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Thema: Warum gibt es den Tod?

  1. #1
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    Um allen Verpflichtungen nachzukommen muss man sehr viel Mühe aufwenden. Entscheidend sind die Verpflichungen für den Erfolg...
    Ist das so?

    Allah schafft das Leben und tötet auch. Warum tötet er? Auch wenn der Mensch sich abmüht, er tötet trotz dem.

    Freundliche Grüße Noebaum

  2. #2
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    Zitat Zitat von noebaum Beitrag anzeigen
    Um allen Verpflichtungen nachzukommen muss man sehr viel Mühe aufwenden. Entscheidend sind die Verpflichungen für den Erfolg...
    Ist das so?
    Nein, entscheident ist, mit wie viel Wohlwollen ein Muslim seinen Verpflichtungen nachkommt.
    Diese Erfolgsformel müssen die Muslime vor jedem Gottesdienst und vor allen Gebeten als Absichtsbekundung kundtun:
    "Ich habe mir vorgenommen, nur um das Wohlgefallen Allahs zu erreichen, (...) zu verrichten."
    Das Ziel ist das Wohlgefallen und Zuneigung Gottes; demnach orientiert sich auch der Erfolg. Alles andere wäre nur ermüdent.
    Viele kommen augenscheinlich ihren religiösen Verpflichtungen nach, aber nicht alle haben das Ziel vor Augen.
    Deshalb können auftretende Schwierigkeiten nicht überwunden werden oder die Aufrichtigkeit nicht aufrechtgehalten werden.
    Wer aber das Ziel vor Augen hat, sieht seine Anstrengungen nicht als Mühe, sondern als Liebesbeweis.



    Zitat Zitat von noebaum Beitrag anzeigen
    Allah schafft das Leben und tötet auch. Warum tötet er? Auch wenn der Mensch sich abmüht, er tötet trotz dem.
    Der Tod ist der Sinn des Lebens!
    Stell die vor, wir würden in einer Welt leben, wo der Tod nicht existiert...

    Außerdem bewerten wir Menschen den Tod als eine Strafe, wo hingegen Gott ihn als einen Tausch beschreibt und als den Übergang in ein noch besseres, vollkommenes und unendliches Leben.
    ("Gott kaufte den Gläubigen ihr Leben und ihre Güter ab, dafür, dass sie den Paradiesgarten bekommen [...]" 9/111
    Gute Taten, Gebete oder Gottesdienst sollen den Menschen nicht vor dem Tod schützen, sondern ihm ein angenehmeres Leben nach dem Tod bescheren.

    Auf dieser Erde werden nur unsere fleischlichen und vergänglichen Bedürfnisse gedeckt. Die Bedürfnisse unserer Seele/Geist werden nicht gänzlich gedeckt.
    Vorrangig ist das Bedürfnis der Seele unendlich zu leben. Auf dieser Erde ist die Seele aber an den fleischlichen Körper gebunden und unzertrennlich.
    Die Erfüllung dieses Wunschs bedarf demnach unbegrenzte Vorrat an Nahrung und Recoursen; was unmöglich ist, da wir uns auch vermehren und die vorhandenen Recoursen immer aufgeteilt werden müssen.
    Damit die Seele unbeschwert unendlich leben kann, muss sie ihren irdischen Körper aufgeben, um von irdischen Bedürfnissen befreit zu sein.
    Eben diese Aufgabe des Körpers nennen wir "den Tod".
    Die Religiösen Gebote, die einzuhalten sind, geben je nach ihrer Erfüllung, der befreiten Seele im Jenseit ihrer Stellung.

    LG
    Wir leben alle unter dem selben Himmel, haben aber nicht die selben Horizonte.

