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Muslimische Zukunft Der Islam gehört zu unserem Land – das hat Konsequenzen Von Till-Reimer StoldtPolitik-Redakteur Veröffentlicht am 06.02.2026, WELT, Lesedauer: 5 Minuten Ein gutes Stück deutscher Zukunft ist muslimisch geprägt. Höchste Zeit, mit der eigenen Zukunft freundlicher umzugehen Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa/picture alliance Ein Fünftel unserer Jugend ist muslimisch. Aber noch immer wird debattiert, ob der Islam zu Deutschland gehört, und noch immer prägt oft ein grob undifferenzierter Ton den Umgang mit Muslimen. Hört das nicht auf, kann man unserem Land nur noch eins attestieren: die Lust, sich selbst zu schwächen. „C - A - F - F - E - E, trink nicht so viel Ca-a-a-affee! Nicht für Kinder ist der Türkentrank, schwächt die Nerven, macht dich blass und krank. Sei doch kein Muselmann, der das nicht lassen kann!“ Dieses Kinderlied wurde vor etwa 20 Jahren noch in unseren Schulen gesungen. Was mag ein türkeistämmiger oder muslimischer Schüler dabei wohl empfunden haben? Eine rhetorische Frage. Deshalb wurde das Lied ja auch längst aus dem Curriculum aussortiert. Gut so. Obwohl manche sich wehmütig daran erinnern mögen, wie sie diesen hübschen Kanon einst ganz unschuldig angestimmt haben. Doch des einen nette Kindheitserinnerung ist des anderen Schmerz. Und auch ohne bösen Willen gesungene Breitseiten bleiben Breitseiten. Wir brüskieren unsere muslimische Zukunft Das Beispiel führt vor Augen, was uns bevorsteht: Unser Land sollte Abschied nehmen von gedankenlosen Kränkungen gegen Muslime. Erstens aus selbstverständlicher Rücksichtnahme. Zweitens, weil die Zahl muslimischer Mitbürger steigt. In NRW zum Beispiel, so erinnerte das dortige Schulministerium jüngst, sind mittlerweile gut 20 Prozent aller Schüler Muslime (für andere Bundesländer fehlt es leider an ähnlich präzisen Zahlen). Ein gutes Fünftel unserer Zukunft sollte man nicht, schon gar nicht systematisch, brüskieren. Es sei denn, man will eine gehässige Atmosphäre schaffen, die Muslime aus Deutschland vergrault. Das würde erklären, warum AfD-Politiker aktuell wieder so laut trompeten, der Islam gehöre nicht zu Deutschland. Doch solch ein Versuch wird scheitern. Unsere zu 20 Prozent muslimische Zukunft wird Deutschland kaum verlassen. Auswanderungspläne schmieden Muslime in größerer Zahl einzig für den Fall, dass die AfD an die Macht käme und Millionen Muslime abzuschieben versuchte. Aber dazu wird es Gott sei Dank nicht kommen. Nur eins wird den Rausekel-Strategen gelingen: Sie vergiften das Miteinander und schwächen unser Land. Sie sind sozusagen wahre Integrationsverweigerer. Wäre etwas mehr Rücksicht auf Muslime da nicht die bessere Alternative? Ein paar Beispiele: Muslime tauchen in der Öffentlichkeit meist entweder als „liberale Muslime“ oder als „Islamisten“ auf. Diese Grob-Dichotomie unterschlägt, wo sich ein großer Teil hiesiger Muslime einordnet: zwischen diesen Polen, in der (für deutsche Verhältnisse) mehr oder weniger konservativen Mitte. Warum überhören wir all die Zwischentöne jenseits von grün-roten LSBTI-Muslimen und gefährlichen Islamisten? So erschwert man Muslimen die Beheimatung hierzulande. Wenn die Islamismus-Keule geschwungen wird Ohnehin muss man zunehmend von einer Islamismus-Keule sprechen, die allzu leichtfertig geschwungen wird. Als Islamisten gelten einerseits dschihadistische Terroristen wie der „IS“, die metzeln, steinigen und Hände abhacken. Andererseits fallen darunter friedliche Mitbürger