meinem Inneren wurde zu mir gesagt: »Genügt dir der Schmerz als Heilmittel nicht?«

 

In der Tat blickte ich Gottvergessen in die vergangene Zeit, die zu meiner rechten Seite lag, um eine Tröstung zu finden. Aber ich sah: Der Tag von gestern erschien mir als das Grab meines Vaters und die vergangene Zeit als ein großes Grabmal meiner Ahnen. Anstelle des Trostes empfand ich nur Einsamkeit. *

 

Dann betrachtete ich die Zukunft, die zu meiner linken Seite lag. Ich fand kein Heilmittel. Vielmehr erschien mir der Tag von morgen als mein Grab und die Zukunft als ein großes Grabmal meiner Altersgenossen und der Nachkommenschaft. Ich fand nirgendwo Vertrauen, nur Furcht in der Einsamkeit. *

 

Da ich auf der linken Seite nichts Gutes sah, betrachtete ich den gegenwärtigen Tag. Es erschien mir, als wäre dieser Tag ein Sarg. Er trägt den Leichnam meines Körpers, der sich in einem fahrenden Schlachthaus befindet. *

 

Von dieser Seite fand ich auch kein Heilmittel. Dann hob ich meinen Kopf und betrachtete die Krone meines Lebensbaumes. Ich sah, dass die einzige Frucht dieses Baumes mein Leichnam war. Er hing dort und betrachtete mich. *

 

Ich war auch über diesen Anblick verzweifelt und beugte mein Kopf nach unten. Da sah ich, dass da unten unter meinen Füßen die Erde, zu der meine Knochen geworden waren, sich mit der Erde, aus der ich erschaffen worden war, vermischt hatte. Nicht ein Heilmittel bekam ich, sondern meinem Schmerz wurde noch ein Schmerz hinzugefügt. *

 

Von dort wendete ich meinen Blick und schaute hinter mich. Ich sah eine bodenlose, vergängliche Welt, die in den Bächen des Nichts und in den Finsternissen der Abwesenheit herunter rollt. Das war für meinen Schmerz keine Salbe, sondern fügte mir die Bitternis der Einsamkeit und der Furcht hinzu. *

 

Da ich aber auch von ihr nichts Gutes erfuhr, schickte ich meinen Blick nach der Seite, die vor mir lag, also nach vorne. Ich sah: Das Tor des Grabes zeigte sich auf meinem Weg und war offen. Die Straße, die durch das Tor in die Ewigkeit weiterging, fiel mir von weitem her in die Augen. *

 

Also empfing ich aus diesen sechs Richtungen keine Geborgenheit und keine Tröstung, sondern nur Entsetzen und Einsamkeit. Gegen sie hatte ich nichts in der Hand, außer einem kleinen Stückchen Entscheidungsfreiheit, worauf ich mich stützte und mit der ich ihr entgegnen konnte. *

 

In Wirklichkeit ist jene menschliche Waffe, als die man dieses kleine Stückchen Entscheidungsfreiheit bezeichnet, sowohl schwach als auch kurz. Außerdem ist ihre Wirkung nur fehlerhaft. Sie vermag nichts zu bewirken. (Was schon zuvor erschaffen wurde,) kann sie nur noch entgegennehmen. *

 

Weder die Vergangenheit kann diese Entscheidungsfreiheit betreten, noch vermag sie in die Zukunft vorzudringen. Sie hat keinen Nutzen für meine Hoffnungen und Ängste, die in die Vergangenheit und der Zukunft gehören. *

 

Der Bereich, in dem sich dieses kleine Stückchen Entscheidungsfreiheit bewegt, ist nur diese so kurze Gegenwart und ein fliehender Augenblick.

 

Als ich so neben all meinen Bedürfnissen, meiner ganzen Schwäche, Armseligkeit und Ohnmacht auch noch durch das Entsetzen und die Einsamkeit in sechsfacher Hinsicht völlig verwirrt war, da waren schon meine Wünsche, die sich nach der Ewigkeit hin erstrecken, und die Hoffnungen, die sich bis in die Unsterblichkeit hin ausdehnen, mit dem Stift der Macht im Buche meiner Erschaffung (fitrat) eindeutig eingetragen und meinem Wesen eingegeben.

 

Überdies liegen Musterbeispiele von allem, was es in der Welt gibt, in meiner Beschaffenheit (fitrat). Mit ihnen allen stehe ich in Verbindung. Um ihretwillen stehe ich in meinem Dienst und versehe ich meinen Dienst.

 

Der Umfang meiner Bedürfnisse ist so groß und weit, wie das Auge reicht.

 

Wohin auch immer meine Phantasie schweift, bis dahin wächst auch der Umfang meiner Bedürfnisse. Und auch dort tauchen die Bedürfnisse wieder auf. Auch das, was man nicht in der Hand hat, liegt noch im Bereich der Bedürfnisse. Das aber, was man nicht in der Hand ist, ist ohne Ende.

