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Thema: Barnabas Evangelium

  1. #31

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    Gibt es irgendwo das Barnabasevangelium auf deutsch (online)?

    Salam wu alleikum, liebe GEschwister.

    Ich würde mal das Barnabasevangelium, aber auf deutsch wenns geht , gibts das Buch auch Online? (aus einer sicheren, unverfälschten Quelle) ?

  2. #32
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    Re: Gibt es irgendwo das Barnabasevangelium auf deutsch (online)?

    Selam Aleikum,
    ich habe das Barnabas-Evangelium vor einigen Wochen bei e-bay bestellt. Gibt´s aber auch bei Amazon.
    Falls Du es im Buchladen bestellen willst,
    die ISBN-Nr.: 3-927606-30-8
    Ich habe es vor kurzem durchgelesen und es ist wirklich erstaunlich, wie sehr es sich mit dem Koran gleicht. Ich habe eine Gänsehaut nach der anderen bekommen beim Lesen.
    Viele Grüße,
    FrauRosi!

  3. #33
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    Re: Gibt es irgendwo das Barnabasevangelium auf deutsch (online)?

    Bruder rasam, kopiere bitte deine Frage hier rein:
    http://www.misawa.de/cgi-bin/sbb/sbb.cgi?&a=show&forum=1&show=258
    Kalbinizle yaptiginiz hersey size geri dönecektir - Hz. Mevlana

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  4. #34

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    Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Barnabasevangelium

    Es gibt im Barnabasevangelium mehrere schwere historische und geographische Fehler, wie beispielsweise, dass Jesus Christus geboren wurde, als Pilatus Statthalter war (also ab 26 oder 27), oder dass Jesus zu Schiff nach Jerusalem reiste (das aber inmitten des Festlands liegt)
    Ich kann dieses Dokument nicht ernstnehmen, sorry.

  5. #35

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    Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    Ich kann mich nur wundern! Da sagen mir immer Muslime ich soll nicht alles glauben was so erzählt, geschrieben und verfilmt wird, und was machen Muslime hier? Genau das tun sie selbst (natürlich nur, wenn es ihr Weltbild stützt- also der islamischen Auffassung Recht gegeben wird!!!) :wand:

    Ein Beispiel ist die lächerliche Behauptung vieler Muslime es gäbe zig verschiedene Bibeln, die jeweils einen anderen Inhalt hätte :wand:
    Na ja, wer selber liest ist klar im Vorteil! Also liebe Muslime, die ihr von diesem Vorurteil überzeugt seid fangt an die Bibeln zu lesen!!!! :Applaus:
    Es gibt keine Unterschiede! Der Inhalt ist bei allen Bibeln gleich! Ich gehe auf dieses Thema näher im dazugehörigen Thread ein!

    Ich möchte nun auf das Barnabasevangelium eingehen! Dieses Dokument ist höchst umstritten! Ich kann mich nur wundern, das rechtschaffende Menschen dieses Pamphlet benutzen um damit ihr eigenes Weltbild zu untermauern! Diese Mauer ist auf Sand gebaut, ganz unabhängig davon das es unseriös ist mit zweifelhaften Dokumenten seine eigene Meinung zu stützen!!!!! Wenn sogar der webmaster sich nicht zu schade ist, seine eigene Propaganda auf solche diffusen, zweifelhaften Dokumente aufzubauen, frage ich mich wirklich wie seriös dieses Forum ist! :verwirrt:
    Sicherlich sind das harte Worte, ich sehe schon die Empörung, aber die Lweute die sich empören sollten lieber zuerst nachdenken und fragen ob rechtschaffende, seriöse Menschen soetwas nötig haben! Ich käme ja auch nie auf die Idee einen Theo van Gogh oder Salman Rushie als Islamexperten zu zitieren

    Zitat AlMuwahid
    wobei das Barnabsevangelium am umstrittensten ist , weil es der Wahrheit nähesten kommt
    :rot: :wand:

    Blödsinn!!!! Das hättest du, Al Muwahd, nur allzu gerne damit es dein Weltbild stützt!

    Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Barnabas_(Apostel)
    Das Barnabasevangelium entstand erst im 14.-16. Jahrhundert, wird aber in muslimischer Polemik gegen das Christentum gerne als authentische Quelle herangezogen
    Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Barnabasevangelium
    Die Überlieferungsgeschichte des Textes ist umstritten. Besondere Bedeutung erhält der Text dadurch, dass er in zentralen Aussagen stark von der Glaubenstradition fast aller christlichen Konfessionen abweicht und eine Brücke zu islamischem Gedankengut aufbaut...

    Von islamischen Gelehrten wird das Barnabasevangelium gerne als Kronzeuge für die Verfälschung der Lehre Jesu herangezogen. Christliche Theologen, säkulare Historiker, aber auch einige islamische Gelehrte sehen im vorliegenden Text dagegen eine Fälschung aus dem 14. bis 16. Jahrhundert (Pseudepigraph)....
    Der älteste vollständig erhaltene Text ist ein italienisches Manuskript aus dem 18. Jahrhundert, das heute in der Österreichischen Nationalbibliothek einzusehen ist. Von zwei älteren spanischen Manuskripten ist nur noch eines fragmentarisch erhalten und wird in Sydney aufbewahrt. Griechische, lateinische oder hebräische Handschriften wurden niemals entdeckt...

    Für eine frühchristliche Existenz des heute bekannten Barnabasevangeliums oder seine Identität mit einem im frühen Christentum bekannten apokryphen Evangelium des Barnabas gibt es keinen schlüssigen Beweis....

    So enthält es die in frühchristlicher Zeit noch unbekannte Schahada (das islamische Glaubensbekenntnis)....

    Etliche fehlerhafte Darstellungen der Geographie und Geschichte Judäas in den Erzählungen zeigen, dass der Verfasser weder Zeit noch Örtlichkeiten der Handlung aus eigener Anschauung kannte....

    Ein unter Historikern als wahrscheinlich angesehener Erklärungsansatz ist es, im Verfasser einen zum Islam konvertierten Christen zu sehen, der über Kenntnisse in beiden Traditionen verfügte. Den Text hat er wahrscheinlich in Spanien verfasst - möglicherweise mit dem Ziel, sich für durch die Inquisition erlittenes Unrecht am Christentum zu rächen.
    Aha! Sehr aussagekräfig! Und so etwas wird hier von Muslimen als Kronzeuge benutzt um zu beweisen, das das heutige Christentum verfälscht ist und nicht die "wahre" Religion Gottes sein kann???? :wand:
    Man stelle sich mal vor im deutschen Juztizwesen würden Staatsanwälte so versuchen (also mit zweifelhaften Dokumenten, zweifelhaften Zeugenaussagen)die Schuld des Angeklagten zu beweisen! So kann man in einem Rechtsstaat keinen Prozess gewinnen! Beweise müssen stichhaltig sein, überprüfbar sein und dürfen sich nicht auf irgendwelche zweifelhaften Behauptungen irgendwelcher aufgefundener Zeugen beruhen, die zufällig genau das berichten was der Staatsanwalt hören will!!!!!

    Aber gut wikipedia ist ja ziemlich umstritten! Also noch mehr Quellen!
    Hier die Stellungnahme eines zum Islam konvertierten Deutschen:

    Quelle http://www.wshoffmann.de/artikel/barnabas.html

    Die Begeisterung einiger Muslime für dieses Buch wird verständlich, wenn man erfährt, dass dieses Evangelium des zypriotischen Juden Barnabas, ein Wegbegleiter des Paulus, einen Nazarener schildert, der sich ohne Widersprüche in das koranischen Jesusbild einfügt: keine Anspruch auf Gottessohnschaft, kein Ausscheren aus der jüdischen Tradition und kein Kreuzestod, stattdessen eine Ankündigung eines künftigen Propheten....

    Die Überlieferungsgeschichte kommt als rechte Kriminalgeschichte daher, die als Vorspann eines historischen Romans so gerade noch durchgehen würde, aber keine Empfehlung auf Authentizität sein kann...

