Legend Killer Geschrieben 14. April 2023 Teilen Geschrieben 14. April 2023 Rassismus-Vorwürfe gegen PSG-Trainer Galtier Spotschau, 12.04.2023 21:57 Uhr Nach einer geleakten Mail sind Rassismus-Vorwürfe gegen Trainer Christophe Galtier vom französischen Fußball-Meister Paris Saint-Germain laut geworden. Hintergrund ist ein Vorfall während seiner Zeit beim Club OGC Nizza in der Vorsaison. Französische Medien hatten aus einer E-Mail des damaligen Nizza-Sportdirektors Julien Fournier an die Klub-Eigentümer zitiert. Darin hatte Fournier den Coach beschuldigt, gesagt zu haben, dass "zu viele schwarze und muslimische Spieler" im Kader der Südfranzosen stehen. Galtier bestreitet die Vorwürfe In einer von Galtiers Anwalt veröffentlichten Erklärung gegenüber französischen Medien sagte der Coach, er sei "fassungslos, von dem beleidigenden und verleumderischen" Bericht zu erfahren. Galtier kündigte rechtliche Schritte an. Die Mail von Fournier an Dave Brailsford, dem Sportchef von Klub-Eigentümer Ineos, stammt aus dem August 2021 kurz nach dem Amtsantritt von Galtier. Fournier, der mit dem Coach am Ende nicht das beste Verhältnis hatte, sagte, dass er nicht für die Veröffentlichung der E-Mail verantwortlich gewesen sei. Der Sportdirektor verließ Nizza im Sommer 2022, zur gleichen Zeit wechselte Galtier zu PSG. Dort steht der Coach aktuell stark unter Druck, nachdem der Verein im Champions-League-Achtelfinale am FC Bayern gescheitert war und auch im Pokal bereits ausgeschieden ist. Quelle: dpa Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen Mehr Optionen zum Teilen...
Webmaster Geschrieben vor 13 Stunden Teilen Geschrieben vor 13 Stunden Aus der Presse: November 2004: Beim Länderspiel England gegen Spanien in Madrid werden die schwarzen Fußballer im Team der Briten um Ashley Cole vom Publikum systematisch ausgebuht und mit Affengeschrei verhöhnt. Vorausgegangen war eine rassistische Aussage des spanischen Trainers Luis Aragonés über den damaligen Stürmer des FC Arsenal, den Franzosen Thierry Henry, aus dem sich ein Streit zwischen der britischen Presse und dem Nationaltrainer entwickelte. Februar 2006: Im Trikot des FC Barcelona wird Stürmer Samuel Eto'o bei Real Saragossa von Zuschauern mit rassistischen Rufen beleidigt. "Ich spiele nicht weiter", sagte er und strebte festen Schritts dem Ausgang entgegen. Nach langer Diskussion ließ sich der Kameruner aber von Mitspielern zum Weitermachen überreden. Januar 2013: Nach 26 Minuten im Testspiel des AC Mailand gegen Pro Patria reichte es Kevin-Prince Boateng. Der gebürtige Berliner, damals Nationalspieler Ghanas, führte sein Team vom Feld, weil er und seine dunkelhäutigen Teamkollegen wiederholt von gegnerischen Fans rassistisch verhöhnt worden waren. "Schon nach fünf Minuten gab es Affengeräusche auf der Tribüne, wenn ich am Ball war", sagte Boateng. Das Spiel wurde abgebrochen. Für die konsequente Reaktion bekamen der Bruder von Jérôme Boateng und sein Team viel Anerkennung. Mai 2013: Beim Duell der AS Rom gegen den AC Mailand beleidigen die Heimfans die dunkelhäutigen Milan-Profis Mario Balotelli und Kevin-Prince Boateng mit rassistischen Sprechchören. Das Spiel wird unterbrochen, über die milde Geldstrafe von 50 000 Euro für die Römer diskutieren Italien und der internationale Fußball danach tagelang. Oktober 2013: Manchester City spielt in der Champions League bei