 

In Wirklichkeit ist der Umfang meines Vermögens so klein und begrenzt wie die Reichweite meiner viel zu kurzen Hände.

 

Das also heißt: meine Armseligkeit und meine Bedürfnisse sind so groß wie die Welt.

 

Was aber mein Grundkapital betrifft, so ist es ein so winzig kleines Ding wie ein Atom.

 

Wo also bleibt diese Welt voller Bedürfnisse, die nur mit Milliarden gedeckt werden können? Und wo bleibt dieses fünf Pfennig kleine Stückchen Entscheidungsfreiheit? Damit kann man sie nicht decken. Und weil dies so ist, muss man nach einem anderen Ausweg suchen.

 

Was diesen Ausweg betrifft, so ist er folgendermaßen: Man soll ja auf diesen Bruchteil Entscheidungsfreiheit verzichten und seine Angelegenheiten dem Willen Gottes überlassen und zurückhaltend gegenüber der eigenen Macht und Kraft bei der Macht und Kraft Gottes des Gerechten Zuflucht suchen, wobei man in Wahrhaftigkeit an seinem Gottvertrauen festhält. Oh Herr! Da der Ausweg meiner Rettung nun einmal so ist, verzichte ich um Deinetwillen auf diese meine persönliche Entscheidungsfreiheit und entsage meinem Egoismus,

 

damit in meiner Schwäche und Ohnmacht Deine Gnade meine Hände in ihrer Barmherzigkeit ergreife und sich zudem das Tor Deiner Barmherzigkeit meiner Armseligkeit und Bedürftigkeit voll Mitleid öffne und mir Halt werde.

 

Wer immer aber das unendliche Meer der Barmherzigkeit findet, vertraut mit Sicherheit nicht auf sein kleines Stückchen persönliche Entscheidungsfreiheit, die doch nur dem Hauch einer Fata Morgana gleicht. Er lässt die (Hand der göttlichen) Barmherzigkeit nicht los, um sich (seiner eigenen Entscheidungsfreiheit) zuzuwenden.

 

Oh weh! Wir haben uns getäuscht. Wir haben dieses Leben auf der Erde für beständig angesehen. In dieser Vorstellung haben wir es so voll und ganz sinnlos verloren. Der Ablauf unseres Lebens gleicht in der Tat dem Schlaf. Wie ein Traum ist es vorübergegangen. Die kurze Spanne unseres Lebens fliegt ohne Wurzeln gleich dem Winde dahin und vergeht.

 

Ein stolzer Mensch, der allein auf sich selbst vertraut und sich für ewig (und unsterblich) hält, ist zu seinem Verderben verurteilt. Rasch eilt er ihm entgegen. Was die Welt betrifft, die das Haus des Menschen ist, so stürzt sie hinunter in die Finsternis des Nichtseins. Die Hoffnungen sind nicht immerwährend, die Leiden im Geist aber bleiben ewig.

 

Da dies nun einmal tatsächlich so ist, komm also nun, oh du meine unglückselige Seele, die du so nach dem Leben begehrst, nach einem langen Leben verlangst, so sehr in diese Welt verliebt, von grenzenlosen Hoffnungen erfüllt und doch von so zahllosen Leiden betroffen bist! Wach auf und such deinen Verstand zusammen! Ein Leuchtkäfer vertraut auf seine eigene Leuchtkraft und bleibt in der grenzenlosen Finsternis der Nacht. Die Honigbiene, weil sie nicht allein auf sich selbst vertraut, findet den Tag und das Sonnenlicht. Sie bezeugt, wie alle Blumen, ihre Freundinnen, vom Lichte der Sonne vergoldet werden. Genauso wirst auch du, wenn du dich auf dich selbst, dein eigenes Dasein und dein Ego stützt, dem Leuchtkäfer gleich. Wenn du aber dein vergängliches Dasein dahin gibst, um des Schöpfers Willen, der dir dieses Dasein geliehen hat, gleichst du der Honigbiene. Du findest das grenzenlose Licht des Seins. Gib es dahin und opfere es auf! Denn dein Dasein ist ein Pfand, das dir anvertraut ist.

 

Es ist ja sowieso Sein Eigentum. Er hat es ja dir gegeben. Darum verzichte darauf und opfere es, ohne einen Anspruch darauf zu erheben und ohne zu zögern, damit es dir erhalten bleibe. Denn: Eine Verneinung zu verneinen gilt als Beweis. Das heißt: Wenn das, was es nicht gibt, zunichte wird, dann gibt es das. Nachdem das, was es nicht gibt, zunichte geworden ist, gibt es dies.

 

Der gastfreundliche Schöpfer kauft von dir Sein eigenes Gut. Er gibt dafür das Paradies als einen hohen Preis. Zudem bewahrt Er dieses Gut bestens für dich auf. Er lässt dessen Wert noch steigen. Und Er wird es dir (in einer neuen) Form wieder zurückgeben, die sowohl beständig als auch vollkommenen ist. Daher oh meine Seele, zögere keinen Augenblick! Schließe dieses Geschäft ab, das dir einen fünffachen Gewinn erbringt, so dass du dich vor einem fünffachen Verlust rettest und einen fünffachen Profit erlangst.