türkischer Abstammung, die sich zur deutschen Demokratie bekennen und mit Terror und Körperstrafen rein gar nichts zu tun haben. Nur mit der Regierung in Ankara – mit der sympathisieren sie. Aber reicht das aus, ihnen das Islamismus-Stigma anzuheften? Laut Experten wird die Türkei zwar autoritär, aber kaum islamistisch regiert. Trotz seiner immensen Machtfülle und einer erfolgreichen Verfassungsreform hat der türkische Präsident die säkulare Verfassungsordnung nie angetastet. Nie hat er versucht, Körperstrafen einzuführen. Stattdessen verfolgt er „IS“-Anhänger. Welchen Sinn ergibt es, so grundverschiedene Muslime in eine einzige unvorteilhafte Begriffs-Schublade zu stecken? Eine Folge dieser Grobetikettierung ist offensichtlich: Viele Muslime fühlen sich von hiesigen Behörden und Medien denunziert. Stramm konservativ und islamistisch ist für sie zweierlei – genauso wie rechtskonservativ und rechtsextrem. Ein bisschen Differenzierung könnte da befriedend wirken. Ist denn politisches Christentum gleich Extremismus? Ähnlich unfair ist die von Politik und Medien verwandte Bezeichnung des Islamismus als „politischer Islam“ (die Kenner wie der langjährige Leiter des NRW-Verfassungsschutzes Burkhard Freier stets ablehnten). Politische Aktivität von Muslimen wird dadurch zum Synonym für Islamismus erklärt. Somit gerät jedes politische Engagement von Muslimen unter Extremismusverdacht. Wie konnte sich eine derart denunzierende Terminologie durchsetzen? Es käme ja auch niemand auf die Idee, jedes politische Engagement von Christen zum „politischen Christentum“ zu küren und dieses als Synonym für christlichen Extremismus zu verwenden. Es wäre Rufmord, den Kirchen Verfassungsfeindlichkeit zu unterstellen, weil sie sich, sagen wir, für den Globalen Süden einsetzen. Wenn aber Muslime für das gleiche Ziel streiten, sollen andere Regeln gelten? Ditib als „Feind“? Nein, das ist kein Umgang! Längst aber hat sich im öffentlichen Umgang mit Muslimen etwas verselbstständigt. Zugegeben: Zuspitzung und plakative Etiketten sind praktisch, bequem. Aber das rechtfertigt keine methodische Grobheit gegen eine Religionsgemeinschaft. Nehmen wir als Beispiel den Moscheeverband Ditib: Kritik an ihm muss möglich sein (und sie wird ja auch reichlich geübt). Aber warum soll man einen Verband mit hunderttausenden Anhängern zum „Feind“ ausrufen? Damit wird man Gläubigen, denen es um Gott und den Nächsten geht, nicht gerecht; genauso wenig wie all den Seelsorgern, Sterbehelfern, Seniorenbegleitern, Nachhilfebetreuern oder Religionsbeauftragten, die sich vor Ort um ihre Gemeindeglieder kümmern. Da muss auch der Autor dieses Textes um Entschuldigung bitten, der sich einmal zu dieser „Feind“-Markierung hat hinreißen lassen. Nein, das ist kein Umgang. Der voreilige Antisemitismus-Vorwurf Auch dass der neue Ditib-Vorsitzende Ramazan Ilikkan, kaum im Amt, sofort als Antisemit geschmäht wurde, war ein grobes Foul – und das auch noch auf Vorschuss. Natürlich wird Ditib von Diyanet (dem türkischen Amt für Religionsangelegenheiten) und damit vom türkischen Staat beeinflusst. Und ein früherer Diyanet-Vorsitzender hat das Existenzrecht Israels tatsächlich während der Hochphase des Gaza-Krieges bestritten. Das gilt aber nicht für Ramazan Ilikkan, seinen Generalsekretär Eyüp Kalyon und viele andere Ditib-Spitzenfunktionäre. Sie alle verdammen Antisemitismus und Auslöschungsfantasien (auch gegenüber dieser Zeitung). Stimmt, einige Ditib-Mitglieder haben sich schon antisemitisch geäußert. Es gab also Gesprächsbedarf. Der