    Bei genauerer Lektüre des Barnabas-Evangeliums stellt sich dann auch heraus, dass der Text Unstimmigkeiten aufweist, die seine Entstehung im 14. Jahrhundert wahrscheinlich machen. Die Adaption der Kosmologie von Dantes "Göttlicher Komödie" und der Präsentation historischer Fakten in päpstlichen Dekreten machen sich hier bemerkbar. Der Verdacht ist nicht von der Hand zu weisen, dass hier jemand erst im 14. Jhdt. den Versuch unternommen hat, ein fiktives Evangelium zu fabrizieren
    Aha! Selbst ein konvertierter Muslim glaubt das das Barnabasevangelium eher ein Märchen bzw. eine Fälschung ist!!!!!

    Weitere Zitate:

    Quelle http://www.evangelium.de/1000.0.html

    Die Herausgabe des Barnabasevangeliums auf deutsch (es erschien bis heute in mindestens 6-8 weiteren Sprachen) ist eine Fortsetzung der christlich-muslimischen Kontroverse um eine Schrift, die für sich selbst den Anspruch erhebt, das einzig wahre Evangelium zu sein. Von muslimischen Apologeten wird es auch fast durchgängig für das wahre Evangelium Jesu Christi gehalten, während Nichtmuslime es fast ebenso ausschließlich als Fälschung aus dem Mittelalter ablehnen. Diese Kontroverse begann bereits Anfang des 18. Jahrhunderts, als die ersten Stellungnahmen pro und contra Barnabasevangelium in Europa und in Indien veröffentlicht wurden...

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Christen in der islamischen Welt mit so vielen Gerüchten über dieses angeblich wahre Evangelium konfrontiert, von dessen Text zu diesem Zeitpunkt lediglich Bruchstücke veröffentlicht waren, daß sich zwei Mitarbeiter der Anglikanischen Kirche, Lonsdale und Laura Ragg, zu einer vollständigen Edition und Übersetzung des italienischen Textes auf englisch entschlossen. 1907 erschien die zweisprachige italienisch-englische Edition. 1908 wurde das Barnabasevangelium bereits auf arabisch übersetzt. Danach hat es in der islamischen Welt eine ungeheure Rolle als Waffe gegen das Christentum gespielt....

    Warum treten Muslime derart vehement für dieses Evangelium ein? Weil es vorgibt, das einzige Evangelium von einem Augenzeugen des Lebens Jesu zu sein, und den Anspruch erhebt, die Wahrheit über das Christentum zu enthalten. Gleichzeitig lehnt es die grundlegenden christlichen Glaubenssätze ab, die auch der Islam verwirft: Das Barnabasevangelium leugnet die Gottessohnschaft Jesu, seinen Erlösertod am Kreuz und seine Auferstehung. Damit wird es als 'christliches' Evangelium zum Kronzeugen gegen das - wie Muslime meinen, entartete und verfälschte - paulinische Christentum, während es gleichzeitig die Aussagen des Korans bestätigt. Daß die wahre christliche Offenbarung also nicht mit dem Islam im Widerspruch steht, sondern mit ihr harmoniert ist ein immer wieder vorgebrachtes muslimisches Dogma, das - aus muslimischer Sicht - durch das Barnabasevangelium bestätigt wird...

    Wohl für jeden Nichtmuslim, der das Barnabasevangelium nicht aus Parteinahme für den Islam verteidigen möchte, gibt es schwerwiegende Gründe, die gegen die Echtheit dieses Evangeliums sprechen, denn alles deutet auf eine Abfassungszeit zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert hin. Viel schwieriger ist die Frage nach der Absicht und den Umständen der Abfassung des Barnabasevangeliums zu beantworten. Nichtmuslime gehen meist davon aus, daß ein ehemaliger Christ, der zum Islam konvertiert und daher sowohl mit dem Christentum als auch mit dem Islam vertraut war, solch ein Evangelium verfaßt haben könnte. Dies geschah möglicherweise aus Rache am Christentum aufgrund der spanischen Inquisition im 16./17. Jahrhundert, denn Spanien ist ein möglicher Ursprungsort des Barnabasevangeliums.

    Etliche Aussagen des Barnabasevangeliums sind zudem mit der Geschichte und Geographie Palästinas unvereinbar, so daß es kaum vorstellbar scheint, der Autor des Barnabasevangeliums könnte in Palästina gelebt haben. Darüberhinaus fehlt eine verläßliche Quelle, die vor dem Beginn des 18. Jahrhunderts von dem Inhalt des Barnabasevangeliums berichtet. Aber auch darüberhinaus sprechen etliche Anhaltspunkte aus dem Text selbst für ein spätmittelalterliches oder frühneuzeitliches Abfassungsdatum zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert. So machen etwa folgende Beispiele eine Datierung des Textes in die das erste nachchristliche Jahrhundert unwahrscheinlich:

    Das Barnabasevangelium erhebt den Vorwurf der Verfälschung des Alten Testamentes durch die menschlichen Traditionen der "falschen Pharisäer", obwohl die Partei der Pharisäer erst zwischen 135 und 104 v. Chr. entstand.

    Mehrere Propheten wie Adam, Abraham, Ismael, Mose, David und Jesus, der Sohn der Maria, werden als "Gesandte Gottes" bestätigt: Dies ist zwar die Sicht des Korans, aber keine christliche Anschauung, die zwischen Adam, Abraham und Jesus erhebliche Unterschiede macht und nicht alle gleichermaßen als 'Gesandte' bezeichnet.

    Adam rezitiert im Barnabasevangelium sogar das islamische Gaubensbekenntnis, das zu frühchristlicher Zeit natürlich noch niemand gekannt haben kann, da der Islam erst im 7. Jahrhundert n. Chr. entstand.

    Die Verheißung der Geburt Jesu wurde, wie das Barnabasevangelium berichtet, Ismael, nicht Isaak gegeben, und Ismael wurde statt Isaak von Abraham geopfert: Dies ist die islamische Sicht der Abrahamsgeschichte, aber keine christliche Anschauung.

    Jesus stammt im Barnabasevangelium nicht von David ab: In der Bibel eine klar bezeugte Aussage.

    An Maria und Joseph ergeht im Barnabasevangelium der Befehl Gottes, Jesus von Wein, starkem Getränk und unreinem Fleisch - also Schweinefleisch - fernzuhalten: Das Verbot von Schweinefleisch und Wein ist jedoch ein islamisches Verbot, kein christliches.

    Jesus ist nach Aussage des Barnabasevangeliums nur zu Israel gesandt: Das entspricht der muslimischen Theologie, die davon ausgeht, daß jeder Prophet der Geschichte nur partiell zu seinem besonderen Volk gesandt war. Nur Muhammad war nach muslimischer Ansicht zu der ganzen Welt gesandt.

    Als Jesus im Barnabasevangelium seine Offenbarung im Alter von 30 Jahren erhält, wird er beim Mittagsgebet von einem hellen Licht umstrahlt und von Engeln umgeben, während der Engel Gabriel Jesus ein Buch übergibt, das in sein Herz eindringt: Es ist eine muslimische Ansicht, daß der Engel Gabriel Muhammad seine Botschaft übermittelte.

    Jesus bezeichnet Muhammad im Barnabasevangelium als den Größeren, dem er nicht wert ist, den Schuhriemen aufzulösen: Hier übernimmt Jesus die Rolle Johannes des Täufers aus dem Neuen Testament.

    Jesus kündigt im Barnabasevangelium das Kommen Muhammads an und nennt auch schon den Namen Muhammad. Jesus bittet Gott, Muhammad zu senden, um die Welt zu retten: Niemand hat zur Zeit Jesu gewußt, daß sechs Jahrhunderte nach Jesu Tod Muhammad auf der Arabischen Halbinsel für sich in Anspruch nehmen würde, von Gott gesandt zu sein und die Wahrheit zu predigen. Aus christlicher Sicht ist es unmöglich, daß Jesus Muhammad ankündigte und Gott, seinen Vater, bat, Muhammad zu senden.