 

 

 

von Abraham

 

Das Leitmotiv

 

 

»Ich liebe nicht die, welche untergehen.«

das von Abraham, mit dem Friede sei, stammt und den Untergang und den Tod des Alls verkündet, brachte mich zum Weinen.

 

Darum weinte das Auge meines Herzens, vergoss es Tränen. So wie das Auge meines Herzens weinte, so wurde auch jede von mir vergossene Träne davon berührt. Sie wurde geweint, so als weinte sie selbst. Solche Tränen sind folgende persische Sätze:

 

Also sind diese Tränen eine Art Kommentar (tefthir) zu Worten, die sich im Wort Gottes finden und die der Weise von Gott verkündet, als dessen Gesandter und Prophet.

 

Es ist nicht gut, wenn der Geliebte untergeht und so verschwindet. Denn wer zum Untergang verurteilt ist, kann nicht der wahrhaft Gute sein. Mit einem Herzen, das geschaffen wurde, den Ewigen zu lieben und ein Spiegel des Einzigartigen (Samed) zu sein, darf und kann man (ihn) nicht lieben.

 

Ein Wunsch, der dazu verurteilt ist, unterzugehen und somit zu verschwinden, ist es nicht wert, dass man sein Herz an ihn hängt und seine Gedanken an ihn verschwendet und kann nicht sein, wohin sich unsere Hoffnung wendet, verdient es nicht, dass wir ihm mit Kummer und Sorge nachtrauern. Was wäre das denn für ein Herz, das ihn verehrte und mit ihm auf Dauer verbunden wäre?

 

Einen Wunsch, der ob seiner Vergänglichkeit zu Grunde geht, einen solchen Wunsch möchte ich nicht. Denn ich bin (selbst) vergänglich, und möchte nicht (noch), was (auch wiederum selbst) vergänglich ist. Was sollte ich auch damit?

 

Einen Angebeteten, dem sein Untergang zum Grab wird, rufe ich nicht an und nehme keine Zuflucht zu ihm. Denn ich bin grenzenlos bedürftig und schwach. Einer, der selbst schwach ist, kann für meine so großen Schmerzen kein Heilmittel finden. Er kann mir meine ewigen Wunden nicht verbinden. Wie kann einer, der sich vor dem ewigen Untergang selbst nicht zu retten vermag, der (wahre) Angebetete sein?

 

In der Tat erhebt der Verstand, der dem Äußerlichen verhaftet ist, ein verzweifeltes Wehgeschrei, wenn er in einer Welt voller Wirrwarr den Untergang der Dinge erlebt, die er anbetet. Und die Seele, die nach dem Ewigen Geliebten sucht, verkündet

 

mit lautem Schrei.

 

Ich will sie nicht, ich verlange nicht nach ihr, nein, ich kann sie nicht ertragen, eine solche Trennung.

 

Eine Begegnung, die sich durch ihr plötzliches Ende in Bitternis verkehrt, ist das Bedauern und die Besorgtheit um sie nicht wert. Es lohnt sich nicht, sich nach ihr zu sehnen. Denn so wie das Ende der Freude der Schmerz ist, so ist schon die Vorstellung vom Ende der Freude ein Schmerz. Die Gedichtbände (Divan) aller profanen Liebenden, diese poetischen Schriften nämlich, die aus Liebesliedern bestehen, sind ein Wehgeschrei, das aus dem Schmerz über die Vorstellung von ihrem Ende erwächst. Wenn du den Geist aus jedem einzelnen dieser Diwane heraus filterst, tropft leidvolle Klage aus ihnen heraus.

 

So sind es also die Sorgen und Übel jener Bindungen an all die Dinge, die schon vom Untergang gezeichnet sind, und jener leidvollen Liebe, um deretwillen mein Herz wie Abraham in Traurigkeit durch

 

weint und schreit.

 

Wenn du in dieser vergänglichen Welt Beständigkeit ersehnst, so erwächst Beständigkeit aus der Vergänglichkeit. So betrachte denn deine eigenwillige Seele, damit du vergehst und so Beständigkeit erlangst.

 

Befreie dich von der schlechten Gesittung, welche die Grundlage der Weltverehrung ist! Vergehe! Bringe die Dinge, die du besitzt und über die du verfügst zum Opfer um des wahren Geliebten willen. Betrachte wie alles, was da ist, doch am Ende seiner Vernichtung entgegen geht. Denn der Weg, der aus dieser vergänglichen Welt in die beständige hinüber geleitet, führt durch die Vergänglichkeit hindurch.