Verband hat aber auch längst intensive Gespräche geführt mit deutschen Behörden wie dem Bundesinnenministerium oder der NRW-Staatskanzlei. Und schon zuvor hatte Dititb interne Fortbildungen gegen Antisemitismus gestartet. Deutschland, ein religiöses Zweistromland Was außer verschärften Feindbildern soll es bringen, den Gesamtverband und seine Repräsentanten aufs Geratewohl als antisemitisch zu verunglimpfen? Für Diffamierung der bei Weitem mitgliederstärksten Muslim-Organisation eines Landes sollte nirgends Platz sein – aber ganz bestimmt nicht in einem Land, dessen Zukunft zu 20 Prozent muslimisch ist. Deutschland hat sich in ein religiöses Zweistromland verwandelt. So etwas bleibt nicht folgenlos. Und das muss in den Köpfen ankommen.
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DFB verliert viele Talente Deutschland bekommt jetzt Folgen des Özil-Dramas zu spüren Focus, 27.03.2026 In der Bundesliga tummeln sich immer mehr Fußballtalente, die in Deutschland geboren wurden, aber heute nicht für Deutschland spielen. Die Motive: vielschichtig. Und alles begann mit Mesut Özil. Als Mesut Özil sein Arsenal-Trikot gemeinsam mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in die Kamera hielt, entstand ein Bild, das so viele gesellschaftspolitische Sub- und Metaebenen aufwies, dass es die Gelehrten bis heute beschäftigt. Die Gedanken deutsch-türkischer Fußballer offenbar auch. Acht Jahre danach. Seit Özils Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft, nach der WM 2018, debütierten im DFB-Team nur zwei Profis, die ebenso für die Türkei hätten auflaufen können (Suat Serdar, Deniz Undav). Andersherum entschieden sich sechs in Deutschland geborene Spieler für die Türkei. Zufall? Eher nicht. Vielmehr kriegt Deutschland die Folgen des Özil-Dramas zu spüren. "Der ein oder andere denkt zweimal nach, ob er für Deutschland spielen möchte" "Ich glaube schon, dass das einen Nachgeschmack hinterlassen hat. Da denkt der eine oder andere zweimal nach, ob er für Deutschland spielen möchte", sagt Hamit Altintop, bis 2024 Sportvorstand beim türkischen Verband, im Gespräch mit "11Freunde". Das Fußballmagazin hat sich der Frage angenähert, warum viele deutsche Toptalente mit Migrationshintergrund am Ende nicht beim DFB landen (möchten). Es sind ja nicht nur die Deutsch-Türken. In der Bundesliga tummeln sich zahlreiche Spieler, die aus Deutschland stammen, aber heute nicht für Deutschland spielen. Eine Auswahl: Fisnik Asllani und Ibrahim Maza aus Berlin, Can Uzun aus Regensburg, Josip Stanisic aus München, Malik Tilmann aus Nürnberg, Igor Matanovic und Ermedin Demirovic aus Hamburg, Jens Castrop aus Düsseldorf. Die Motive: vielschichtig, selbstverständlich. Mal sind es emotional-kulturelle Beweggründe. Mal (womöglich falsche) Versprechen konkurrierender Verbände. Mal späte Entwicklungs- und Leistungssprünge, sodass Verband B profitierte, weil es für Verband A nicht gereicht hatte. Zunächst die Fakten. 42,6 Prozent aller Kinder unter fünf Jahren hatten 2024 in Deutschland einen Migrationshintergrund. Im Fußball liegt die Zahl noch höher; aktuell sind von der U15 bis zur U21 beim DFB rund 60 Prozent aller Spieler "betroffen". Entsprechend sensibilisiert – und alarmiert – zeigen sich die Bosse. "Wir haben es zu einem Prioritätsthema gemacht und stecken viel Energie hinein. Es geht um die Substanz des deutschen Fußballs", trommelt DFB-Sportchef Andreas Rettig via "11Freunde". "Opferrolle", "Arroganz": Kämpft DFB nicht genug um seine Fußballjuwelen? Allerdings zitiert