    Die Kreuzigung des Judas im Barnabasevangelium entspricht nicht den Berichten der Evangelien: Hier wird eine islamische Deutung der Kreuzigung vorgenommen, die jedoch mit der einzigen Koranstelle zur Kreuzigung (Sure 4,157-158) in Einklang gebracht werden könnte

    aber!!!!!!!!!:
    Gleichzeitig muß an dieser Stelle betont werden, daß es auch Aussagen im Barnabasevangelium gibt, die weder mit dem Koran noch mit der Bibel in Einklang zu bringen sind. Zu den vom Koran abweichenden Aussagen gehören etwa Barnabas' Ausführungen über die Hölle als einem nur zeitweiligen Aufenthaltsort der Sünder, denn der Koran läßt keinen Zweifel daran, daß einmal in die Hölle Verbannte dort auf ewig bleiben müssen.

    Im Widerspruch zum Koran steht auch die im Barnabasevangelium immer neu wiederholte Aussage, daß Muhammad der Messias sei, während es gleichzeitig mehrfach leugnet, daß Jesus der Messias ist. Es bezeichnet Jesus jedoch als "chrissto" (Christus). Man hat daher vermutet, daß der Autor nicht wußte, daß 'Christus' die griechische Übersetzung des hebräischen 'Messias' ('der Gesalbte') ist.

    Im Koran wird Jesus in Jerusalem geboren, im Barnabasevangelium in Bethlehem. Im Koran kommt er unter einer Palme zur Welt, im Barnabasevangelium in einer Herberge. Im Koran leidet Maria große Schmerzen bei der Geburt (vgl. Sure 19,23), im Barnabasevangelium bringt sie Jesus ohne Schmerzen auf die Welt. Der Koran kennt sieben Himmel (Sure 2,29), das Barnabasevangelium neun. Der zehnte Himmel ist dort das Paradies. Das Barnabasevangelium tritt eindeutig für die Monogamie ein, während die Mehrzahl der Muslime in Sure 4,3 eine Erlaubnis zur Heirat von bis zu vier Frauen erkennt.

    Das Barnabasevangelium selbst weist darauf hin, daß das ursprüngliche Evangelium verfälscht worden sei. Wäre Barnabas tatsächlich ein Zeitgenosse Jesu gewesen, wäre das Neue Testament noch gar nicht abgeschlossen gewesen. Damit hätte das Barnabasevangelium sein eigenes Schicksal vorausgesagt. Zudem macht der Autor des Barnabasevangeliums durch geographische und historische Mißgriffe deutlich, daß er weder Palästina jemals besucht noch im ersten nachchristlichen Jahrhundert gelebt haben kann:

    Im Barnabasevangelium ist Nazareth ein Ort an der Küste des Sees Genezareth. Nazareth liegt jedoch auf einem Hügel. Jesus steigt nach dem Bericht des Barnabasevangeliums vom See Genezareth nach Kapernaum hinauf. Kapernaum liegt jedoch direkt am See Genezareth. Das Barnabasevangelium berichtet, daß Jesus in ein Schiff gestiegen und nach Jerusalem gefahren sei. Jerusalem liegt jedoch im Landesinneren und ist nicht per Schiff erreichbar. Ninive liegt nach der Beschreibung des Barnabasevangeliums in der Nähe der Mittelmeerküste. Es ist jedoch am Tigris im Landesinnern gelegen.

    Die Zeitangaben zur Geburt Jesu im Barnabasevangelium stimmen im Verhältnis zu den Amtszeiten des Pilatus, Ananias und Kaiphas nicht mit der historischen Überlieferung überein. Das Barnabasevangelium berichtet von 600.000 römischen Soldaten in Palästina. So viele Soldaten gab es im ersten nachchristlichen Jahrhundert jedoch möglicherweise nur im gesamten Römischen Reich, keinesfalls jedoch in Palästina. Das Barnabasevangelium berichtet von 17.000 Pharisäern zur Zeit des Alten Testamentes. Die Partei der Pharisäer entstand jedoch erst im zweiten vorchristlichen Jahrhundert. Das Barnabasevangelium beschreibt einen europäischen Sommer: "alles trägt Frucht". In Palästina regnet es jedoch im Winter, und im Sommer ist das Land trocken.
    Weiter heißt es:

    Die Herausgeber der ersten italienisch-englischen Edition des Barnabasevangeliums Lonsdale und Laura Ragg wiesen zudem bereits auf auffällige Parallelen zwischen dem Barnabasevangelium und den Werken des größten italienischen Dichters Dante Alighieri (1265-1321) wie etwa 'La divina commedia' (Die göttliche Komödie) hin, und zwar insbesondere hinsichtlich Dantes Darstellungen von Himmel, Hölle und Paradies. So stimmt etwa die Zahl von neun, bzw. einschließlich des Paradieses von zehn Himmeln aus dem Barnabasevangelium ebenso wie die Unterteilung der Hölle in sieben Zentren mit Dantes Schilderung von zehn Himmeln überein. Was die unmittelbare Beziehung beider Texte zueinander betrifft, so hat Lonsdale Ragg, ein Experte für italienische mittelalterliche Literatur - die Vermutung geäußert, daß das Barnabasevangelium und Dantes "Göttliche Komödie" zwar unabhängig voneinander, aber hinsichtlich ihres Umfeldes in enger Beziehung zueinander entstanden sind. Die wahrscheinlichste Abfassungszeit des Barnabasevangeliums liegt für Lonsdale Ragg zwischen 1300 und 1350. Nachfolgende Forscher haben diesen Zeitraum bis etwa zum 16. Jahrhundert erweitert. Folgende Fakten sprechen für eine mittelalterliche Abfassungszeit:

    Nach der Beschreibung des Barnabasevangeliums wird das 'Jubeljahr' im Abstand von 100 Jahren gefeiert, während das Alte Testament einen 50jährigen Zeitraum nennt. Im Jahr 1300 n. Chr. setzte Papst Bonifatius VIII. die Jubeljahrfeier auf einen 100jährigen Turnus fest. Aber schon im Jahr 1343 verkürzte Clemens VI. die Zeit auf 50 Jahre und kündigte das nächste Jubeljahr für das Jahr 1350 an. So war die Frist für die Feier des Jubeljahres nur zwischen 1300 und 1343 auf einen 100jährigen Abstand festgelegt, wie das Barnabasevangelium beschreibt. Urban VI. verkürzte 1389 die Frist auf einen 33jährigen und Paul II. im Jahr 1470 auf einen 25jährigen Abstand, der bis zur Gegenwart beibehalten wurde.

    Das Barnabasevangelium tritt für Verhaltensweisen ein, die stark an die mittelalterliche Mönchsaskese erinnern. So wird an etlichen Stellen Lachen als Sünde verurteilt, Weinen gilt jedoch als Zeichen geistlichen Lebens. Das Barnabasevangelium zitiert Bibelverse nach der lateinischen Vulgataübersetzung, die erst Ende des vierten Jahrhunderts entstand und zur offiziellen katholischen Bibel wurde. Das Barnabasevangelium berichtet, Jesus und seine Jünger hätten "die 40 Tage gehalten". Die vierzigtägige Fastenzeit vor Ostern wurde jedoch erst im vierten Jahrhundert n. Chr. eingeführt und sollte an das Leiden und Sterben Jesu erinnern, was vor seinem Tod unmöglich war. Das Barnabasevangelium erwähnt eine Goldmünze, den Dinar zu 60 minuti. Diese Münze wurde nur kurze Zeit im Mittelalter in Spanien verwendet; ein Argument, das die These von der Entstehung des Barnabasevangeliums in Spanien zu stützen scheint. Im Barnabasevangelium werden Holzfässer zur Weinaufbewahrung erwähnt, im Nahen Osten waren jedoch Lederschläuche üblich. Im Gegensatz zum Koran beschreibt das Barnabasevangelium, daß Maria ihr Kind ohne Schmerzen zur Welt bringt; eine Lehre, die erst in der Kirche des Mittelalters aufkam.
    Das Barnabasevangelium betont die Bedeutung der Almosen, des Fastens, der Wallfahrt und des fünfmaligen Gebetes, das auch Jesus ausführt, womit der Text auf einen Zeitraum nach der Entstehung des Islam im 7. Jahrhundert n. Chr. hinweist. Im Barnabasevangelium wird die verbotene Frucht im Paradies, die das Alte Testament nicht näher bestimmt, als Apfel bezeichnet; ebenfalls eine Entwicklung der späteren Kirchengeschichte.
    Auf diese und einige weitere Punkte stützten sich die meisten Abhandlungen von nicht-muslimischer Seite in ihrer Ablehnung der Annahme, bei dem heutigen Barnabasevangelium in italienischer Sprache handle es sich um ein Dokument der frühen Kirchengeschichte
    Wer jetzt immer noch zweifelt, gerne suche ich noch mehr Quellen!!!!
    Zu behaupten man könne nicht an die Bibel glauben da diese verfälscht sei, gleichzeitig aber fest davon überzeugt ist das das Barnabas-Evangelium wahr sei sollte mal zum Psychiater gehen!!!!