 

Die Gedanken des Menschen, in Ursachen versunken, geraten im Staunen über den fortzitternden Untergang der Welt ins Stocken und erheben ihr Wehgeschrei. Der Mensch, der in seinem Wesen nach wahrem Sein verlangt, löst sich von den weltlichen Geliebten und von allem vergänglichen Sein, indem er wie Abraham seufzend

 

sagt, und bindet sich so an den wahrhaft Seienden und immerwährenden Geliebten.

 

Oh du meine törichte Seele! Wisse: Die Welt und alles Sein ist zwar vergänglich, doch kannst du in jedem vergänglichen Ding zwei Wege finden, die dich zur Beständigkeit hinführen, und zwei Funken, zwei feinsinnige Wahrheiten in der Erscheinung der Schönheit unseres immerwährenden Geliebten, unserem Leben und unserer Seele, wenn du dich nur von den vergänglichen Erscheinungen und von dir selber zu lösen vermagst.

 

In der Tat wird in der Gabe das Geschenk sichtbar. Die Gunst des Erbarmers lässt sich erspüren. Sobald du von der Gabe zum Geschenk durchdringst, findest du deinen Geber. Und weiter gibt jedes Kunstwerk des Einzigartigen wie ein Brief die Namen des majestätischen Schöpfers kund. Wenn du vom Ornament zu seiner tiefen Bedeutung durchdringst, findest du über die Namen zu ihrem Träger. Sobald du das Wesen dieser vergänglichen Kunstwerke, ihren inneren Kern begriffen hast, halte ihn fest, und du kannst seine bedeutungslos gewordene Schale, seine Hülle, ohne alles Bedauern in den Strom der Vergänglichkeit werfen.

 

In der Tat gibt es unter allen Kunstwerken keine Schöpfung, welche nicht die Verkörperung eines Wortes voll tiefer Bedeutung wäre, aus dem sich alle die vielen Namen des majestätischen Herrn herauslesen lassen. Da also nun einmal diese Schöpfungen gleich Worten sind, Worte der Macht, so lies denn ihre Bedeutungen aus ihnen heraus und lege sie in dein Herz. Wirf die Worte, die danach ohne ihre Bedeutung zurückbleiben, ohne zu zögern, in den Wind der Vergänglichkeit. Schaue ihnen nicht interessiert hinterdrein und kümmere dich nicht weiter um sie.

 

Nun erhebt der weltlich orientierte Verstand, der das Äußerliche anbetet und dessen Kapital aus den Kenntnissen besteht, die innerhalb seines Horizontes liegen, erstaunt, entsetzt, verzweifelt sein Wehgeschrei, da sich die Reihenfolge seiner Gedankengänge solcherart zu Nichts und Bedeutungslosigkeit gefriert. Er sucht nach dem richtigen Weg, der hin zur Wahrheit führt. Da sich also nun einmal der Geist vor denen, die untergehen und zerfallen, seine Hand zurückzieht, auch das Herz auf einen weltlichen Geliebten verzichtet und selbst noch das Innerste sich von den vergänglichen Dingen abwendet, sollst auch du, meine hilflose Seele abweisend wie Abraham rufen

 

und dich retten.

 

Betrachte, wie Maulana Djami, trunken vom Becher der Liebe, so schön sagt, als wäre sein Wesen von dieser Liebe durchdrungen, um den Blick von der Vielheit (der Ursachen) zur Einheit (Gottes) zu wenden: Er sagt:

 

*

1 - Das heißt: Erwünsche dir nur den Einen, da die anderen des Wünschens nicht wert sind.

 

2 - Rufe nur den Einen, da die Anderen nicht zu Hilfe kommen.

 

3 - Verlange nur nach dem Einen, da die Anderen es nicht wert sind.

 

4 - Betrachte nur den Einen, da die Anderen nicht alle Zeit sichtbar sind, sich vielmehr hinter dem Vorhang des Verfalls verborgen halten.

 

5 - Kenne nur den Einen, da alles andere Wissen, das nicht der Erkenntnis dient, nutzlos ist.

 

6 - Sprich nur von dem Einen, da die Worte, die keinen Bezug zu Ihm haben, für bedeutungslos erachtet werden müssen.

 

Ja Djami, das hast du in der Tat ganz richtig gesagt. Der wahre Geliebte, der wahre Ersehnte, das wahre Ziel, der wahre Angebetete ist Er nur allein.

 

Denn diese Welt rezitiert in verschiedenen Zungen durch alles Sein, mit verschiedenen Gesängen, in dem großen Kreis des Gottesgedenkens (dhikr) gemeinsam

 

und bezeugt die Einheit Gottes in Seiner Herrschaft (Vahdaniyet). Das trägt auf die Wunde, die

 

verursacht hatte, eine Salbe auf und demonstriert anstelle des irdischen Geliebten, zu dem man die Beziehung abgebrochen hatte, den einen Geliebten, der keinen Untergang kennt.