das Blatt mehrere anonym gebliebene Spielerberater, die dem DFB in diesem Kontext kein gutes Zeugnis ausstellen. Von "Opferrolle", "Arroganz" und "halbherzigen Gesprächen" ist die Rede, vom öffentlichen Lamentieren statt eigener Schuldeingeständnisse. Kämpft der DFB denn nicht genug um seine Fußballjuwelen? Am Beispiel von Leverkusens Ibrahim Maza setzt sich Rettig energisch zur Wehr: Maza wäre 2026 sicherlich ein WM-Kandidat für Julian Nagelsmann, wählte 2024 aber Algerien. Zuvor war er deutscher U20-Nationalspieler. "Es tut richtig weh, dass wir ihn verloren haben", bekennt Rettig. "Wir hatten gehofft, dass er seine Perspektive bei uns erkennt." Hat er nicht. Weil Algerien bereits heftig um Maza buhlte, als der noch in der Hertha-Jugend kickte. Die Afrikaner lockten mit der Aussicht auf Afrika-Cup und WM-Teilnahme und umgarnten Maza, als wäre er ein Star. So etwas illustriere, wie kompliziert es sei, "Vertrauen und Bindung aufzubauen, wenn andere Verbände mit Angeboten kommen, die wir nicht mitgehen können und wollen", sagt Deutschlands U21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo bei "11Freunde". Maza, so der Eindruck, habe es beim DFB an Wertschätzung gefehlt. Dieses Wort – Wertschätzung – blinkt bei Di Salvo feuerrot auf dem Index: "Da merkst du, dass du keine Chance hast", sagt U21-Nationaltrainer Di Salvo Bremens Torwart Mio Backhaus bestätigt Di Salvo. Mangelnde Wertschätzung? "Überhaupt nicht", sagt er. "Ich bin seit der U15 dabei, und um mich wurde sich immer gut gekümmert." Bei Backhaus, deutscher Vater, japanische Mutter, steht der sportliche Nationenentschluss noch aus. Die Japaner wollen ihn. Vielleicht sogar für die WM. "Wenn ich mich jetzt gegen den DFB und für Japan entscheiden würde", sinniert der 21-Jährige, "dann beträfe das ja gefühlt 100 Menschen, die sich in all den Jahren liebevoll und großartig um mich gekümmert haben. Ich überlege schon, ob sie dann denken würden: Wofür haben wir das eigentlich gemacht?" Backhaus ist ein Profi, wie ihn sich der DFB wünscht: einer, der besonnen abwägt. Andere folgen schneller dem Ruf der sportlichen Quantensprünge, auch wenn die Fälle nie zu pauschalisieren sind und es töricht wäre, gleich berechnendes Kalkül zu unterstellen. Hoffenheims Fisnik Asslani war in den U-Teams lange für Deutschland am Ball, ehe ihn der Kosovo für sich gewann – als A-Nationalspieler, ohne Umschweife. "Da merkst du, dass du keine Chance hast", sagt Di Salvo lakonisch. Freiburgs Igor Matanovic klingt ähnlich: "Wenn man mit 20 schon A-Nationalspieler für ein anderes Land werden kann, ist es schwer, geduldig zu bleiben." Wobei es ihm ohnehin um die persönliche Komponente ging, um Heimat und Verbundenheit: "Es war immer mein Traum, das kroatische Trikot zu tragen." Da half nicht einmal, dass sich U20-Coach Hannes Wolf selbst dann bei ihm erkundigte, als er in der 2. Liga bei St. Pauli keine Tore schoss. Kam die Özil-Entscheidung für Deutschland wirklich von Herzen? Eine abweichende Sachlage gab es bei Frankfurts Can Uzun. Erst spielte er in der Jugend für Deutschland, dann für die Türkei, ehe eine erneute Kehrtwende zum Thema wurde. Di Salvo und Kollegen vermittelten die DFB-Sicht, allerdings saß Uzun einer falschen Annahme auf – jener nämlich, dass er anschließend wieder zurückwechseln könnte. Was ein Trugschluss war. 2024 sagte Uzun dem DFB ab und sprach von einer "Herzensentscheidung" pro Türkei. Eine wuchtige Vokabel. War es damals auch eine bei Özil, der Deutschland vorzog, was ihn in der Türkei zum Verräter machte? Der