  6. #36
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    Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    Wahrheitssuchender :

    1. Wann wurde die Bibel zusammengestellt ?
    2. Wieviele Schriften wurden entwendet aus der ursprünglichen Bibel ?
    3. Was wäre gewesen , wenn Apostel Paulus nicht gesen wäre ?
    4. Ist die Trinität beweisbar & eindeutig aus der Bibel zu entnehmen ?
    5. Ist sie in der Sprache Jesus verfasst worden (aramäisch ?)

    Die Überlieferungsgeschichte des Textes ist umstritten. Besondere Bedeutung erhält der Text dadurch, dass er in zentralen Aussagen stark von der Glaubenstradition fast aller christlichen Konfessionen abweicht und eine Brücke zu islamischem Gedankengut aufbaut...
    Was eine Entschärfung der Problemtaik zwischen Muslimen & christen beitragen würde ? Was ist daran verwerflich ?

  7. #37

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    Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    @alMuwahid


    Weiche bitte nicht vom Thema ab!!!!!!!!! Ist dir wohl unangenehm, das du dich in deiner "Beweisführung" gegen die Authenzität der Bibel auf unseriöse Dokumente stützt!

    Zitat meinerseits:
    Ich kann mich nur wundern! Da sagen mir immer Muslime ich soll nicht alles glauben was so erzählt, geschrieben und verfilmt wird, und was machen Muslime hier? Genau das tun sie selbst (natürlich nur, wenn es ihr Weltbild stützt- also der islamischen Auffassung Recht gegeben wird!!!)
    Gell, alMuwahid, ist schon ziemlich peinlich die Sache! Da wettern Muslime wie du immer die Deutschen sollten nicht alles glauben was so in den Medien erzählt wird über den Islam! Aber Du glaubst wohl alles was negatives über das Christentum erzählt und geschrieben wurde/wird!

    zitat:
    Die Überlieferungsgeschichte des Textes ist umstritten. Besondere Bedeutung erhält der Text dadurch, dass er in zentralen Aussagen stark von der Glaubenstradition fast aller christlichen Konfessionen abweicht und eine Brücke zu islamischem Gedankengut aufbaut...
    Was eine Entschärfung der Problemtaik zwischen Muslimen & christen beitragen würde ? Was ist daran verwerflich ?
    Sag mal, denkst du immer so schief? Der Text sagt, das das Barnabasevangelium schon deshalb mit Vorsicht zu betrachten ist, weil es vom Inhalt komplett abweicht zu allen anderen Evangelien.
    Ja klar, die "Brücke " passt Leuten wie dir gut, da man damit unwissende Christen leichter manipulieren und missionieren kann !!!! :explode:
    Das kann man natürlich ironisch als Entschärfung bezeichnen! Assimilation durch Konversion zum Islam, prima der Konflikt ist entschärft! Super, AlMuwahid! Ich stelle mir unter einem Dialog und einer Entschärfung etwas anderes vor! Kotz! Nein, dieses Barnabasevangelium trägt genau so zu einer Entschärfung der Problematik zwischen Muslimen und Christen bei wie die Mohammed-Karikaturen!

  8. #38
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    Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    Gell, alMuwahid, ist schon ziemlich peinlich die Sache! Da wettern Muslime wie du immer die Deutschen sollten nicht alles glauben was so in den Medien erzählt wird über den Islam! Aber Du glaubst wohl alles was negatives über das Christentum erzählt und geschrieben wurde/wird!
    @Wahrheitssuchender123,

    Bruder AlMuwahid ist selber ein Deutscher und Konvertit. Das nur Nebenbei.

    Alle glauben sie würden die Wahrheit kennen, sie kennen sie aber nicht
    Du auch. :lol: Obwohl du die Wahrheit noch suchst.

    Ja klar, die "Brücke " passt Leuten wie dir gut, da man damit unwissende Christen leichter manipulieren und missionieren kann !!!! :explode:
    Hab kein Angst, sie sind ja getauft. der heilge Geist lässt sie schon nicht im stich.:lol:

    Im ernst jetzt, wenn du so ein wissender Christ bist, dann musst, wie ein anständiger Christ, die unwissenden Christen lehren anstatt deine Zeit mit "nicht ernst zu nehmenden" Geschöpfe wie wir zu vergeuden.

    Peace

  9. #39

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    Re: Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    Zitat Zitat von Oum Amin,05.05.2009, 17:24

    Hab kein Angst, sie sind ja getauft. der heilge Geist lässt sie schon nicht im stich.:lol:

    Im ernst jetzt, wenn du so ein wissender Christ bist, dann musst, wie ein anständiger Christ, die unwissenden Christen lehren anstatt deine Zeit mit "nicht ernst zu nehmenden" Geschöpfe wie wir zu vergeuden.

    Peace
    "Nicht ernst zu nehmende Geschöpfe"...

    Ach Sweety-pie, das wäre nun wirklich nicht notwendig. Wir Christen glauben dass alle Menschen Kinder Gottes sind. Nur, einige wissen es nicht, andere wiederum - und jetzt spreche ich als Christ - haben ein (aus unserer Perspektive) "falsches" Bild von ihm - und sind ihm dennoch ergeben.

    Und dennoch, genau diese Ergebenheit an Gott, genau das eint uns doch am stärksten, oder? Denn ich denke, ein tiefgläubiger Christ und ein tiefgläubiger Muslim sind sich "näher", als ein tiefgläubiger Christ/Muslim zu einem ungläubigen/weichgespülten "Namens"-Christ/Muslim.

    Der Gott ist der eine, aber die Sicht auf ihn unterscheidet sich. Schade, aber nicht zu ändern.

  10. #40

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    Re: Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    Zitat Zitat von Unglaub,14.03.2009, 14:29
    Zitat Zitat von derguiz,25.06.2006, 20:25
    apokryphen-bibeltexte (barnabas)


    http://de.wikipedia.org/wiki/Apokryphen
    ... sind Bibeltexte, die in der heutigen Bibel nicht vorkommen. Sie wurden weggelassen...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Barnabasevangelium
    hier wird darüber berichtet, dass hz.jesus ein gesandter gottes (ALLAHS)ist!!!!
    Für die apokryphen Evangelien habe ich mal sehr interessiert,aus diesem Grund:

    Ich wollte wissen,ob es Hinweise darauf gibt,daß Jesus Barmherzigkeit auch Tieren gegenüber lehrte.In der koptischen Bibel soll es eine entsprechende Stelle geben..

    Jetzt ist es mir egal! Ich will auf alle Fälle barmherzig sein auch Tieren gegenüber.
    Ob es nun in einer Schrift steht,oder nicht..

    Grüßle vom Unglaub,

    der nicht religiös und doch tief gläubig ist
    Hallo Unglaub,

    laut christlicher Lehre steht der Mensch als "Krönung" der Schöpfung über dem Tier und trägt deshalb VERANTWORTUNG gegenüber den Tiere, aber auch der Natur. Das schliesst Barmherzigkeit ein, aber es heißt nicht, dass wir uns wie die Buddhisten bei jedem Grashalm auf den wir treten entschuldigen müssen oder gar Vegetarier (oder Veganer *lach*) sein müssen.

    Wir dürfen die Natur und die Tire für uns nutzen, aber wir tragen auch Verantwortung für sie.

    Grausamkeit gegenüber Tieren offenbart m.M. nur das eigentliche Wesen eines Menschen und solche Typen sind auch nicht weit davon entfernt, ähnliches auch Menschen anzutun.

