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[h=2]Verstörende Fox-News-SendungUS-Moderatorin ruft zu Mord an Islamisten auf[/h]

13. Januar 2015, 18:38 Uhr

 

"Wir müssen sie töten!" Mit dieser Aussage im rechten Kampfsender Fox News sorgt die TV-Expertin Jeanine Pirro für Empörung. Sie ist damit nur eine von mehreren provokativen Stimmen des Mediums.

 

Nach den Beschimpfungen des Fox-News-Moderators Sean Hannity gegen einen Imam sorgt der US-Sender mit einer weiteren islamfeindlichen Sendung für Aufsehen: Die TV-Expertin Jeanine Pirro ruft in einem sieben Minuten langen Video zum Massenmord an Islamisten auf. "Wir müssen sie töten. Wir müssen SIE TÖTEN!", sagt die ehemalige Staatsanwältin und Richterin zu Beginn und warnt die Zuschauer: "Sie sind in Gefahr. Ich bin in Gefahr. Wir sind im Krieg. Und es wird nicht aufhören."

Anlass der Wutrede sind die Anschläge dreier Terroristen auf das Pariser Satire-Magazin "Charlie Hebdo". "Nach den brutalen Terrorattacken in Frankreich versteht es hoffentlich jeder", sagt die 63-Jährige. Auch bietet sie gleich eine Lösung für die globale Gefahr. "Es gibt nur eine Gruppe, die diesen Krieg beenden kann. Die Muslime selbst. Unsere Aufgabe ist es, die Muslime bis an die Zähne zu bewaffnen, ihnen alles zu geben, was sie brauchen, um die islamistischen Fanatiker auszuschalten", lautet ihr radikales Konzept. Und wo bleibt dabei die westliche Welt? "Lasst sie (die Muslime) den Job machen, und wenn sie es tun, müssen wir einfach… in die andere Richtung sehen."

[h=2]Pirro fürchtet "umgekehrten Kreuzzug"[/h]Dann redet sich Pirro weiter in Rage und offenbart, dass sie anscheinend zu oft in andere Richtungen gesehen hat – sonst würde sie nicht so viele falsche Informationen verbreiten. „Es ist Zeit aufzuhören, Geld an die arabischen Länder zu schicken, die diese Mission nicht unterstützen“, sagt Pirro. Pakistan sei dabei ganz oben auf der Liste. Abgesehen davon, dass Pakistan nicht zur arabischen Welt gehört, bekämpft das Land extremistische Gruppen seit Jahren.

 

 

Dafür, dass ihre Strategie aufgehen kann, führt Pirro das Beispiel des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi an. "Ein Muslim." Sein Regime habe das Land von islamistischen Fanatikern befreit. Davon ist das Land jedoch weit entfernt. Zu den radikalen Extremisten zählt Pirro zudem die Muslimbrüderschaft. Sie wurde in Ägypten zwar als Terrororganisation eingestuft, doch fordern junge Vertreter der Bewegung beispielsweise die Einführung einer Demokratie mit islamischen Elementen. Der Muslimbruderschaft gehören allein in Ägypten etwa 100.000 Menschen an. Sie gilt als eine der ersten revolutionären islamischen Bewegungen.

Pirro fürchtet einen "umgekehrten Kreuzzug" und einen Genozid an Christen. Muslime seien eingeladen worden, in der Washington National Cathedral zu beten. Die Kathedrale wird als Nationales Haus des Gebets der USA bezeichnet. Zu viel für die erzkonservative Fox-News-Sprecherin: "Sie haben uns durch Immigration erobert. Sie haben uns durch interreligiösen Dialog erobert", sagt Pirro. Dialog hört sich nicht nach einem extremistischen Mittel des Terrors an. Der Aufruf Andersgläubige zu töten doch schon eher.

[h=2]Spott für Fox-News-Experten[/h]Damit ist Pirro bereits die dritte Fox-News-Moderatorin, die in letzter Zeit mit verstörenden Äußerungen für Empörung sorgt. Fox-News-Moderator Sean Hannity hatte den radikalen britischen Islamprediger Anjem Choudary als "bösartigen Hurensohn" beschimpft. Erst gestern erntete Fox-News-Experte Steven Emerson Spott und Häme im Internet, nachdem er sagte, die britische Stadt Birmingham sei angeblich durch und durch muslimisch geprägt. Premierminister David Cameron schaltete sich ein und nannte den US-Sicherheitsexperten einen "totalen Idioten".

Ein Nutzer namens @chris_wilde twitterte unter #foxnewsfacts ein Foto eines Konvois mit Anhängern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat unter schwarzer Flagge und schrieb dazu: "Aus Birmingham wird heute hohes Verkehrsaufkommen gemeldet". Etwa 22 Prozent der eine Million Einwohner Birminghams sind Muslime.

 

Stern, 13.01.2015

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[h=2]Interview-Eklat nach AttentatUS-Moderator beschimpft Imam als "bösartigen Hurensohn"[/h]

10. Januar 2015, 17:20 Uhr

 

In einem Fernsehinterview mit einem radikalen Islamprediger hat ein Fox-News-Moderator wüste Beschimpfungen von sich gegeben. Der Imam ist absoluter Hardliner, aber auch der Moderator ist umstritten.Von Finn Rütten

 

Der erzkonservative US-Sender Fox News hat im Rahmen seiner Berichterstattung über das Terrorattentat von Paris mit einem Interview für einen Eklat gesorgt. Moderator Sean Hannity beleidigte den radikalen britischen Islamprediger Anjem Choudary darin als "bösartigen Hurensohn". Der Imam wiederum erhitzte mit seinen kruden Thesen und der Rechtfertigung der Anschläge von Paris die Gemüter. Es war nicht das erste Interview der beiden. Bereits in früheren hitzigen Debatten hatte Hannity den Prediger ähnlich beschimpft.