  3. #3
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    Zum Tod schreibt Said Nursi:

    "Der Tod ist gar nicht so schrecklich, wie es äußerlich erscheint. Wir haben in vielen Abhandlungen im Lichte des weisen Qur’an mit völliger Sicherheit und in einer Weise, die über jeden Zweifel erhaben ist, bewiesen, dass der Tod für die Gläubigen eine Entlassung aus der Mühsal ihrer Lebensaufgabe bedeutet... also die Befreiung von der Pflicht zu jener Anbetung, welche in der Prüfung auf dem Weltenplatz ein Ausdruck von Bildung und Erziehung ist... ein Anlass, neunundneunzig von hundert Freunden und Verwandten wieder zu treffen, welche in die andere Welt gegangen sind... also ein Fahrzeug, um in die wahre Heimat, die Wohnstatt der ewigen Glückseligkeit einzugehen... eine Einladung heraus aus dem Kerker dieser Welt in die Gärten des Paradieses... dass er bedeutet, an der Reihe zu sein, aus der Freigiebigkeit des barmherzigen Schöpfers den Lohn für seinen eigenen Dienst zu empfangen. Da nun vom Standpunkt der Wahrheit aus dies das Wesen des Todes ist, sollte er nicht als so schrecklich angesehen werden, sondern – im Gegenteil – als Beginn der Barmherzigkeit und Glückseligkeit betrachtet werden. Wenn aber dennoch ein Teil der Gottesleute den Tod fürchtet, so nicht wegen der Schrecklichkeit des Todes, sondern vielmehr, um durch die Fortsetzung ihrer Lebensaufgabe noch mehr Verdienste zu erwerben. Ja, für die Gläubigen steht der Tod an der Schwelle der Barmherzigkeit (Gottes)."
    25. Blitz

    "
    Als allererstes betrachtete ich das Gesicht des Todes, das alle in Schrecken versetzt und das als das Allerschrecklichste dargestellt wird. Ich sah im Lichte des Qur’an:
    Der Schleier des Todes ist zwar finster, schwarz und hässlich; für einen Gläubigen aber ist sein wirkliches Antlitz schön und von guter Ausstrahlung. Und in vielen Abhandlungen stellte sich diese Tatsache mit unwiderlegbar sicheren Beweisen heraus. Wie wir schon in vielen Abhandlungen wie in dem »Achten Wort« und in dem »Zwanzigsten Brief« erläuterten, ist der Tod keine Hinrichtung, keine Trennung, sondern der Anfang des ewigen Lebens, sein Anbeginn und der Feierabend von der Mühsal des Lebensauftrages, eine Entlassung und ein Ortswechsel. Er ist ein Wiederzusammentreffen mit den Scharen der Freunde, die in das Zwischenreich ausgewandert sind. Durch dergleichen Wahrheiten wie diese, erkannte ich das wahre, schöne Gesicht des Todes. Nicht fürchtend, sondern in einer Hinsicht sehnsüchtig betrachtete ich das Antlitz des Todes. Ich verstand nun ein Geheimnis, das den Ordensleuten entsprechend in dieser Verbundenheit mit dem Tod liegt."
    26. Blitz

    "
    Was aber den Tod als eine Gnadengabe betrifft, so wollen wir hier auf vier Aspekte unter all den vielen Aspekten hinweisen.
    Erstens: Er ist eine große Gnade, als eine Befreiung von den schweren Pflichten des Lebens, entbindet von der drückenden Verantwortung im Leben und ist ein Eingangstor zum Bersah, um neunundneunzig seiner hundert Freunde wieder zu treffen.
    Zweitens: Er ist ein Weg heraus aus diesem engen, bedrückenden, unruhevollen irdischen Kerker mit all seinen Erschütterungen, um zur vollen Entfaltung eines Lebens, das beständig voll Freude ohne Leiden ist, zu gelangen und in eine Sphäre des Erbarmens des Ewigen Geliebten (Mahbub-u Baki) einzugehen.
    Drittens: Neben dem Alter gibt es noch viele Faktoren, welche die Lebensbedingungen erschweren und den Tod weit mehr als das Leben als eine Gnade erscheinen lassen. Ein Beispiel: Wenn deine Eltern, dein Großvater und dessen Vorväter schon hochbetagt sind und dir viel Kummer und Mühe bereiten hier und heute vor deinen Augen in ihrem erbärmlichen Zustand lebten: du würdest verstehen, welch großen Schaden das Leben, welch große Gnaden der Tod geben kann! - Ein anderes Beispiel: Verständlich ist auch, wie schwierig das Leben der schönen, geflügelten Insekten, den Lieblingen der schönen Blumen, unter winterlichen Bedingungen wäre und welch eine Gnade doch ihr Tod ist!
    Viertens: So wie auch der Schlaf eine Erholung, eine Barmherzigkeit, eine Ruhepause besonders für alle Opfer von Unfällen und Krankheiten ist, so ist auch des Schlafes großer Bruder, der Tod für alle Opfer von Unglücken und solche, die vom Schicksal verfolgt, den Tod herbeisehnen, in gleicher Weise ein Gnadengeschenk. Wenn demgegenüber für die Leute des Irrweges, wie wir bereits in verschiedenen »Worten« unwiderlegbar bewiesen haben, der Tod Qual über Qual und Strafe über Strafe ist, so steht das jetzt hier nicht zur Debatte."
    1. Brief

