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Thema: Halal-Fleisch darf kein Bio-Siegel tragen

  1. #1
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    Halal-Fleisch darf kein Bio-Siegel tragen

    STREIT UM TIERWOHL:Halal-Fleisch darf kein Bio-Siegel tragen



    • AKTUALISIERT AM 26.02.2019-10:34, FAZ





    Das Bio-Siegel soll höchste Tierschutzstandards garantieren. Die Halal-Schlachtung verstößt gegen diesen Tierschutz, urteilt der Europäische Gerichtshof. Es geht vor allem um die Betäubung der Tiere.

    Fleisch von Tieren, die ohne vorherige Betäubung rituell geschlachtet wurden, darf nach einem Urteil des obersten EU-Gerichts nicht mit dem EU-Bio-Gütesiegel gekennzeichnet werden. Eine solche Schlachtmethode erfülle nicht die höchsten Tierschutzstandards, erklärte der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag in Luxemburg (Rechtssache C-497/17).
    Hintergrund war ein Rechtsstreit in Frankreich. Dort wollte eine Tierschutzorganisation erreichen, dass als halal gekennzeichnete Hacksteaks nicht mehr damit beworben werden dürfen, dass sie aus „ökologischem/biologischem Landbau“ stammen. Das zuständige Verwaltungsgericht bat den Europäischen Gerichtshof um Rat bei der Auslegung von europäischem Recht.
    Die Luxemburger Richter befanden nun, dass in den betreffenden EU-Verordnungen mehrfach betont werde, dass bei Bio-Fleisch das Tierwohl eine zentrale Rolle spiele. Wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, dass die Betäubung die Technik sei, die das Tierwohl zum Zeitpunkt der Schlachtung am wenigsten beeinträchtige. Das Leiden werde erheblich verringert. Die von religiösen Riten vorgeschriebenen Schlachtmethoden ohne Betäubung erfüllten diese Kriterien aber nicht.


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  2. #2
    Ich hab´ nicht 'mal 25 Beiträge geschafft!
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    Ist das nicht komisch? Eigentlich sollte es doch nur darum gehen, ob das Tier aus ökologischer Haltung stammt. Deshalb sehe ich die Klage der Tierschützer mehr in ihrem eigenen Interesse begründet. Und das Gericht entscheidet einfach für die Tierschützer, obwohl die Klage fehl am Platz ist und abgewiesen werden müsste. Aber gegen unliebsame Menschen fällt man doch gerne so ein Urteil. Weil man diese Schlachtung nicht verhindern kann so behindert sie man halt. Aber wen interessiert dieses Bio-Siegel? Es gibt noch eine Vielzahl anderer Bio-Siegel.

  3. #3
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    Eigentlich es ist so, dass muslimischer Schlachtung Bio ist, da ohne Betäubungsmittel. Man weiß nicht, was für Wirkung für die Gesundheit betäubte Tiere zu Essen hat. Aber Haram ist das nicht, da von Fleisch Leute der Schrift Ahlul-Kitab. Man muss nur vorm Kochen drauf schlagen und sagen Bismillah la ilaha illa Allah Allahu Akbar. Und die Muslime haben das Recht tradizionell zu schlachten, sie müssen nur Erlaubnis hollen für einen muslimischen Schlachthof. Und auf die Verpackung schreiben: "aus eigener muslimischer Schlachtung" damit der Metzger Verantwortung übernimmit und nicht von irgendwo her hollen und weiß nicht genau und sagen das ist Halal, das ist Haram...usw. wenn aus ökologischer Haltung, dann kann er dazu schreben Bio. jede Sache hat eigene Gesetze und man darf nicht alles durcheinander bringen.

    Meiner Meinung nach, die Tierschützer müssen sich eher um die Art der Tierhaltung kümmern, damit die Tiere glücklich leben und nicht um die Schlachtung.
    إِنَّ اللَّهَ وَمَلَائِكَتَهُ يُصَلُّونَ عَلَى النَّبِيِّ يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا صَلُّوا عَلَيْهِ وَسَلِّمُوا تَسْلِيمًا

  4. #4
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    Ein Tweet vom Tagesspiegel:

    Eine rituelle Schlachtung entspricht nicht dem besten Tierschutz, entschied der #EuGH. Der Zentralrat der Juden widerspricht und sieht das Urteil als "Schlag ins Gesicht". #halal#koscher

  5. #5
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    EuGH-UrteilWeder halal noch koscher ist Bio

    Eine rituelle Schlachtung entspricht nicht dem besten Tierschutz, entschied der Europäische Gerichtshof. Der Zentralrat der Juden ist entrüstet.