  11. #41
    Unantastbar
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    Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    @Wahrheitssuchender123,

    Bruder AlMuwahid ist selber ein Deutscher und Konvertit. Das nur Nebenbei.
    Ukhti Oum Amin ,möge Allah Dich reichlichst belohnen & Dich & Deine Familie in der Nähe von al Kawthar erwecken !Amin !Melde Dich mal bei mir per PN

    @ Credo (es richtet sich nicht gegen Dich & halte Dich bitte dabei raus , denn ich wurde hier angegriffen !)

    @ Wahrheitssuchender :

    Das kann man natürlich ironisch als Entschärfung bezeichnen! Assimilation durch Konversion zum Islam, prima der Konflikt ist entschärft! Super, AlMuwahid! Ich stelle mir unter einem Dialog und einer Entschärfung etwas anderes vor! Kotz! Nein, dieses Barnabasevangelium trägt genau so zu einer Entschärfung der Problematik zwischen Muslimen und Christen bei wie die Mohammed-Karikaturen!
    [glow=red,2,400]Deine sehr agressive ,intolerante , menschenverachtende & beleidigende Argumentationsweise ist herabwürdigend .[/glow]

    [glow=red,2,400]Dies liegt wohl daran dass manche Christen geistig wohl immer innerhalb ihrer kruden Gedankenwelt & anhand ihrer Vorurteile im Mittelalter verhaftet sind .[/glow]


    Sag mal, denkst du immer so schief? Der Text sagt, das das Barnabasevangelium schon deshalb mit Vorsicht zu betrachten ist, weil es vom Inhalt komplett abweicht zu allen anderen Evangelien.
    Ja klar, die "Brücke " passt Leuten wie dir gut, da man damit unwissende Christen leichter manipulieren und missionieren kann !!!!
    Ich komme aus der deutschen -evangelischen Tradition des Christentums & weiss , dass die christliche Missionstheologie ein Grundfundament des christlichen Glaubens , also instrumentalisiere nicht die christlichen Glaubensfundamente , um sie dann diese dann den Muslimen vorzuwerfen .

    1. Wann wurde die Bibel zusammengestellt ?
    2. Wieviele Schriften wurden entwendet aus der ursprünglichen Bibel ?
    3. Was wäre gewesen , wenn Apostel Paulus nicht gesen wäre ?
    4. Ist die Trinität beweisbar & eindeutig aus der Bibel zu entnehmen ?
    5. Ist sie in der Sprache Jesus verfasst worden (aramäisch ?)
    Nur zur Info : Wahrheitssuchender anstatt sich hier künstlich zu echauffieren( bleib cool ) ,solltest Du meine Fragen beantworten & nicht ausweichen

    Links zum Thema Missionstheologie :
    http://www.afet.de/etm/09_2/fagmt.htm
    http://www.missionswissenschaft-augustin.de/svd/dcms/sites/svd/misswiss/index.html

    Scheinbar gehörst Du zu jenen , die die These vertreten " Clash of Civilisations " & jeden Muslim als Feind Christi sieht , sehr nobel !

    Ich werde demnächst darauf explizit eingehen & widerlegen :ins:

  12. #42
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    Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    Zitat Zitat von Credo
    Und dennoch, genau diese Ergebenheit an Gott, genau das eint uns doch am stärksten, oder? Denn ich denke, ein tiefgläubiger Christ und ein tiefgläubiger Muslim sind sich "näher", als ein tiefgläubiger Christ/Muslim zu einem ungläubigen/weichgespülten "Namens"-Christ/Muslim.

    Der Gott ist der eine, aber die Sicht auf ihn unterscheidet sich. Schade, aber nicht zu ändern.
    Wahrlich wahr! lieber Credo.

    Vor Gott sind Wir nicht dafür verantwortlich, Was ein Mensch für eine Sicht hat auf Ihn (außer Kundtun) aber wir sind wohl verantwortlich dafür, wie wir mit Mitmenschen und der Umwelt umgehen.

    Liebe Grüsse

  13. #43
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    Re: Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    Zitat Zitat von Credo,06.05.2009, 12:18
    Zitat Zitat von Unglaub,14.03.2009, 14:29
    Zitat Zitat von derguiz,25.06.2006, 20:25
    apokryphen-bibeltexte (barnabas)


    http://de.wikipedia.org/wiki/Apokryphen
    ... sind Bibeltexte, die in der heutigen Bibel nicht vorkommen. Sie wurden weggelassen...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Barnabasevangelium
    hier wird darüber berichtet, dass hz.jesus ein gesandter gottes (ALLAHS)ist!!!!
    Für die apokryphen Evangelien habe ich mal sehr interessiert,aus diesem Grund:

    Ich wollte wissen,ob es Hinweise darauf gibt,daß Jesus Barmherzigkeit auch Tieren gegenüber lehrte.In der koptischen Bibel soll es eine entsprechende Stelle geben..

    Jetzt ist es mir egal! Ich will auf alle Fälle barmherzig sein auch Tieren gegenüber.
    Ob es nun in einer Schrift steht,oder nicht..

    Grüßle vom Unglaub,

    der nicht religiös und doch tief gläubig ist
    Hallo Unglaub,

    laut christlicher Lehre steht der Mensch als "Krönung" der Schöpfung über dem Tier und trägt deshalb VERANTWORTUNG gegenüber den Tiere, aber auch der Natur. Das schliesst Barmherzigkeit ein, aber es heißt nicht, dass wir uns wie die Buddhisten bei jedem Grashalm auf den wir treten entschuldigen müssen oder gar Vegetarier (oder Veganer *lach*) sein müssen.

    Wir dürfen die Natur und die Tire für uns nutzen, aber wir tragen auch Verantwortung für sie.

    Grausamkeit gegenüber Tieren offenbart m.M. nur das eigentliche Wesen eines Menschen und solche Typen sind auch nicht weit davon entfernt, ähnliches auch Menschen anzutun.
    :Applaus:
    Laut islamischer Lehre ist auch genau so.

  14. #44

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    Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    Hat jemand das Barnabasevangelium gelesen?

  15. #45
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    Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    Ich habe es gelesen, sehr ausführlich.
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  16. #46
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    Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    Ich habe es auch gelesen.

  17. #47
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    Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    Wenn es bei Barnabasevangelium nur um eine Fälschung aus dem 14. bis 16. Jahrhundert (Pseudepigraph) handelt, stellt sich doch die Frage, wer hat es verfälscht und warum? Haben es die Christen selbst getan oder sind das die Muslime oder gar die Juden???
    Logischerweise müssen ja die Muslime "die Übeltäter" sein oder?Aber Wer hat diese Schriften gefunden und wo?
    Warum haben die Chriten diese Schriften bei sich augehoben und gut aufbewahrt, wobei die Muslime selbst davon nichts wussten?

    Also umstritten heißt, man weiß es nicht genau. Es kann sich um eine Fälschung handeln oder aber auch nicht.

    Schöne Grüsse

  18. #48
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    Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)




    Sehr gute Gedanken und Fragen Schwester Oum Amin

    Das Barnabas-Evangelium habe ich seit Jahren sowohl in Türkisch als auch in Deutsch. Da es mit einer meiner Bucharbeiten zusammenhängt ("Die Frage nach dem Messias" ), habe ich mich damit natürlich auch etwas ausführlicher beschäftigt. Ich möchte aus meiner Sicht behaupten, daß dieses Evangelium dem echten und nicht mehr existierenden am nächsten steht - verglichen mit den heute bestehenden.

    Ich habe darin keinen Widerspruch in sich gefunden; es ist sehr logisch und einleuchtend/plausibel. Das Schöne war für mich unter anderem, daß ich mir dieses Evangelium erst nach der Beendigung meiner Bibel- und Bucharbeit besorgte und sah, wie meine eigenen Schlußfolgerungen damit übereinstimmten.

    Leider bin ich nicht mehr so wie früher schreibfreudig, sonst könnte/würde ich darüber so einiges schreiben.