ZSKA Moskau. Wegen rassistischer Rufe von den Rängen beschwert sich City-Kapitän Yaya Touré bei Schiedsrichter Ovidiu Hategan. Weil der Unparteiische das aber nur in seinen Spielbericht aufnimmt, aber nicht mit einem Abbruch der Partie droht, hagelt es Kritik. ZSKA muss im nächsten Heimspiel gegen den FC Bayern München auf einen Teil der Zuschauer verzichten. Oktober 2019: Im englischen FA Cup verlassen Torwart Douglas Pajetat und Teamkollege Coby Rowe nach einer Stunde den Rasen. Die Spieler von Haringey Borough waren zuvor von Fans des Gegners Yeovil Town rassistisch beleidigt worden. Die Partie wird abgebrochen, zehn Tage später gewinnt Yeovil das Wiederholungsspiel. Oktober 2019: Das EM-Qualifikationsspiel Englands gegen Bulgarien wird in der ersten Halbzeit zweimal wegen rassistischer Äußerungen bulgarischer Fans unterbrochen. Der Schiedsrichter warnte über den Stadionsprecher vor dem Abbruch der Partie. Englische Spieler hatten bereits vor der Begegnung gedroht, den Rasen in Sofia bei rassistischen Vorfällen gegen einen Spieler zu verlassen. Das taten sie allerdings nicht und gewannen 6:0. November 2019: Der damals 31 Jahre alte Brasilianer Taison von Schachtjor Donezk wird im Duell mit Dynamo Kiew von Zuschauern beleidigt. Er zeigt den Fans den Mittelfinger und schießt den Ball in Richtung Tribüne. Dafür wurde er mit Rot bestraft und verließ unter Tränen das Spielfeld. Im Anschluss ermittelte die Polizei gegen die Zuschauer. November 2019: Fans von Hellas Verona beleidigen Stürmer Mario Balotelli beim Gastspiel mit Brescia Calcio mehrfach mit Affenlauten und rassistischen Rufen. In der 54. Minute stoppt Balotelli während eines Angriffs den Ball, nimmt ihn in die Hände und schießt ihn in Richtung eines Fanblocks der Gastgeber. Anschließend will er den Platz verlassen, Mitspieler und Gegner überreden ihn aber, weiterzuspielen. Februar 2020: Nach den Beleidigungen und Affenlauten gegen FC-Porto-Profi Moussa Marega meldete sich sogar der portugiesische Ministerpräsident António Costa zu Wort. Marega verließ im Februar wenige Minuten nach seinem Siegtor zum 2:1 (60. Minute) gegen Vitoria Guimarães wütend das Spielfeld, weil Fans ihn beleidigt und Affengeräusche gemacht hatten. Der Fußball-Nationalspieler aus Mali ließ sich weder von seinen Teamkollegen noch von Trainer Sérgio Conceição oder Profis des Gegners von seinem Vorhaben abbringen - die später dafür kritisiert wurden, sich nicht angeschlossen zu haben. Februar 2020: Im DFB-Pokalspiel des FC Schalke 04 gegen Hertha BSC beleidigen Schalke-Fans Hertha-Profi Jordan Torunarigha mit Affenlauten. Die Polizei nahm Ermittlungen auf. Der 22 Jahre alte Torunarigha selbst stellte eine Strafanzeige gegen Unbekannt. Schalke bekommt eine Geldstrafe von 50 000 Euro. November 2020: Youssoufa Moukoko wird im A-Jugend-Duell zwischen Borussia Dortmund und dem FC Schalke 04 massiv beschimpft und rassistisch beleidigt. Schalke bekommt eine Geldstrafe und muss die Anzahl der Ordner für Junioren-Spiele gegen Dortmund erhöhen. Dezember 2020: Das Champions-League-Spiel zwischen PSG und Basaksehir wurde wegen einer als rassistisch aufgefassten Äußerung des Vierten Offiziellen abgebrochen worden. Der Assistenztrainer der Gäste, der frühere kamerunische Nationalspieler Pierre Webó, hatte in der ersten Halbzeit die Rote Karte gesehen, dabei soll es zu einer rassistischen Beleidigung