    Tagesspiegel,

    26.02.2019, 17:09 UhrFleisch von Tieren, die vor einer rituellen Schlachtung nicht betäubt wurden, darf nicht das EU-Bio-Siegel tragen. „Eine solche Schlachtmethode erfüllt nicht die höchsten Tierschutzstandards“, erklärte der Europäische Gerichtshof (EuGH) am Dienstag in Luxemburg.
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    Wissenschaftliche Studien hätten gezeigt, das eine Betäubung zum Zeitpunkt der Schlachtung die Technik sei, die das Tierwohl „am wenigsten beeinträchtigt“, hieß es in der Begründung der Richter. „Die Betäubung ist nämlich erforderlich, um beim Tier eine Wahrnehmungs- und Empfindungslosigkeit herbeizuführen, mit der sein Leiden erheblich verringert werden kann.“
    Zentralrat der Juden widerspricht EuGH

    Die Praxis der rituellen Schlachtung ohne Betäubung, etwa bei der Produktion von Halal-Fleisch nach islamischen Regeln, sei in der EU zur Achtung der Religionsfreiheit zwar „ausnahmsweise erlaubt“, führte der EuGH weiter aus. Sie sei aber „nicht geeignet, Schmerzen Stress oder Leiden des Tieresgenauso wirksam zu mildern“. Aus diesem Grund sei das Anbringen des EU-Bio-Logos auf Produkten, die ohne vorherige Betäubung rituell geschlachtet worden seien, nicht gestattet.
    Hintergrund der Entscheidung war ein Rechtsstreit in Frankreich. Dort setzte sich eine Tierschutzorganisation dafür ein, die Kennzeichnung „ökologischer/biologischer Landbau“ von Halal-Hacksteaks zu verbieten. Das zuständige französische Gericht bat den EuGH daraufhin um Klärung. Das arabische Wort „halal“ bedeutet „rein“ oder „erlaubt“. Muslime dürfen nur Fleisch essen, das „halal“ ist.Juden sprechen in ähnlicher Weise von „koscher“. Das EU-Urteil bezog sich auf die rituelle Schlachtung von Tieren ohne Betäubung generell.

    Der Zentralrat der Juden in Deutschland widersprach dem EuGH. Das Urteil sei „ein Schlag ins Gesicht für die jüdische Gemeinschaft und zeugt von einer großen Unkenntnis über das religiöse Schlachten“, erklärte Zentralratspräsident Josef Schuster auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd). Religiöse Schlachtung und ökologische Tierhaltung oder Produktion schlössen sich keineswegs aus, die Bio-Zertifizierung hänge vielmehr von artgerechter Tierhaltung und -transport sowie der Fütterung ab. „Es gibt keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die belegen, dass die Schechita schmerzhaft sei“, betonte Schuster.


    Nach Angaben des Zentralrats führt die koschere Schächtung ein ausgebildeter Schlachter mit einem chirurgisch scharfen Messer durch. Dabei durchtrenne er mit einem einzigen Schnitt Luft- und Speiseröhre sowie Blutgefäße des Tieres, was zu einem dramatischen Abfall der Hirndurchblutung und der Sauerstoffversorgung führe. „Das Tier verliert das Bewusstsein innerhalb weniger Sekunden und damit seine Schmerzempfindlichkeit.“ Die gängigen Betäubungsmethoden wie Bolzenschuss- und Elektrobetäubung könnten dagegen durchaus ein Leiden des Tieres verursachen, hieß es weiter. Nach Kenntnis des Zentralrats wird in Deutschland allerdings überhaupt nicht koscher geschächtet. (KNA, epd)


  6. #6
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    Hey leute, Gott hat uns das erlaubt so zu schlachten, wenn wir nach Tier-Schützer gehen, dann werden wir wahrscheinlich gar kein Fleisch und Fleischprodukte mehr essen und werden wir dann Vegan, ich hab nichts gegen veganer, ich hab ein Zeitlang das spontan gewesen, tut gut ab und zu, spirituell ist auch gut, aber wir müssen nicht. Muslimische Schlachtung ist eigentlich barmherzig gegenüber Tieren, mann muss viele sachen beachten und behutsam mit dem Tier umgehen..usw. Es gilt auch Religionsfreiheit, die Tierschützer sind auch oft religiös, habe ich festgestellt, sie dürfen ihren Glauben nicht den leuten erzwingen, man kann auch übertreiben nö!
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  7. #7
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    Es gibt nämlich ein Geheimnis bei rituellen muslimishen Schlachtung, vor allem im Opferfest, Aidul adha, und zwar das Tier geht zum Himmel zu Vater Abraham, sayyiduna Ibrahim alaihi assalam und bleibt für immer dort.
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  8. #8
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    Donnerstag, 28.02.2019

    Europäisches Urteil (EuGH): Schächten darf nicht mehr BIO sein
    ZMD: Urteil stellt Diskriminierung dar und Schächten steht im Einklang mit dem Tierschutz - Exkurs: Die islamischen Standards zum Schächten und Tierschutz
    Nach dem Urteil des obersten EU-Gerichts darf Fleisch von Tieren, die ohne vorherige Betäubung rituell geschlachtet wurden, nicht mit dem EU-Bio-Gütesiegel gekennzeichnet werden.