 

 

 

Erste Tafel

 

(Als ich mich vor fünfundzwanzig Jahren auf dem Yusha-Hügel am Bosporus bereits dazu entschlossen hatte, mich aus der Welt zurückzuziehen, kamen einige von meinen ehrenwerten Freunden zu mir, um mich wieder in die Welt, meinen früheren Zustand, zurückzuholen. Ich sagte: »Bitte, geben Sie mir bis morgen Bedenkzeit! Ich möchte beten und dann die Sache beschlafen (istihare).« Am anderen Morgen standen jene zwei Tafeln vor mir in meinem Herzen. Wie ein Gedicht. Aber es war kein Gedicht. Um diese gesegnete Erinnerung in meinem Gedächtnis zu bewahren, habe ich sie nicht verändert. Ich habe sie so bewahrt, wie sie mir eingefallen sind. Ich habe sie am Ende des 23. Wortes angefügt, doch stehen sie hier im Zusammenhang mit dem 17. Wort.)

 

 

 

Erste Tafel

 

(Es ist die Tafel, die die wahre Welt der Gottvergessenen beschreibt.)

 

Rufe mich nicht in die Welt: ich bin in ihr gewesen und habe ihre Vergänglichkeit gesehen!

 

Ich habe immer den Schleier der Gottvergessenheit getragen und gesehen, dass das Licht der Wahrheit verborgen ist.

 

Alle Dinge im Dasein sind jedes für sich schädlich und vergänglich.

 

Wenn du über den Körper sprichst, den ich angezogen habe: er ist nichts und hat mir nur Unglück gebracht.

 

Wenn du von dem Leben sprichst, das ich genossen habe: es ist Qual über Qual.

 

Der Verstand ist für mich wie eine Folter, denn die Ewigkeit erschien mir wie ein Unglück.

 

Ich habe mich für dieses irdische Leben interessiert und Vollkommenheit für nutzlos angesehen.

 

Arbeit erschien mir wie eine Verstellung und die Hoffnung wie ein Betrübnis.

 

Die Vereinigung (der Liebenden) ist zu ihrem eigenen Untergang geworden.

 

Das Heil habe ich als eine Krankheit angesehen.

 

Die Lichter sind zur Finsternis geworden. Ich habe Freunde Waisen werden sehen.

 

Stimmen sind Todesschreie geworden. Lebende habe ich als Tote gesehen.

 

Wissenschaft verkehrte sich in Verdacht. In ihrer Weisheit habe ich tausend Fehler gesehen.

 

Freude wurde zur Trauer. Im Dasein habe ich tausend Nichtigkeiten gesehen.

 

Wenn du über den Geliebten sprichst: ich habe ihn gefunden!

 

Ach! In der Trennung (von ihm) habe ich großen Schmerz empfunden.

 

 

 

Zweite Tafel

 

(Zeigt die wahre Welt derer, die rechtgeleitet und sich der göttlichen Gegenwart bewusst sind.)

 

Die Gottvergessenheit ist für immer vorüber und ich habe das Licht der Wahrheit ganz klar gesehen.

 

Das Dasein wurde selbst zum Zeugnis (für den Herrn). Siehe das Leben als einen Spiegel der Wahrheit!

 

Der Verstand wurde zum Schlüssel der Schatzkammer. Siehe die Vergänglichkeit als die Pforte zur Ewigkeit.

 

Das Strohfeuer persönlicher Vollkommenheit ist erloschen. Siehe nun die Sonne der Schönheit!

 

Das Leben wurde Tat. Siehe, dass die Ewigkeit das wahre Leben ist!

 

Finsternis wurde zur Hülle der Strahlen (der Erleuchtung). Siehe im Tode das wahre Leben!

 

Alle Dinge sind Freunde geworden. Siehe, dass alle Stimmen eine Erinnerung (dhikr) sind.

 

Siehe, dass jedes Stäubchen Sein - jedes einzelne - (des Schöpfers) gedenkt (dhikr) und (Ihn) lobpreist.

 

Ich habe gefunden, dass Armut eine Schatzkammer des Reichtums ist. Siehe, welche Stärke in der Schwäche liegt!

 

Wenn du Allah gefunden hast, dann siehe, dass alle Dinge dein sind!

 

Wenn du Eigentum des Eigentümers allen Eigentums bist, dann siehe, dass Sein Eigentum das deine ist!

 

Wenn du eingebildet und dein eigener Besitzer bist, dann siehe, dass das Übel zahllos ist!

 

Verkoste Qualen ohne Grenze und siehe, dass das Übel unerträglich ist.

 

Wenn du ein wahrer Anbeter Gottes bist, der ihn kennt, dann siehe, dass dies grenzenlos reine Glückseligkeit ist!

 

Verkoste eine Belohnung ohne Maß und Berechnung und gehe ein in die unendliche Freude!