  4. #4
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    Das ist wunderbar was nach dem Tod kommt. Der Überganz zum Tod ist aber das Sterben. Das Sterben kann sehr grausam sein. Vor allem wenn ein Mensch zu Tode gequält wird. Aber auch wenn ein Mensch langsam ersticken muss oder wenn ein Mensch mit furchtbaren Schmerzen an Krebs leidet. Ist das von Allah gewollt?

  5. #5
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    Deine Frage, ob das Gott gewollt ist, ist aus christlicher Sicht verständlich, aus muslimischer Sicht jedoch nicht. Da haben wir ein anderes Gottesverständnis. Daher gab es in der christlichen Welt Jahrhundertelang das Theozideeproblem... Laut dem Islam ist jedoch der Mensch für all seine Taten verantwortlich. Der Übergang zum Tod, also das Sterben, ist auch ein Teil des Lebens. Es ist vergänglich und kurz im Vergleich zum ewigen Leben.

  6. #6
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    Hier noch ein Abschnitt von Said Nursi:


    Sechstes Wort:


    "Er belebt."
    "Yuhyi", das heißt: Derjenige der das Leben gibt, ist Er. Derjenige, der das Leben durch Versorgung fortsetzt, ist auch Er. Derjenige, der die Bedingungen für das Leben gewährleistet, ist wiederum Er. Die hohen Ziele des Lebens gehören Ihm und die bedeutenden Ergebnisse sind auf Ihn hin ausgerichtet. Neunundneunzig Prozent seiner Frucht gehören Ihm. Also ruft jenes Wort dem vergänglichen und schwachen Menschen, von weitem folgendermaßen zu, bringt ihm die frohe Botschaft und sagt:
    Oh Mensch! Mühe und plage dich nicht, die schwere Last des Lebens auf deine Schultern zu nehmen! Verfalle nicht in Trübsal, wenn du an das Vergehen des Lebens denkst. Bereue nicht, dass du in die Welt gekommen bist, wenn du nur ihre irdischen und unbedeutenden Früchte siehst. Vielmehr gehört die Lebensmaschine in dem Schiff, das dein Körper ist, dem Aussichselbstbestehenden und Lebendigen (Hayy ve Qayyum). Er deckt alle Ausgaben und sorgt für alles Lebensnotwendige. Dieses Leben kennt sehr viele Zielsetzungen und (ebenso viele) Ergebnisse und Sein sind sie alle. Du bist nur ein Steuermann auf diesem Schiff. Versieh deine Aufgabe gut, dann nimm deinen Lohn und danach ruh dich aus! Denke daran, wie kostbar dieses Lebensschiff ist, welch schönen Nutzen es bringt, wie gastfreundlich und barmherzig der Herr ist, der der Eigentümer dieses Schiffes ist, freue dich, danke und verstehe, dass alle Ergebnisse, die dieses Schiff erbringt, in gewisser Weise in das Buch deiner Taten eingetragen werden und dir das Leben geben und sichern, das dir für die Ewigkeit bleibt und dauert, wenn du deine Aufgabe aufrichtig erfüllst.