Özil-Vertraute Altintop – in Gelsenkirchen geboren, aber für die Türkei aktiv – äußerte gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" im Jahr 2010 seine Zweifel. Pikant, wie sich Altintops Worte mit dem Wissen von heute lesen: Über die Hälfte der deutschen A-Nationalspieler hat Migrationshintergrund Der DFB und die Flucht der Fußballtalente. Was ist zu tun, was soll geschehen? Rettig sagt: "Wir werden mit keiner Strategie verhindern können, dass es weitere Fälle wie Uzun und Maza gibt." Zugleich lässt sich das Ganze ja von der anderen Seite betrachten. Über die Hälfte der aktuellen deutschen A-Nationalspieler hat einen Migrationshintergrund. "11Freunde" listet es wie folgt auf: Jamal Musiala hätte auch für England oder Nigeria spielen können, Leroy Sané für Frankreich oder Senegal, Karim Adeyemi für Nigeria oder Rumänien, Aleksandar Pavlovic für Serbien, Jamie Leweling für Ghana, Serge Gnabry für die Elfenbeinküste, Kevin Schade für Nigeria, Assan Ouédraogo für Burkina Faso, Felix Nmecha für England oder Nigeria, Jonathan Tah für die Elfenbeinküste, Malik Thiaw für Finnland oder Senegal, Antonio Rüdiger für Sierra Leone, Ridle Baku für DR Kongo und Waldemar Anton für Usbekistan. Im Nationenkampf um Fußballer mit afrikanischen Wurzeln geht der DFB also verlässlich als Sieger hervor. Die exakten Gründe dafür würden weitere Seiten füllen.
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ABD Hapishanelerinde Dini Dönüşüm İslam’ın Yükselen Rolü. Hapishane Ortamı ve Kimlik Arayışı Cezaevleri, yalnızca suç ve ceza kavramlarının değil, aynı zamanda kimlik, anlam ve yeniden başlangıç arayışının da yoğunlaştığı mekânlardır. Özgürlüğün sınırlandığı bu kapalı alanlarda bireyler çoğu zaman geçmişleriyle yüzleşir, hayatlarını sorgular ve yeni bir yön arar. Bu süreçte din, birçok mahkûm için güçlü bir referans noktası haline gelir. Hapishanede gerçekleşen dini değişimler tek bir nedene dayanmıyor. Psikolojik kırılma, sosyal yalnızlık, suçluluk duygusu ve geleceğe dair belirsizlik gibi unsurlar, manevi yönelimi tetikleyen faktörler arasında yer alır. Bu bağlamda ABD cezaevlerinde İslam’ın dikkat çekici bir büyüme göstermesi, sosyolojik açıdan önemli bir olgu. Cezaevlerinde İslam’ın Yaygınlığı ABD genel nüfusunda Müslümanların oranı düşük seviyede olmasına rağmen, cezaevlerinde bu oran belirgin biçimde daha yüksektir (Fadel, 2019). Çeşitli saha araştırmaları ve hapishane din görevlilerinin gözlemleri, Müslüman mahkûmların oranının genel toplum ortalamasının oldukça üzerinde olduğunu ortaya koymaktadır. Bu artışın önemli bir kısmı, mahkûmiyet sürecinde gerçekleşen dini dönüşümlerden kaynaklanmaktadır. Resmî kurumlar tarafından tutulan kapsamlı ve merkezi veriler bulunmamakla birlikte, akademik çalışmalar İslam’ın cezaevi ortamında en fazla tercih edilen dinlerden biri olduğunu göstermektedir (Ling, Luibrand, 2025). Uzmanlar, bu büyümenin uzun yıllara yayılan bir eğilim olduğunu vurgulamaktadır. Tarihsel Arka Plan ve Siyahi Toplum İslam’ın Amerika’daki geçmişi sanıldığından daha eskidir. Tarihçiler, Afrika’dan getirilen kölelerin bir bölümünün Müslüman olduğunu belirtmektedir. Ancak kölelik sistemi içinde dini pratiklerin bastırılması, İslam’ın kamusal görünürlüğünü büyük ölçüde ortadan kaldırmıştır. 