durch den Vierten Offiziellen gekommen sein. Sebastian Coltescu wurde vorgeworfen, eine rassistische Formulierung für Schwarze benutzt zu haben. Der Ausdruck "ala negru" war im leeren Prinzenpark-Stadion während der TV-Übertragung deutlich zu hören. Coltescu beschrieb Webó also mittels seiner Hautfarbe und nannte ihn nicht etwa bei seinem Namen oder seiner Funktion als Assistenztrainer. Dezember 2021: Das Auswärtsspiel des VfL Osnabrück beim MSV Duisburg wurde beim Stand von 0:0 abgebrochen. Mehrere Spieler wurden von den Zuschauern rassistisch mit Affenlauten beleidigt. 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Webmaster Geschrieben vor 13 Stunden Teilen Geschrieben vor 13 Stunden Gesänge und Gesten-Was hinter dem Rassismus argentinischer Fussballfans steckt SRF, 15.07.2026 Argentinische Fans sind an der Fussball-WM mehrfach mit rassistischen Gesängen und Gesten aufgefallen. SRF-Südamerika-Korrespondentin Karen Naundorf erklärt, was hinter den rassistischen Vorfällen argentinischer Fussballfans steckt. Wie äussert sich der Rassismus argentinischer Fans? Die offenste Form ist die Gleichsetzung schwarzer Menschen mit Affen oder Tieren. Schwarze Spieler und Fans werden mit Affengesten oder dem Wort «Macaco» beleidigt. Diese Art der Beleidigung richtet sich traditionell besonders gegen Brasilianer. Daneben wird schwarzen Europäern ihre nationale Zugehörigkeit abgesprochen. Es gibt einen argentinischen Fangesang, der etwa behauptet, die schwarzen Spieler Frankreichs seien eigentlich Afrikaner. Auf dritter Ebene treffen im argentinischen Vereinsfussball abwertende Gesänge auch Menschen indigener Herkunft oder aus armen Verhältnissen. Legende:Argentinische Fans sollen zum Beispiel die Anhängerinnen und Anhänger des kapverdischen Teams mit Bierflaschen beworfen und mit rassistischen Sprüchen und Gesängen eingedeckt haben. Von ähnlichen Szenen berichten auch ägyptische Fans. (11.07.2026/Symbolbild)REUTERS/Agustin Marcarian Ist dieser Rassismus auf den Fussball beschränkt? Der Fussball erfindet diesen Rassismus nicht, er macht ihn aber lauter und enthemmter. In Argentinien wird gesellschaftliche Abwertung häufig über Hautfarbe, Herkunft und auch soziale Klasse zugleich ausgedrückt. Begriffe wie «Bolivianer» oder «Paraguayer» können als Schimpfwörter dienen, selbst wenn die betroffene Person gar nicht aus diesen Ländern stammt. Der Fussball greift Vorurteile aus dem Alltag auf und verstärkt sie. Die Erniedrigung des Gegners gehört im argentinischen Fussball fast zur Tradition. Was unterscheidet Argentinien von anderen Ländern Südamerikas? Argentinien unterscheidet sich vor allem durch sein Selbstbild. Die politische und intellektuelle Elite formte Argentinien seit dem 19. Jahrhundert gezielt als weisse und europäisch geprägte Nation. Im 19. Jahrhundert wurde europäische Einwanderung gezielt gefördert, während indigene Gebiete militärisch erobert und schwarze sowie indigene Historie aus Erzählungen verdrängt wurden. Das Land sah sich als modernere und gebildetere Ausnahme des Kontinents. Legende:«Argentinien sah sich lange als europäische Ausnahme auf dem Kontinent: gebildeter, moderner, weisser. Dabei zeigen genetische Studien, dass viele Argentinier sehr wohl indigene und zum Teil auch afrikanische Vorfahren haben», sagt Karen Naundorf. (20.06.2025/Symbolbild)Keystone/EPA EFE/ENRIQUE GARCIA MEDINA Wie werden