    Siebtes Wort:


    "Und Er gibt den Tod."
    "Wa yumit", das heißt: Derjenige, der den Tod gibt, ist Er, d.h.: Er entbindet dich von der Aufgabe deines Lebens, tauscht deinen Platz in dieser vergänglichen Welt und befreit dich von den Anstrengungen deines Dienstes. Das heißt: Er versetzt dich aus dem vergänglichen Leben ins ewig bleibende Leben. Dieses Wort ruft den Menschen und Dschinnen mit lauter Stimme zu und sagt:
    Gute Nachricht für Euch! Der Tod ist keine Hinrichtung, er ist nicht das Nichts, kein Verwehen und Vergehen, kein Ende, keine ewige Trennung, keine völlige Leere, kein Zufall, kein Abbruch ohne einen, der wieder aufbaut, im Gegenteil: er ist eine Entlassung durch einen allweisen und allbarmherzigen Schaffer (fa'il), ein Platzwechsel. Er ist ein Transport zur ewigen Glückseligkeit, zu Eurer eigentlichen Heimat. Er ist ein Tor, (hinter dem die Menschen) zusammenkommen, um (hinüber zugehen) in die Welt des Zwischenreiches (Bersah), ein Versammlungsort für Neunundneunzig Prozent Eurer Freunde.



    Achtes Wort:


    "Und Er ist der Lebendige, der nicht stirbt."
    "Wa huva hayyulla yamut", das heißt: Der unvergängliche Angebetete (Ma'budu Lamyesal), der immerwährende Geliebte (Mahbubu Layesal), der Schönheit (Cemal), Vollkommenheit (Kemal) und Güte (ihssan) besitzt, die unendlich hoch über aller Vollkommenheit, Schönheit und Güte steht, die in allem Sein der ganzen Schöpfung sichtbar wird und Anlass zur Liebe ist. Ein einziger Funke Seiner Schönheit ist genug für alle Geliebten. Sein immerwährendes Leben reicht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist rein von allem Unrat des Zerfalls und der Vergänglichkeit, ungetrübt von allen Störungen, verursacht durch Fehler und Mängel. So macht also dieses Wort allen Menschen und Dschinnen, allen, die über ein Bewusstsein verfügen, und allen (Gott)liebenden bekannt:
    Gute Nachricht für Euch! Ihr habt einen Geliebten, der euch ewig bleibt, der die Wunden der grenzenlos vielen Trennungen von eurem Geliebten heilt und mit Salbe bestreicht. Weil es Ihn aber gibt und da Er für ewig bleibt, soll euch kein Kummer quälen, was immer auch geschehen mag. Vielmehr sind die Schönheit und die Güte, die edlen Vorzüge und die Vollkommenheit, die der Grund eurer Liebe zu euren Geliebten ist, nur der Schatten eines überaus schwachen Schattens des Abglanzes ewiger Schönheit, der die vielen Schleier des Geliebten durchdringt, der für ewig bleibt. Ihr Untergang soll euch nicht verletzen. Denn sie sind eine Art Spiegel. Der Wechsel dieser Spiegel erneuert und verschönert die prachtvolle Erscheinung Seiner Schönheit. Ist Er aber da, so ist alles da.

    20. Brief

  7. #7
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    Zitat Zitat von Legend Killer Beitrag anzeigen
    Deine Frage, ob das Gott gewollt ist, ist aus christlicher Sicht verständlich, aus muslimischer Sicht jedoch nicht. Da haben wir ein anderes Gottesverständnis. Daher gab es in der christlichen Welt Jahrhundertelang das Theozideeproblem... Laut dem Islam ist jedoch der Mensch für all seine Taten verantwortlich. Der Übergang zum Tod, also das Sterben, ist auch ein Teil des Lebens. Es ist vergänglich und kurz im Vergleich zum ewigen Leben.
    Ich verstehe nicht, was du damit meinst, obwohl ich eine Muslimin bin. Es gibt doch nichts was in der Welt passiert, was Allah nicht will oder etwa nicht??! sehr komisch! kannst du bitte das näher erklären.
    إِنَّ اللَّهَ وَمَلَائِكَتَهُ يُصَلُّونَ عَلَى النَّبِيِّ يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا صَلُّوا عَلَيْهِ وَسَلِّمُوا تَسْلِيمًا