 

 

 

Er ist der Beständige

 

(Vor fünfundzwanzig Jahren las ich im Fastenmonat Ramadan nach dem Nachmittagsgebet das Gedicht mit den Schönen Namen Gottes, welches Scheich Geylani (Gott möge sein Geheimnis heiligen) schrieb. Darauf kam mir ein Wunsch, mit den Schönen Namen Gottes ein Bittgebet zu schreiben. Damals konnte ich nur bis hierhin schreiben. Ich versuchte dem segensreichen Bittgebet mit den Namen Gottes von diesem meinem heiligen Meister eine ähnliche Nachdichtung zu Stande zu bringen. Doch oh weh! Ich hatte keine Fähigkeit für ein solches Gedicht. Ich konnte es nicht zu Stande bringen, es blieb mangelhaft. Dieses Bittgebet war schon in der Abhandlung »Die Fenster«, welche der 33. Brief des 33. Wortes ist, eingereiht. In diesem Zusammenhang wird es nun hier zitiert.)

 

 

»Er ist der Beständige

Er ist der allweise Richter über alle Dinge. Wir unterstehen Seinem Urteilsspruch.

Er ist der gerechte Richter. Ihm unterstehen die Himmel und die Erde.

Er kennt alle Geheimnisse und alles Verborgene in Seinem Reiche. Er ist der Allmächtige, Unwandelbare. Sein Thron ist über dem Erhabenen und über dem Niedrigen.

Alle Tiefe, Feinheit und Schönheit liegt in Seiner Kunst. Er ist der Schöpfer und der Freund. Sein ist alle Schönheit und aller Glanz.

Er ist der Ruhmreiche, dessen Eigenschaften sich in Seiner Schöpfung spiegeln. Er ist der König, der Heilige. Sein ist die Macht und alle Größe. Er ist der Einzigartige über allen Geschöpfen, wir der Schmuck Seines Herzens. Er ist der Ewige, der allzeit Beständige. Sein ist das Reich und die Ewigkeit.

Er ist der großmütige Geber aller guten Gaben und wir in der Karawane Seiner Gäste. Er ist der Versorger, der allem genügt und Sein ist aller Lob und Preis.

Er ist der Geber voll Schönheit, wir das Gewebe Seiner Allwissenheit. Er ist der Schöpfer in reichen Maßen, der Schenker, der gibt, ohne zu berechnen.

Er ist der Allhörende aller Klagen und Gebete Seiner Geschöpfe. Er ist der Allbarmherzige und Allheilende. Ihm gebührt aller Lobpreis und Dank.

Er verzeiht die Fehler und Sünden Seiner Diener. Er ist der Verzeihende, der Vergebende, der Allerbarmer. Sein ist die Verzeihung und das Wohlgefallen.«

Oh meine Seele! Weine wie mein Herz, rufe aus und sage:

 

»Ich bin vergänglich und wünsche nicht den, der vergänglich ist. Ich bin schwach, und wünsche nicht den, der schwach ist. Meinen Geist habe ich dem Erbarmer übergeben, ich wünsche nichts anderes. Ich wünsche, doch wünsche ich einen ewigbleibenden Geliebten. Ich bin zwar nur ein Stäubchen, doch verlange ich nach einer immerwährenden Sonne. Ich bin zwar nichts im Nichts, doch wünsche ich dies alles, was da ist.«

 

 

 

Teil des Ersten Briefes

 

Früchte von Tannen und Lärchen, Wacholder und Pappel auf der Alm von Barla.

 

(Das Kapitel wurde in bezug auf dieses Thema hier eingefügt. Es ist ein Teil des Ersten Briefes.)

Einmal, als ich in meiner Gefangenschaft auf dem Berg staunend Bäume von gewaltig großem Wuchs, wie Tannen, Lärchen und Wacholder betrachtete, begann ein sehr feiner Wind zu wehen. Da wandelte sich dieses Bild in eine überaus schöne und prächtige Szene voll heiterer Tanzbewegungen und in ein Bild ekstatischer Lobpreisungen, und das vergnügliche Zuschauen in eine Betrachtung von einem Lehrbeispiel, in ein Hören mit Weisheit. Auf einmal fiel mir der folgende kurdische Satz von Ahmet Djizri ein.

 

Um diesen Lehrbeispielen Ausdruck zu verleihen, klagte mir mein Herz so:

 

 

Die Bedeutungen der auf persisch geschriebenen Verse über die Früchte von Tannen und Lärchen, Wacholder und Pappel auf der hügeligen Alm von Barla:

 

kam mir in Erinnerung. Mein Herz klagte dabei, um diesen Lehrbeispielen Ausdruck zu verleihen, so:

Das heißt: Zu Deinem Schauspiel, Deiner Schönheit ist jeder von allen Orten herbei gelaufen. Um Deine Schönheit werben sie alle.

 

Alles, was lebt, tritt von allen Orten heraus und betrachtet Dein Schauspiel, das Antlitz der Erde, welches Dein Kunstwerk ist.

 

Von unten, von oben kommen sie heraus und rufen laut gleich wie ein öffentlicher Ausrufer.

 

In der Schönheit ihres Schmuckes spielen die Bäume, diese öffentlichen Ausrufer, wie ausgelassen fröhlich.

 

Über die Vollkommenheit Deiner Kunstwerke freuen sie sich, rauschen in leisem Sang und brausen mit gewaltigem Klang.