    Es geht z.B. darum, daß Jesus (a.s.) in den kanonischen Evangelien den Petrus als "Teufel" beschimpft, ich darüber eine Meinung habe und diese Meinung exakt von BE bestätigt wird. Dann geht es z.B. - wieder in den kanonsichen Evangelien - um die Frage, "Wer der Messias" sei - Davids Sohn? In den Evangelien wird diese Frage nicht nur etwas verwirrend behandelt, sondern auch an der interessantesten Stelle abrupt beendet bzw. abgebrochen. Die Bestätigung meiner selbständigen Schlußfolgerung fand ich ebenfalls in BE.

    Ein Barnabas Evangelium wird im 5. oder 6. Jahrhundert in den Kirchen-Dekreten erwähnt, es gab also damals schon ein BE. Die Frage ist natürlich, in wiefern das bestehende mit dem verschollenen übereinstimmt. Das ist natürlich nur mit einem Vergleich der beiden konkret feststellbar, was leider nicht geht. Daher sind wir gezwungen, aus den bestehenden Informationen Schlüsse zu ziehen.

    Wenn ich Zeit und Lust habe, werde ich davon hier oder in meinem Forum oder in beiden Foren etwas schreiben.


    Cemil
    Unser Forummitglied Cemil Kaya ist leider verstorben:
    http://forum.misawa.de/showthread.php/18590-Dua-f%C3%BCr-Bruder-Cemil-Kaya-Forummitglied-ist-verstorben


    ----- Selbsterkenntnis führt zur Gotteserkenntnis -----
    http://www.homepage-dienste.com/fore...sionsforum.htm

  19. #49
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    Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)

    Die türkische Version haben wir auch hier zum Download bereich:
    http://www.misawa.de/cgi-bin/sbb/sbb.cgi?&a=show&forum=22&show=26
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  20. #50
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    Re: Re: apokryphen-bibeltexte (barnabas)



    Zitat Zitat von Cemil Kaya
    Sehr gute Gedanken und Fragen Schwester Oum Amin
    Danke schön, lieber Bruder.

    Das Barnabas-Evangelium habe ich seit Jahren sowohl in Türkisch als auch in Deutsch. Da es mit einer meiner Bucharbeiten zusammenhängt ("Die Frage nach dem Messias" ), habe ich mich damit natürlich auch etwas ausführlicher beschäftigt.
    Sehr interessant!
    :masa: :masa: Du bist voller Überraschungen. :masa: :masa:
    :aro:

    Leider bin ich nicht mehr so wie früher schreibfreudig, sonst könnte/würde ich darüber so einiges schreiben.
    :ugh: Schade!

    Wenn ich Zeit und Lust habe, werde ich davon hier oder in meinem Forum oder in beiden Foren etwas schreiben.
    :giveme:


  21. #51
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    1500 Year Old Bible Claims Jesus Christ Was Not Crucified – Vatican Shocked






    This discovery turns modern Christianity on its head! This bible, dating as far back as 2,000 years, details the Gospel of Barnabas, a disciple of Jesus Christ, which shows that Jesus wasn't actually crucified and doesn't claim him to be the son of God, but instead a prophet. The book charges that Apostle Paul was “The Impostor.” The story is completely different. In the Book of Barnabas, Jesus wasn't crucified, but ascended to heaven alive, and Judas Iscariot was crucified instead.

    The National Turk issued a report saying that the bible was seized from smugglers is a Mediterranean operation. The report states the gang was charged with smuggling a variety of things, such as antiques, illegal excavations and even explosives. The book is valued at around $28 million. That's quite the find! Experts and Authorities in Tehran insist that the book is authentic. It's written in gold lettering on loosely tied leather in Aramaic, the language of Christ.

    There are connections that can be drawn between this text and Islam, and it directly contradicts the New Testament's teaching. In it, Jesus also predicts the birth of Prophet Muhammed, who founded Islam 700 years later.

    Experts believe that during the Council of Nicea, the Catholic Church went through and hand picked the gospels that form what we know the bible to be today and omitted the Gospel of Barnabas (among others) in favor of Matthew, Mark, Luke and John. These original texts surfaced over time, and this new discovery is especially worrying to the Catholic church. So what does this mean for religions derived of Christianity? It's a bit of a predicament. The Vatican has asked Turkish authorities to allow them access to the book for examination. The big question is: will they accept it as evidence, deny its validity, or call it a “Muslim lie” as “Truth” Magazine did in 2000?

    To many people, this book is seen as a cause for hope. But what does this mean for atheists? Is it a real text or a hoax? And does it even really matter? With any luck, this newly discovered text will force theologians to ask deeper questions about their faiths instead of believing it without thinking. Only time will tell. In the meantime, keep an open mind, be respectful of the beliefs of others, and remember that it's our responsibility to take care of one another and this place we call home.


    http://higherperspective.com/2014/05...old-bible.html
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  22. #52
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    Jesus - Kreuzestod?

    "Jesus mußte für den Kampf gegen die Synagoge des Satans mit dem qualvollen Kreuzestod bezahlen."

    Was macht uns da so sicher?

    So heißt es im Barnabas-Evangelium (1) im Kapitel 215: “Als die Soldaten und mit ihnen Judas sich dem Ort näherten, wo Jesus war, hörte Jesus, daß sich viele Menschen näherten, weshalb er sich voller Furcht in das Haus zurückzog. Und die Elf (Jünger) schliefen. Da befahl Gott angesichts der Gefahr seines Dieners seinen Sendboten Gabriel, Michael, Rafael und Uriel, Jesus von der Welt hinwegzunehmen. Die heiligen Engel kamen und trugen Jesus hinaus durch das Fenster, das nach Süden hin liegt. Sie trugen ihn und brachten ihn in den dritten Himmel, begleitet von Engeln, die Gott auf ewig preisen.” (a. a. O., S. 298)

    Hiernach ist zu entnehmen, daß Jesus, als die Häscher sich ihm näherten, auf Befehl Gottes in den Himmel erhoben wurde, während Judas Ischariot, der Verräter, durch Gottes Befehl das Aussehen Jesu und dessen Stimme annahm, so daß die Soldaten und sogar seine eigenen Gefährten glaubten, er sei Jesus. Derjenige also, der den in diesen Tagen vielbegangenen Leidensweg beschritt und schließlich gekreuzigt wurde, war nicht Jesus, sondern der Verräter Judas gewesen.

    Die “Verwandlung des Judas”(Kap. 216) beschreibt der Apostel Barnabas mit folgenden Worten: “Judas drang ungestüm vor allen anderen in das Gemach ein, aus dem Jesus emporgehoben worden war. Und die Elf (Jünger) schliefen. Da tat der wunderbare Gott Wunderbares in solcher Weise, daß Judas in Sprache und Aussehen eine solche Ähnlichkeit mit Jesus annahm, daß wir glaubten, er sei Jesus. Und als er uns geweckt hatte, suchte er überall, wo der Herr war. Da verwunderten wir uns und erwiderten: “Du, Herr, bist unser Meister, hast du uns nun vergessen?“ Und lächelnd sagte er: “Nun seid ihr töricht, daß ihr nicht wißt, daß ich Judas Ischariot bin!“ Und indem er dies sagte, kamen die Soldaten herein und legten Hand an Judas, weil er genauso aussah wie Jesus. Als wir die Worte des Judas gehört und die große Schar der Soldaten gesehen hatten, flohen wir, als wären wir außer uns …” (ebendort)