  8. #8
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    "Und Er gibt den Tod."
    "Wa yumit", das heißt: Derjenige, der den Tod gibt, ist Er, d.h.: Er entbindet dich von der Aufgabe deines Lebens, tauscht deinen Platz in dieser vergänglichen Welt und befreit dich von den Anstrengungen deines Dienstes. Das heißt: Er versetzt dich aus dem vergänglichen Leben ins ewig bleibende Leben. Dieses Wort ruft den Menschen und Dschinnen mit lauter Stimme zu und sagt:
    Gute Nachricht für Euch! Der Tod ist keine Hinrichtung, er ist nicht das Nichts, kein Verwehen und Vergehen, kein Ende, keine ewige Trennung, keine völlige Leere, kein Zufall, kein Abbruch ohne einen, der wieder aufbaut, im Gegenteil: er ist eine Entlassung durch einen allweisen und allbarmherzigen Schaffer (fa'il), ein Platzwechsel. Er ist ein Transport zur ewigen Glückseligkeit, zu Eurer eigentlichen Heimat. Er ist ein Tor, (hinter dem die Menschen) zusammenkommen, um (hinüber zugehen) in die Welt des Zwischenreiches (Bersah), ein Versammlungsort für Neunundneunzig Prozent Eurer Freunde.

    Ich kenne Menschen die schlagartig sterben und andere, die jahrelang leiden müssen bis sie sterben. Beide waren vorbildliche Menschen. Oder die unterschiedlichen Leidensformen und menschliche Quälereien, wie ich oben beschrieben habe. Warum will das Gott so?

  9. #9
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    "Ich kenne Menschen die schlagartig sterben und andere, die jahrelang leiden müssen bis sie sterben. Beide waren vorbildliche Menschen. Oder die unterschiedlichen Leidensformen und menschliche Quälereien, wie ich oben beschrieben habe. Warum will das Gott so?"

    Tja! man kann ja rumphilosophieren, warum, jeder von uns ein anderer Schicksaal hat, warum Leid überhaupt gibt's auf Erden, warum Allah das zulässt. Bei Muslimen gibt's viele Erklärungen, warum man leidet, erstmal selbst im Leid gibt's Barmhezigkeit, wie Medikamente oder Pflanzen gegen Schmerzen oder man verliert den Bewusstsein oder kommen die Schmerzen in Wellen und nicht duchgehend, manche fühlen gar keine Schmerzen
    oder nicht so stark, obwohl sie gequält werden, z.B. Gesanadten und Propheten und dann gibt'es die Erlösung und die Übergang zum Ewigen Glück, dann vergisst man Total den Schmerz, den er gehabt hat. Leid kann als Strafe Gottes, damit du vielleicht zu ihm zurückkehrst, aber auch als Prüfung für die Menschen und und ihre Umgebung wie sie da reagieren. Auf jedenfall, wenn du im Himmel bist vergisst du das alles, aber wenn du in der Hölle, dann passiert das Gegenteil, das heißt dir bringt deine Vergnügung, die du gehabt hast im Leben auf Erden auch nichts mehr. Im Ewigen Jenseits, ist dieses, vergängliches, kurzes auf Erden Leben unbedeutend.
    إِنَّ اللَّهَ وَمَلَائِكَتَهُ يُصَلُّونَ عَلَى النَّبِيِّ يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا صَلُّوا عَلَيْهِ وَسَلِّمُوا تَسْلِيمًا

  10. #10
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    Eine andere ganz einfache Erklärung: das Leben auf Erden ist voller Gegensätze die auf einander zutreffen, Glück-Unglück, Vergnügung-Schmerz, Leiden-Spaßhaben Kalt-warm, eiskalt-heiß, Lachen-weinen, Leben-Tod, positiv-negativ..usw. Im Jenseits trennen sich diese Gegensätze definitiv. deswegen heißt der Jüngstentag auch "Tag der Trennung" "yawmul Fassl", im Quran nämlich hat der JüngstenTag viele Namen, zB. auch Tag der Versammlung...
    إِنَّ اللَّهَ وَمَلَائِكَتَهُ يُصَلُّونَ عَلَى النَّبِيِّ يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا صَلُّوا عَلَيْهِ وَسَلِّمُوا تَسْلِيمًا