 

Es ist, als versetzte sie die Zartheit ihres Gesanges in Freude und schmückte sie in Anmut und Schönheit.

 

So ist es also, dass die Bäume zu tanzen beginnen und höchstes Entzücken ersehnen.

 

Es sind diese Kunstwerke göttlicher Barmherzigkeit, durch die ein jegliches Lebewesen seine ihm gemäße Unterweisung in Lobpreis und Anbetung empfängt.

 

Nachdem sie ihre Unterweisung empfangen haben, stehen alle diese Bäume hoch über den Felsen, ihre Wipfel zum Throne (Gottes) erhoben.

 

Jeder Einzelne erhebt sich wie Shehbaz-i Qalender * und reckt in prachtvoller Haltung seine viel hundert Hände an der Schwelle Gottes anbetend empor.

 

*

Sie bewegen ihre kleinen Zweige, die ihre Locken sind, und zeigen damit den Zuschauern ihre große Begeisterung und hohe Freude.

 

Sie bringen in den Szenen des Schauspiels Klänge der Liebe hervor, die bis zu den feinsten Seiten und Empfindungen reichen. *

 

Aus dieser Situation heraus kommt ein Gedanke mit folgender Bedeutung auf: Das Weinen, das aus dem Schmerz über das Ende aller diesseitigen Liebe her rührt, gemahnt an diese tiefsten Tiefen seines Jammers.

 

Sie lassen den Klang eines Tones hören, wie dem trauriger Liebhaber über den Häuptern aller Liebenden, der Mahmuds, also derer, die - wie Sultan Mahmud - von ihren Geliebten getrennt leben.

 

Es scheint, als hätten sie den Auftrag, den Verstorbenen, die abgeschnitten sind vom Hören weltlicher Klänge und Worte, mit ihren Trauer einflößenden Klängen die ewigen Melodien erneut wieder zu Gehör zu bringen.

 

Was aber (meine) Seele betrifft, so hat sie auf Grund dieser Szene folgendes verstanden: Sie vernimmt in den Dingen (= den Wachholdersträuchern), das Gemurmel ihrer Bittgebete, mit denen sie auf die Erscheinungen der Namen des majestätischen Schöpfers mit Lobpreisungen entgegnen.

 

Was aber (mein) Herz betrifft, so liest es aus dem wunderbaren Anblick erhabener Wohlgestaltung der Bäume, von denen jeder einzelne einem Vers gleicht, der Gestalt angenommen hat, das Geheimnis der Einheit Gottes heraus. Das heißt: Bei ihrer Erschaffung war eine so wunderbare Wohlordnung, eine solche Kunstfertigkeit und Weisheit am Werk, dass alle Ursachen der Welt, könnten sie nach eigener freier Entscheidung gemeinsam handeln, sie diese nicht nachahmen könnten.

 

Was aber die Seele betrifft, so sucht sie in Anbetracht dieser Szene nach einer ewigbleibenden Freude und es ist ihr, als würde die ganze Erde im Beben der Trennung unter lautem Wehgeschrei hin und her geschleudert. So enthüllt sich ihr der Sinn des Wortes: »Du wirst sie finden, wenn du aufhörst, diese Welt anzubeten.«

 

Was aber den Verstand betrifft, so findet er im Raunen der Tiere und im Rauschen der Bäume, in der Erwiderung durch die Pflanzen und durch die Luft die überaus sinnvolle Wohlgeordnetheit der Schöpfung, den Schmuck der Weisheit und die Schatzkammer feinsinniger Wahrheiten. Er versteht, wie in vielerlei Hinsicht alle Dinge die Majestät des Schöpfers lobpreisen.

 

Was aber die Seele in all ihrer Sinnenhaftigkeit betrifft, so wird sie durch das Säuseln des Windes und das Rauschen der Blätter mit einer Freude erfüllt, die sie alle weltlichen Vergnügen vergessen lässt. So gibt sie die irdischen Freuden auf, die das Sinnenleben der Seele darstellen, und möchte vor Freude an der Wahrheit schier vergehen.

 

Was aber die Phantasie betrifft, so erscheint es ihr, als ob in die Bäume deren Engel eingegangen und in ihnen Gestalt angenommen hätten, als wären die Bäume deren Kleider und Flöten die an ihren Ästen befestigten Zweige. Es ist, als habe der immerwährende König sie so bekleidet für eine prächtige Parade, mit dem Klang von tausend Flöten, so dass diese Bäume nicht ein lebloser, bewusstloser Körper sind, vielmehr in sich eine durchaus bewusste und sinnvolle Haltung zum Ausdruck bringen.

 

Siehe, so ertönen denn diese Flöten so rein und eindringlich, als gehörten sie zu einem erhabenen, himmlischen Orchester. (Meine) innere Wahrnehmung vernimmt nicht im Klange der Flöten, gleich all den großen Liebenden, besonders aber Maulana Djelaleddin Rumi die leidvolle Klage der Trennung. Vielmehr vernimmt sie die Danksagungen, die dem Erbarmer gebühren, und die Lobpreisungen, die dem Herrn gehören, die dem Herrn, dem Lebendigen, dem Aus-sich-selbst-heraus-bestehen-den dargeboten werden.