Der radikale Imam fordert offen die weltweite Einführung des islamischen Rechts Scharia. Seiner Ansicht nach sollten alle Frauen Burka tragen müssen und Ehebruch und Homosexualität, in seinem Sprachgebrauch "Sodomie", mit dem Tod durch Steinigung bestraft werden. Im Vorfeld des Interviews hatte der Imam via Twitter die Meinungs- und Pressefreiheit angezweifelt. Seiner Meinung nach habe diese bei "Beleidigungen gegen die Proheten Allahs" ihre Grenzen.

Freedom of expression does not extend to insulting the Prophets of Allah, whatever your views on the events in Paris today!
#ParisShooting

— Anjem Choudary (@anjemchoudary)
7. Januar 2015

Hannity, der als einer der einflussreichsten konservativen Meinungsmacher des Landes gilt, sagte zum Imam: "Sie sagen, dass Sie nicht an Redefreiheit, Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit glauben. Stattdessen halten Sie an dem islamischen Faschismus und an dem Grundsatz fest, dass Menschen die Gesetze des Islams befolgen müssen."

Der Imam antwortete: "Als Muslim bist du der Überzeugung, dass die Souveränität und oberste Gewalt nur von Gott ausgeht. Daher glauben wir daran, uns den Geboten Gottes zu unterwerfen."

Der radikale Choudary war bereits zum wiederholten Male auf Fox News als Interviewpartner zu sehen. Außerdem durfte er seine wirre Gedankenwelt im Rahmen der Paris-Berichterstattung alsGegenposition in einem Gastbeitrag für die auflagenstärkste US-Zeitung "USA Today" zusammenfassen. Er sieht eine weltweite Herrschaft des Islam, in der "Juden und Christen geduldet werden, wenn sie sich der Scharia beugen" als einzige Hoffnung für die Menschheit an.

 

 

[h=2]Fox News sehr umstritten[/h]Fox News ist in den USA umstritten. Der von Medienmogul Ruper Murdoch ins Leben gerufene rechtsgerichtete, erzkonservative Fernsehsender machte bereits mehrfach auf sich aufmerksam. So kassierte Fox News harsche Kritik für die Live-Übertragung der Verfolgunsjagd eines Autodiebes mit der Polizei, an dessen Ende sich der Verfolgte vor laufenden Kameras das Leben nahm.

Auch das arg missglückte Interview einer Moderatorin mit einem Muslim, der eine Jesus-Biografie geschrieben hatte, ging um die Welt. Erst Anfang Januar demonstrierten New Yorker Bürger vor Murdochs Medienhaus. Gegner werfen Fox News vor, pro-republikanische Meinungsmache zu betreiben.

Moderator Hannity selbst war ebenfalls schon mehrfach für seinen Umgang mit Interviewpartnern kritisiert worden. Nachdem er den Imam am Ende des Interviews beleidigt, fragt ihn dieser, wie er denn die Waterboarding-Folter von Muslimen durch die CIA rechtfertige. Darauf entgegnet Hannity trocken: "Das waren genau drei Leute, und die hatten es alle verdient."

 

Stern, 10.01.2015

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[h=2]Reaktionen auf Skandal-Tweet von Rupert Murdoch[/h]

[h=2]Die Botschaft des Medienunternehmers Rupert Murdoch auf Twitter, wonach ‚Alle Muslime für den Angriff auf Charlie Hebdo verantwortlich seien‘ ist auf Kritik gestoßen.[/h]Die Reaktionen auf die skandalöse Tweet von Rupert Murdoch gehen weiter. Die Botschaft des Medienunternehmers Rupert Murdoch auf Twitter, wonach ‚Alle Muslime für den Angriff aufCharlie Hebdo verantwortlich seien‘ ist auf Kritik gestoßen. Die Erklaerung von Murdoch wurde auch in der Türkei kritisiert. Verkehrsminister Lütfü Elvan sagte bezüglich der Erklärung des Medienunternehmers zu dem Terrorattentat in Frankreich, diese Person, die den Tweet schrieb, müsse einen krankhaften Seelenzustand haben. Diese Gesinnung sei genauso gefährlich wie die der Angreifer in Frankreich. Der Islam sei die Religion des Friedens und der Brüderlichkeit. Er verurteile diese Personen. Diese Person müsse sich sofort bei allen Muslimen der islamischen Welt entschuldigen. Vizevorsitzender der AK Partei, Süleyman Soylu sagte, diese Art von Erklaerungen seien für die Zukunft der Menschheit völlig verantwortungslos und diese Art von Botschaften , nicht nur bezüglich des Islam, würden die gesamte Menschheit verletzen. Kritik kam nicht nur von Politikern. Der Präsident des strategischen Meinungsinstituts (Stratejik Düşünce Enstitüsü), Birol Akgün sagte, wichtig sei die Bestrafung von Verbrechern, jedoch würde die Beschuldigung Aller, der Religion, der Gesellschaft nicht der modernen Politik entsprechen. Diese Art von Botschaften würden Einheiten wie IS dienen und den Weltfrieden gefährden. Der Vizevorsitzende des strategischen Meinungsinstituts (Stratejik Düşünce Enstitüsü), Mehmet Şahin, sagte, ein Medienunternehmer mit Millionen Follower habe mit dieser Botschaft die Grundlage für Terror gelegt und islamfeindliche Handlungen provoziert.

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