  11. #11
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    Zitat Zitat von noebaum Beitrag anzeigen

    Ich kenne Menschen die schlagartig sterben und andere, die jahrelang leiden müssen bis sie sterben. Beide waren vorbildliche Menschen. Oder die unterschiedlichen Leidensformen und menschliche Quälereien, wie ich oben beschrieben habe. Warum will das Gott so?
    Nach der islamischen Lehre ist der Tod die letzte Gabe/das letzte Geschenk Gottes an einen gläubigen Menschen.
    Demnach wird der Mensch noch auf der letzten Zielgerade entweder in seiner Geduld / Dankbarkeit / Hingabe / Ergebenheit geprüft und im Jenseits dafür belohnt; oder seine Schmerzen sind zur Tilgung seiner Sünden da, damit er gereinigt von seinen Sünden vor seinem Schöpfer auftrreten kann; oder er ist schon sündenfrei und hat die Ehre sich durch die "Qualen" vor dem Ableben eine besondere Stellung im Paradies zu sichern.
    Das wäre vergleichbar mit einem Spitzensportler, der versucht seinen eigenen Rekord zu überbieten und sich deshalb zahlreichen "Qualen" aussetzt.

    Auf jeden Fall entscheidet Allah / Gott wer einen letzten Schliff nötig hat oder nicht, da er Seine Geschöpfer am besten kennt.
    Uns Sterblichen ist es nicht gestattet über den Seelenzustand anderer zu urteilen.
    Wir nehmen an, dass grundsätzlich alles, was der Sterbende durchlebt, ein Segen Gottes ist und, dass dieser durch Gottes Gnaden von seinen Lasten befreit wird und niemand (sofern gläubig) als Sünder oder Frevler gestorben ist. Auch wird nahegelegt (vor allem über nicht so gut gekannten Personen) zu denken, dass das Leiden des Sterbenden seine Stellung im Jenseits erhebt.

    Allah weis und urteilt am besten.

    LG
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  12. #12
    Unantastbar
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    "Warum will das Gott so?"

    Gott prüft uns auf Erden. Alles, Reichtum und Armut, Gesundheit und Krankheit, sind Prüfungen Gottes, die eine bestimmte Weisheit haben. Nicht alles, was wir als gut betrachten, muss auch gut sein, oder was wir als negativ betrachten, muss auch negativ sein. Oft führen Krankheiten zu einer wichtigen Erfahrung im Leben. Gott selbst ist nicht ungerecht. Ungerechtigkeiten gibt es, weil der Mensch sie verursacht, nicht weil es Gott will.

  13. #13
    Administrator Avatar von €MR€
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    Das Thema "Warum lässt Gott Ungerechtigkeit zu?" kann gerne hier diskutiert werden:
    http://forum.misawa.de/showthread.ph...rechtigkeit-zu
    "[...]the Circumstances of one's birth are irrelevant. It is what you do with the gift of life that determines who you are." -Mewtwo

  14. #14
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    Ja Schwester Serbederan-19, ich stimme dir vollkommen zu,

    Nach der islamischen Lehre ist der Tod die letzte Gabe/das letzte Geschenk Gottes an einen gläubigen Menschen.
    Demnach wird der Mensch noch auf der letzten Zielgerade entweder in seiner Geduld / Dankbarkeit / Hingabe / Ergebenheit geprüft und im Jenseits dafür belohnt; oder seine Schmerzen sind zur Tilgung seiner Sünden da, damit er gereinigt von seinen Sünden vor seinem Schöpfer auftrreten kann; oder er ist schon sündenfrei und hat die Ehre sich durch die "Qualen" vor dem Ableben eine besondere Stellung im Paradies zu sichern.
    إِنَّ اللَّهَ وَمَلَائِكَتَهُ يُصَلُّونَ عَلَى النَّبِيِّ يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا صَلُّوا عَلَيْهِ وَسَلِّمُوا تَسْلِيمًا

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