    Was dann folgt, ist den Christen im Prinzip im Sinne der vielen Kreuzwege, die in feierlichen Prozessionen nachgegangen werden, noch heute lebendig, nur mit dem bedeutsamen Unterschied, daß alles, was Jesus Christus erlitten haben soll, in Wahrheit dem Judas widerfuhr. So heißt es im Zeugnis des Apostels Barnabas (Kap. 217): “Die Soldaten nahmen Judas und banden ihn, nicht ohne Spott. Denn er leugnete wahrheitsgemäß, Jesus zu sein; und die Soldaten verlachten ihn und sagten: „Herr, fürchte dich nicht, denn wir sind gekommen, um dich zum König von Israel zu machen, und wir haben dich gebunden, weil wir wissen, daß du die Königswürde verweigerst.“ Judas erwiderte: „Nun habt ihr euren Verstand verloren! Ihr seid gekommen, um Jesus von Nazareth festzunehmen wie einen Räuber mit Waffen und Lampen; und ihr habt mich, der euch geführt hat, gebunden, um mich zum König zu machen!“ Da verloren die Soldaten die Geduld, und mit Schlägen und Tritten begannen sie, Judas zu verhöhnen, und sie führten ihn voller Wut nach Jerusalem. Johannes und Petrus folgten den Soldaten aus der Ferne; und sie bestätigten dem, der dies schreibt, daß sie das ganze Verhör sahen, dem Judas durch den Hohenpriester und durch den Rat der Pharisäer ausgesetzt wurde, die zusammengekommen waren, um Jesus zu Tode zu bringen. Darauf sprach Judas viele Worte der Verrücktheit, so daß ein jeder von Lachen ergriffen wurde in dem Glauben, er sei wirklich Jesus und täusche aus Angst vor dem Tode Wahnsinn vor. Da verbanden ihm die Schriftgelehrten die Augen mit einer Binde und verspotteten ihn und sagten: “Jesus, Prophet der Nazarener“, denn so nannte man die, die an Jesus glaubten, “sag uns, wer war es, der dich schlug?“ Und sie schlugen ihn und spuckten ihm ins Gesicht …”(a. a. O., S. 299)

    Doch nicht nur die Feinde Jesu glaubten, daß Judas Jesus wäre, auch seine Familie, seine Mutter und seine Freunde glaubten es. So schreibt der Apostel: “Als es Morgen war, versammelte sich der Hohe Rat der Schriftgelehrten und der Ältesten des Volkes; und der Hohepriester und mit ihm die Pharisäer suchten falsches Zeugnis gegen Judas in dem Glauben, er sei Jesus; und sie fanden nicht, was sie suchten. Und warum sage ich, daß die obersten Priester glaubten, Judas sei Jesus? Ja sogar alle Jünger glaubten es, und mit ihnen der, der dies schreibt; und mehr noch, die arme jungfräuliche Mutter Jesu glaubte es und mit ihr seine Verwandten und Freunde, und der Kummer eines jeden war unglaublich. So wahr Gott lebt: Der, der dies schreibt, vergaß alles, was Jesus gesagt hatte, nämlich daß er von der Welt hinweggenommen werden würde und daß er in einer dritten Person leiden werde und daß er nicht sterben werde, bis das Ende der Welt nahe sei. Darum ging er mit der Mutter Jesu und mit Johannes zum Kreuz.” (a. a. O., S. 300)

    Wir alle kennen mehr oder weniger den Ablauf der Leidensgeschichte des Judas, die es verdient hätte, daß man sie im Wortlaut des Berichtes des Apostels Barnabas einmal sorgfältig studiert. Bemerkenswert ist der Kommentar von Pilatus, des Statthalters von Jerusalem, der den Judas mit folgender Begründung auf freien Fuß hatte setzen wollen: “«Dieser Mann sagt», sprach der Statthalter, «daß er nicht Jesus sei, sondern ein gewisser Judas, der die Soldaten zu Jesus geführt habe, ihn festzunehmen, und er sagt, daß Jesus der Galiläer ihn durch seine Zauberkunst so verwandelt habe. Wenn dies also wahr wäre, wäre es ein großes Unrecht, ihn zu töten, da er ja unschuldig ist. Wenn er aber Jesus ist und leugnet, daß er es ist, dann hat er gewiß den Verstand verloren, und es wäre Sünde, einen Narren zu töten.»” (a. a. O., S. 302)

    Genau besehen hätten die Jünger Jesu schon bei ihrer letzten Zusammenkunft, bei ihrem Lamm-Festessen aus Anlaß des Passah-Festes wissen oder zumindest ahnen können, was geschehen würde, heißt es doch im Bericht des Apostels, Jesus habe allen Jüngern die Füße gewaschen und dann gesagt: „Ich habe euch gewaschen, doch seid ihr nicht alle rein, da alles Wasser des Meeres den nicht waschen wird, der mir nicht glaubt.” Dies sagte Jesus, weil er wußte, wer ihn verriet. Die Jünger waren betrübt über diese Worte, als Jesus von neuem sprach: “Wahrlich sage ich euch, daß einer von euch mich verraten wird, so daß man mich verkaufen wird wie ein Schaf; aber wehe ihm, denn er wird all das erfüllen, was unser Vater David von solch einem sagte, daß er in die Grube fallen wird, die er für andere gegraben hat.” Da schauten die Jünger einander an und sagten bekümmert: “Wer wird der Verräter sein?“ Judas sagte darauf: „Werde ich es sein, o Herr?“ Jesus antwortete: „Du hast mir gesagt, wer es sein wird, der mich verraten wird.“ Und die elf Apostel hörten es nicht. Als das Lamm gegessen war, ging der Teufel in Judas hinein, und er ging aus dem Hause hinaus. Jesus sagte wiederum zu ihm: “Tu geschwind das, was du tun mußt.” (a. a. O., S. 297)

    Von Pilatus geht es zum König Herodes, von Herodes wieder zurück zu Pilatus, Geld spielt in der Sache auch eine wichtige Rolle. Schließlich erleidet Judas den Tod am Kreuz. Und die Geschichte ist mit Blick auf das, was wir christlich Erzogenen einmal gelernt haben, so unglaublich – der Tod des Jesus ein Riesenfake! -, daß wir es verstehen können, daß das Evangelium des Heiligen Apostels Barnabas, des ältesten der Jünger Jesu, von der Paulinischen Christenheit das sicher am meisten gefürchtete aller überlieferten Evangelien war und ist. Denn ohne Kreuzestod keine Auferstehung, ohne Auferstehung kein Osterfest. Und ohne Ostern bricht das System des Paulinischen Christentums in sich zusammen, liebe Kameraden!

    Nach jüdischer Überlieferung bestand und besteht der wichtigste Grund, unseren Herrn Jesus nicht als von Gott gesandten Propheten anzuerkennen, darin, daß er den Kreuzestod erlitten haben soll. Und die Juden sagen, daß nach ihrer Überlieferung es undenkbar ist, daß Gott es zugelassen haben könnte, daß einer seiner geliebten Propheten auf solch unehrenhafte, schändliche Art, wie es die für Verbrecher vorgesehene Kreuzigung ist, zu Tode gebracht wird.

    Anders herum gedacht, bedeutet dies, daß, wenn sich die Wahrheit verbreitet, daß nämlich Judas an der Stelle Jesu gekreuzigt wurde, Jesus also von solchem Makel frei ist, die Juden keinen Grund mehr hätten, Jesus die Anerkennung als Prophet zu verweigern.

    Nach muslimischer Überlieferung ist es völlig ausgeschlossen, daß Allâh es zugelassen haben könnte, daß Jesus gekreuzigt wurde. Jesus galt und gilt den Muslimen als einer der wichtigsten Propheten, der, einem E-Werk vergleichbar, von seinem Herrn mit solcher Macht ausgestattet worden war, daß kein Soldat sich hätte trauen können, sich ihm auch nur zu nähern, ohne daß er in hohem Bogen hinweggeschleudert worden wäre.

    Zur Frage der Kreuzigung und Ermordung sagt das letzte Testament, der Heilige Koran, folgendes: “Aber sie haben ihn weder getötet, noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen bloß so (wa lâkin schubbiha lahum).” (4:157)

    Die Muslime glauben, daß Jesus in der Endzeit gemeinsam mit Mahdi wieder auf die Erde zurückkehren und mit ihm gegen Dadschâl kämpfen und diesen töten wird.

    Und die Muslime glauben, daß sie Jesus insgesamt näher stehen und ihn besser verstehen als die heutigen Christen, und ihnen wird aus berufenem Munde, vom Religionshistoriker H. J. Schoeps nämlich, recht gegeben, der die enge Verwandtschaft der ursprünglichen Lehre Jesu und seinen Nazarenern mit den heutigen Muslimen deutlich erkannte und sein richtungsweisendes Werk "
    Das Judenchristentum" mit dem bemerkenswerten Satz beschließt: « Und somit ergibt sich als Paradox wahrhaft weltgeschichtlichen Ausmaßes die Tatsache, daß das Judenchristentum zwar in der christlichen Kirche untergegangen ist, aber im Islam sich konserviert hat und dadurch in einigen seiner treibenden Impulse bis in unsere Tage hineinreicht.» (2)

    Daß diesem Zeugnis nach die Muslime also die wahren Nachfolger Jesu und damit die besseren Christen als jene sind, die sich heute so nennen, muß von allen paulinisch verführten Christen der Gegenwart natürlich als eine bis ins Mark gehende Provokation empfunden werden. Entsprechend groß ist ihr Haß auf die Muslime, entsprechend groß ist ihre Furcht vor dem Barnabas-Evangelium.