    Zu diesem Urteil äußert sich der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek wie folgt: „Eine richtig praktizierte Halal-Schächtung erfüllt die Tierschutz- Kriterien und verdient aus diesem Grunde den BIO-Siegel sogar eher als z.B. nach Bolzenschlägen betäubte Tiere. Obgleich das EugH auf die bestehende Ausnahmereglung für Juden und Muslime hinweist, schränkt sie den Zugang basierend auf einseitig verfassten wissenschaftlichen Expertisen den Zugang für Juden und Muslime zum Bio-Markt ein, was einer Diskriminierung für religiöse Minderheiten gleichkommt. Statt die Auswüchse der Massentierhaltung in der EU zu bekämpfen und Maßnahmen zur Reduzierung des Fleischkonsums der europäischen Bevölkerung zu ergreifen, wird durch Rechtsinterpretation religiösen Minderheiten – nämlich Muslimen und Juden – der Zugang zu tierwohlgerechtem Bio-Fleisch verwehrt."
    Hier zur ZMD-Pressemitteilung

    Josef Schuster vom Zentralrat der Juden sagte dazu:„Das Urteil sei ein Schlag ins Gesicht für die jüdische Gemeinschaft und zeugt von einer großen Unkenntnis über das religiöse Schlachten“

    Wie sieht das Schächten im Islam aus?

    Der Islam lehrt uns Verantwortung zu tragen und jedem Geschöpf Gottes mit Respekt gegenüberzutreten. Tierschutz hat somit einen enorm grossen Stellenwert im Islam und jeder Muslim ist angehalten den Geboten Gottes Folge zu leisten.

    Für muslimische Schlächter ist nicht nur das Leiden der Tiere, sondern auch ihre geschöpfliche Würde von Bedeutung. Ihre Ehre verbietet es ihnen, auf ein bereits leblos am Boden liegendes Tier einzustechen. Sie sind bestrebt, dem Tier, solange es noch steht, den tödlichen Halsschnitt zuzufügen. Sie haben stets den Vorwurf zurückgewiesen, der Verzicht auf die Betäubung würde den Schlachttieren unnötige Schmerzen zufügen. Sie legen Wert auf die jahrtausendalte Erfahrung, dass die Durchtrennung der Halsschlagader, sofern sie rasch und professionell "wie beim Biss des Tigers" erfolgt, augenblicklich die Durchblutung des Gehirns und damit auch das Schmerzempfinden unterbricht. Tiere, die auf diese Weise geschächtet werden, stoßen in aller Regel keine Todesschreie aus und fallen nach ungefähr dreißig Sekunden reglos zu Boden.

    Der Todeskampf eines elektrisch betäubten und danach geschlachteten Tieres dauert dagegen meistens volle zwei Minuten. Nach wie vor sind die Schlachthöfe der großen Städte trotz aller Fortschritte in der Technik der elektronischen Betäubung und trotz musikalischer Berieselung der von Todesangst gestressten Tiere erfüllt von den Schmerzensschreien der Rinder und Schweine. Siehe hierzu den Kommentar von Peter Schütt in der Frankfurter Allgemeine Zeitung

    Standards zum islamischen Schächten:

    Islamologische Kriterien: Die Schlachtung habe betäubungslos zu geschehen, wobei islamische Tierschutzkriterien zu beachten sind.

    1. Die Schlachtung eines Tieres muss räumlich von den übrigen Tieren getrennt vorgenommen werden, damit das Tier nicht zusehen muss, wie ein anderes geschlachtet wird.
    2. Die Fesselung des Tieres muss derart erfolgen, dass das Tier keinen Qualen ausgesetzt wird,
    3. es muss vorher getränkt, gefüttert und beruhigt werden.
    4. Das Schlachtmesser muss sehr scharf sein und darf keine Scharten aufweisen.
    5. Vor der Schlachtung muss der sachkundige Schlachter ein vorgeschriebenes Gebet sprechen.
    6. Der Schnitt muss sofort die Halsblutgefässe, Speise -und Luftröhre durchtrennen, damit der Tod schnellstens eintritt.
    7. Eine weitestgehende Ausblutung des Tieres ist zu gewährleisten.

    Technischen Kriterien:
    1. Die Schächterlaubnis darf nur in gewerblichen Schlachtbetrieben, in denen ein muslimisch-sachkundiger Schächter die Schlachtung vornimmt, gewährt werden.
    2. Die Ausnahmegenehmigung für das diesjährige Opferfest ist nur auf Lämmer und Schafe einzuschränken. Für Rinder bedarf es, wegen der technischen hohen Anforderungen einer besonderen Genehmigung
    3. Metzger und Schlachtbetriebe unterliegen dem deutschen Lebensmittelrecht und müssen für die Ausnahmegenehmigung am 22.und 24. 02.2002 von den örtlichen Veterinärämtern gemäß vorliegenden islamischen Standards und veterinär-medizinischen Bestimmungen die Genehmigung einholen.
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