die Vorfälle in Argentinien aufgenommen? Die Reaktionen sind gespalten. Es gibt Medien, antirassistische Organisationen und auch Fans, die solche Gesänge klar verurteilen. Häufig werden sie aber als Fussballfolklore, Witz oder Provokation ohne rassistische Absicht abgetan. Rassismus wird abstrakt verurteilt, im konkreten Fall jedoch oft relativiert oder totgeschwiegen. Wie reagieren Verband und Nationalmannschaft? Bisher haben sich weder der Verband noch die Nationalmannschaft klar zu den aktuellen Vorfällen geäussert. Schon nach den rassistischen Gesängen der Nationalmannschaft bei der Copa América 2024 entschuldigte sich nur ein Spieler. Ein Regierungsvertreter, der Messi und den Verband zu einer Entschuldigung aufgefordert hatte, wurde danach sogar entlassen. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen Mehr Optionen zum Teilen...
Webmaster Geschrieben vor 13 Stunden Teilen Geschrieben vor 13 Stunden Copa AmericaFrankreichs Fußballverband reicht Beschwerde bei der FIFA wegen rassistischer Gesänge argentinischer Spieler ein Der französische Fußballverband hat eine Beschwerde beim Weltverband FIFA wegen rassistischer Äußerungen argentinischer Nationalspieler angekündigt. 17.07.2024 Abonnieren Link kopieren/teilen Email Der argentinische Nationalspieler Enzo Fernandez. (IMAGO / Icon Sportswire / IMAGO / Rich Graessle / Icon Sportswire) Anlass ist ein Video, das der argentinische Mittelfeldspieler Enzo Fernandez auf Instagram gepostet hatte. Es zeigt argentinische Nationalspieler, die in einem Bus ein abwertendes Lied über französische Spieler afrikanischer Herkunft singen. Das Video entstand nach dem 1:0-Sieg Argentiniens im Finale gegen Kolumbien am Sonntag bei der Copa America – dem südamerikanischen Kontinentalturnier. Der französische Verteidiger Wesley Fofana – ein Mitspieler von Fernandez beim FC Chelsea – postete das Video den Angaben zufolge auf seinen Social-Media-Konten und bezeichnete es als „ungehemmten Rassismus“. Fernandez bat in einem weiteren Beitrag bei Instagram mittlerweile um Entschuldigung. „Schockierende Äußerungen“ Der französische Verband erklärte dazu: „Angesichts der Schwere dieser schockierenden Äußerungen, die den Werten des Sports und den Menschenrechten widersprechen, hat der Präsident des FFF beschlossen, seinen argentinischen Kollegen und die FIFA direkt anzusprechen“. Die FIFA kündigte an, den Fall zu prüfen. „Die FIFA verurteilt jede Form von Diskriminierung durch irgendjemanden, einschließlich Spieler, Fans und Offizielle, aufs Schärfste“, hieß es in einer Mitteilung. Für eine Sanktionierung der Spieler könnte jedoch die südamerikanische Konföderation CONMEBOL zuständig sein. Null-Toleranz-Politik der FIFA Vor dem WM-Finale in Katar zwischen Frankreich und Argentinien vor zwei Jahren hatten bereits einige argentinische Fans die gleichen Gesänge angestimmt. FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte erklärt, dass der Fußball und seine 211 nationalen Verbände eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Rassismus verfolgen müssten und im Mai die Wiedereinsetzung einer Task Force zur Überwachung solcher Vorfälle zugesagt. Diese Nachricht wurde am 17.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet. Zitieren Link zu diesem Kommentar Auf anderen Seiten teilen Mehr Optionen zum Teilen...
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