 

Da also nun die Bäume alle jeweils ein Leib und alle ihre Blätter Zungen geworden sind, rezitieren sie wie mit tausend Zungen im Hauch des Windes: »Hu, Hu« (Er, Er), das Gottesgedenken (dhikr). In ihrem Gruß und Segenswünschen, die sie durch ihr Leben darbringen, machen sie bekannt, dass ihr Meister der Lebendige und der Aus-sich-selbst-heraus-bestehende ist.

 

Denn indem alle Dinge gemeinsam sagen:

 

 

»Es gibt keine Gottheit außer Ihm.«

sind sie in dem gewaltigen Kreis der Dhikrfeier des Kosmos tätig.

 

Zu allen Zeiten wünschen sie sich der Sprache ihrer Begabungen entsprechend aus der Schatzkammer der Barmherzigkeit Gottes des Gerechten das Recht zu Leben, indem sie »Ya Haqq!« (Oh Gerechter!) ausrufen. Von oben bis unten von Leben erfüllt zu sein ist ihre Sprache, in der sie den Namen »Ya Hayy!« (Oh Lebendiger!) rezitieren.

 

 

»Oh Lebendiger! Oh Unwandelbarer! Um der Ehre Deiner Namen, Lebendiger, Unwandelbarer willen schenke Leben dem Herzen dessen, der im Elend ist, und Rechtleitung dem Geiste dessen, der den Weg (zu Dir) verloren hat! Amen!«

 

 

Von dem 14. Brief und dem 1. Kapitel des 32. Wortes

 

(Einmal, betrachtete ich das Antlitz des Himmels von einer hohen Stelle auf dem Tannenberg bei Barla aus bei Nacht. Die folgenden Abschnitte sind mir plötzlich eingefallen. Sie sind geschrieben, als hörte ich die Worte der Sterne in der Sprache ihres Zustandes: Da ich für Poesie und Dichtung nicht begabt bin, reimen sie sich nicht. Sie sind so geschrieben, wie sie mir eingefallen sind. Von dem »Vierten Brief« und dem »Ersten Kapitel« des »32. Wortes« sind sie hierher gebracht.)

 

Lausche der Sterne Gesang, ihrer berauschenden Predigt (hutbe).

Entnimm ihrer leuchtenden Schrift die Weisheit, die sie verkündigt!

 

Gekommen sind sie und sagen, alle gemeinsam ein Ausdruck der Wahrheit:

»Wir sind das strahlende Zeugnis des großartigen Königreiches einer allmächtigen Majestät.

 

Wir sind dafür Zeugen, dass es einen Meister gibt in Seiner Einheit und in Seiner Kraft.

 

Den Engeln gleich betrachten wir vom Himmel herab die Erde, schauen das Antlitz der Erde,

voll tiefer und feinsinniger Wunder, halten stets das Paradies auch im Blick.

 

Tausende aufmerksamer Augen sind wir des Himmels. *

 

Es wuchs der Tuba-Baum der Schöpfung

und seine Äste strecken sich durch einen Spalt der Himmel

und seine Zweige bilden die Milchstraße.

Schönheit und Majestät heißt die Hand der göttlichen Weisheit,

die uns daran aufgehängt hat als seine wundervollen Früchte.

 

Für die Bewohner des Himmels sind wir eine wandelnde Moschee,

ein Haus, das seine Kreise zieht und ein erhabenes Nest,

ein strahlender Leuchter, ein gewaltiges Schiff;

Flugzeugen gleich sind wir alle und ein jeder von uns.

 

Eines Allmächtigen in Seiner Vollkommenheit, eines Allweisen in Seiner Majestät

wunderbare Kraft und staunenserregendes Kunstwerk Seiner Schöpfung,

ein Kleinod Seiner Weisheit und Ingenium Seiner Schöpfung,

eine Welt voller Licht sind wir, jeder von uns aus Licht eine Welt.

 

So zeigen wir mit hunderttausenden von Zungen hunderttausende Beweise,

lassen sie vernehmlich werden dem Menschen, der ein Mensch ist.

Mit Blindheit geschlagen das Auge der Gottlosen, vermag es nicht mehr zu schauen unser Antlitz

und vernimmt er unsere Stimme nicht. Doch sind wir die Zeichen, die Wahrheit verkünden.

 

Eines ist unsere Prägung, eines unser Siegel.

Immerwährend wiederholen wir den Lobpreis unseres Herrn, wir seine Diener

gedenken Seines Namens, Ihn verehrend alle Zeit.

In Ihm versunken reihen wir uns ein als die Glieder

in der endlosen Milchstraße Band.«

 

So habe ich sie in meiner Vorstellung gehört.

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