    Viele Jahrhunderte lang hatte das Evangelium des Heiligen Barnabas vor der Öffentlichkeit verborgen gehalten werden können, bis es im 16. Jahrhundert in einer italienischen Übersetzung aus den verschlossenen Bibliotheken des Vatikans herausgebracht wurde und nach einer abenteuerlichen Odyssee heute in der Wiener Staatsbibliothek (Cod. 2662 Eug.) seinen Platz hat.

    Schon die Schriftgelehrten des Altertums hatten sich darüber gewundert, daß das Barnabas-Evangelium aus den alten Codices entfernt worden war. Und bis heute fragt man sich: Was mag der Grund dafür gewesen sein? Was war es und was ist es denn, was uns seit jener Zeit verheimlicht werden soll?

    Daß es nicht Jesus war, der Gesalbte, der den Kreuzestod erlitt, sondern Judas Ischariot, der durch ein göttliches Wunder die Gestalt und das Aussehen Jesu erhalten hatte, wie der Apostel und engste Vertraute Jesu berichtet, war das der aufregende Grund für jene Ächtung? Tatsache ist, daß die Lehre des Barnabas-Evangeliums – keine Dreifaltigkeit, Jesus ein Mensch, Befolgung des jüdischen Ritualgesetzes – mit dem Glauben des nazaräischen Judenchristentums übereinstimmt, wie er von Clemens, dem zweiten Bischof Roms, in den Reisepredigten des Petrus bezeugt wurde.

    Seit dem Erscheinen des Barnabas-Evangeliums in deutscher Sprache (1) war es zu heftigen Auseinandersetzungen der Exegeten um seine Bedeutung und die Geschichte seiner Entstehung gekommen, ein Streit, zu dem an dieser Stelle folgendes angemerkt sei.

    Haben sich die von aufgeschreckten Christen gegen die Echtheit des Evangeliums ins Feld geführten Einwände im Rahmen neuer Forschungen zunehmend als Bumerang erwiesen, sofern gerade sie die Authentizität und den hohen Rang des Werkes in nur um so hellerem Licht erstrahlen ließen, zeigt sich die Brisanz dieser Heiligen Schrift darin, daß es das gegenwärtige (paulinische) Christentum als eine gravierende Verfälschung der ursprünglichen Lehre Jesu und allesentscheidender Momente seiner Lebensgeschichte erweist. Daß es dabei zugleich eine Nähe zu den alten Judenchristen und ebenso zur muslimischen Sicht Jesu, des Sohnes der Maria, erkennen läßt, kommt aus paulinischer Sicht erschreckend hinzu.

    Eine von Scharfmachern regelrecht inszenierte Kampagne zur Herabsetzung der Authentizität des Werkes hat inzwischen schon den Charakter verzweifelter Zwanghaftigkeit angenommen. So werden die Attacken Jan Slomps und Christine Schirrmachers beispielsweise, es handele sich bei der vorliegenden Schrift nur um die Rache eines zum Islam konvertierten Juden aus dem 16. Jahrhundert, in ungebrochener Stereotypie bis heute fortgesetzt, obwohl sie von Luigi Cirillo, einem Schüler Henry Corbins, schon längst als unhaltbar widerlegt worden waren, der im vorgelegten Werk deutlich Teile eines uralten judenchristlichen Evangeliums erkennt.

    Als hintergründiges Motiv jener von guten Argumenten bislang unbeeindruckt gebliebenen Propaganda gegen das Barnabas-Evangelium zeigt sich indes nurmehr genau das, was ein weiser Mann angesichts eines dem Theologischen Seminar der Universität Freiburg entliehenen Exemplars jener Erstausgabe von Lonsdale and Laura Ragg von 1907 empfand, als er bemerkte, daß es nach fast einem Jahrhundert im Besitze der Theologen noch nicht einmal aufgeschnitten war: “They fear the truth!“

    So kann man dem Werk nur eine weite Verbreitung unter all denen wünschen, die seine Weisheit schätzen, seine umwerfende Schönheit lieben und seine Wahrheit nicht fürchten.


    (1) Das Barnabas Evangelium Wahres Evangelium Jesu, genannt Christus, von Gott der Welt gesandt gemäß dem Bericht des Barnabas, seines Apostels. Spohr Verlag Kandern 1994/2004.
    (2) H. J. Schoeps: Das Judenchistentum. Untersuchungen über Gruppenbildungen und Parteikämpfe in der frühen Christenheit. Franckeverlag Bern 1964.

  23. #53
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    Ich habe das Barnabasevangelium aus einem islamischen Forum herunter geladen. Ich will nur einen Satz zitieren: Jesus ist mit dem Schiff nach Jerusalem gefahren. - Das ist ein Ding der Unmöglichkeit.
    Jesus hat die Liebe zu Gott und den Menschen verkündet. Er hat Gott als einen liebenden Vater bezeichnet, der mehr liebt als ein irdischer Vater. Er wollte damit die Liebe Gottes heraus stellen. Aber dass er Gott als Vater bezeichnete war für die damaligen Juden eine Gotteslästerung.
    Soviel ich weiß sagt auch Muslime, dass Jesus mit diesem Anspruch von der Liebe Gottes gescheitert ist und darum musste Mohammed kommen.
    Freundliche Grüße Noebaum

  24. #54
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    Stimmt es dass Mohammed kommen musste weil Jesus mit seiner Liebesbotschaft gescheitert ist?
    Freundliche Grüße Noebaum

  25. #55
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    Zitat Zitat von noebaum Beitrag anzeigen
    Stimmt es dass Mohammed kommen musste weil Jesus mit seiner Liebesbotschaft gescheitert ist?
    Freundliche Grüße Noebaum
    Also laut dem Islam ist kein Prophet gescheitert.

  26. #56
    Forumsüchtig Avatar von airmano
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    Barnabasevangelium ?

    Na ja, hab' schon bessere Quellen gesehen. Wer will kann sich ja die Gegenseite ansehen, is' aber im Grunde aber gar nicht nötig.

    Im Klartext: Wo ist die Radiokarbondatiering ? Warum wird kein internationales Forscherkomitee zur Einsichtnahme eingeladen? Wo sind die auf dem Internet veröffentlichten Kopien ? Selbst die extrem empfindlichen/zerbrechlichen Qumran Schriftrollen sind heute im Internet öffentlich lesbar.

    Ein Schelm wer böses dabei denkt.


    Airmano
    You can fool some people some times but could it be that people want to get fooled all the time ??
    Bob Marley and me

  27. #57
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    Jesus kann nicht gescheitert sein sonst gäbe es nicht 2 Milliarden Christen. Mir ist klar, dass die meisten Christen die Liebesbotschaft nicht praktizieren, nicht praktFizieren wollen oder nicht können.
    Warum hat im Islam die Liebesbotschaft Jesu eine untergeordnete Stellung. Im Koran ist davon wenig zu spüren.
    Freundliche Grüße Noebaum

  28. #58
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    Zitat Zitat von noebaum Beitrag anzeigen
    Warum hat im Islam die Liebesbotschaft Jesu eine untergeordnete Stellung. Im Koran ist davon wenig zu spüren.
    Freundliche Grüße Noebaum
    Klar gibt es das im Koran. Dies kommt mit dem Begriff Barmherzigkeit zum Vorschein.

  29. #59
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    Barmherzigkeit ist nicht Liebe. Barmherzig kann man aus Verpflichtung sein, weil es der Koran vorschreibt. Liebe aber ist mitfühlend und handelt desshalb barmherzig.
    Freundliche Grüße Noebaum

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