20. yüzyılda ise İslam, özellikle Afro-Amerikan toplum içinde yeniden görünürlük kazanmıştır. Bu dönemde ortaya çıkan Nation of Islam hareketi, dini öğretileri disiplin, özsaygı ve ırkçılığa karşı duruşla birleştirmiştir. Cezaevleri bu hareket için önemli bir zemin oluşturmuştur (Felber, 2018). Hapishanede geçirdiği yıllarda bu harekete katılan Malcolm X, daha sonra ABD kamuoyunda İslam’ın en dikkat çekici temsilcilerinden biri haline gelmiştir (Şahinöz, 2025). Onun hayat hikâyesi, cezaevlerinin bireysel dönüşüm açısından nasıl bir kırılma noktası olabileceğini sembolik biçimde göstermektedir. Benzer şekilde dünya şampiyonu boksör Muhammad Ali, 1960’lı yıllarda İslam’ı seçerek geniş kitlelerin dikkatini bu dine çekmiştir (Şahinöz, 2016). Vietnam Savaşı’na katılmayı reddetmesi ve dini kimliğini açık biçimde ifade etmesi, İslam’ın Amerikan toplumundaki algısını dönüştüren gelişmeler arasında yer almıştır. Ana Akım Sünni İslam’a Yöneliş Başlangıçta Nation of Islam çizgisinde ilerleyen birçok mahkûm, ilerleyen yıllarda klasik Sünni İslam’a yönelmiştir. 1970’lerden itibaren eğitim faaliyetlerinin artması, uluslararası Müslüman kuruluşların desteği ve cezaevlerinde resmi imamlık sisteminin kurulması bu geçişi kolaylaştırmıştır. Günümüzde ABD hapishanelerindeki Müslümanların büyük bölümü Sünni gelenekle ilişkilendirilmektedir. Böylece İslam, tarihsel olarak belirli bir hareketle sınırlı olmaktan çıkmış ve daha geniş bir teolojik çerçeveye oturmuştur. Dini Dönüşümün Nedenleri Cezaevinde İslam’a yönelen mahkûmların motivasyonları çeşitlidir. Manevi boşluk hissi, düzenli ibadet pratiği, disiplinli yaşam tarzı ve güçlü bir topluluk bağı, öne çıkan unsurlar arasında sayılmaktadır. İslam’ın belirgin kurallara dayalı yapısı ve kişisel sorumluluğu vurgulaması, belirsizlik içindeki bireyler için anlamlı bir çerçeve sunmaktadır. Bunun yanında özellikle anlam arayışı, birçok mahkûm için belirleyici bir faktör olarak öne çıkar. Hayatın kırılma noktalarında insan, yaşadıklarını açıklayabilecek tutarlı bir düşünce sistemine ihtiyaç duyar. İslam’ın tevhid merkezli dünya tasavvuru, insanın varoluşunu, sorumluluğunu ve kader anlayışını bütüncül ve rasyonel bir çerçevede ele alması nedeniyle, birçok kişi tarafından mantıksal ve tutarlı bir cevap olarak algılanmaktadır. Bu inanç, suç, pişmanlık ve yeniden başlangıç gibi kavramları da anlamlı bir zemine oturtarak bireye zihinsel netlik sağlayabilmektedir. Ayrıca birçok mahkûmun dini yönelim sürecinde bireysel okuma faaliyetleri belirleyici rol oynamaktadır. Kur’an-ı Kerim’in doğrudan okunması, Hz. Peygamber’in hayatını anlatan siyer eserleri ve klasik tefsir kaynakları, arayış içindeki kişiler için güçlü bir entelektüel ve manevi temas noktası oluşturmaktadır. Özellikle düşünce dünyasını derinleştiren âlimlerin eserleri, metin merkezli bir ikna süreci doğurabilmektedir. Bediüzzaman Said Nursi’nin iman temelli akli izahları ve İmam Gazali’nin kalp ile akıl arasındaki dengeyi kuran yaklaşımı, birçok okuyucu için inancı sadece duygusal değil, aynı zamanda düşünsel olarak da temellendiren bir zemin sunmaktadır. Bu tür okumalar, bireyin İslam’a yönelişini dışsal bir etkiyle değil, içsel bir ikna süreciyle şekillendirmesine katkı sağlayabilmektedir. Ayrıca cezaevlerinde düzenli cemaat namazları, dini eğitim programları ve manevi rehberlik hizmetleri bulunması, İslam’ın kurumsal olarak erişilebilir olmasını sağlamaktadır. Bu durum aktif bir davet faaliyetinden çok, mevcut yapının sunduğu imkanların doğal sonucu olarak değerlendirilmektedir. Kurumsal Yapı ve Din Özgürlüğü ABD Anayasası’nın güvence altına aldığı din özgürlüğü çerçevesinde, birçok cezaevinde Müslüman din görevlileri görev yapmaktadır (Şahinöz, 2018). Cuma namazları, Ramazan ayında iftar düzenlemeleri ve helal gıda seçenekleri gibi uygulamalar kurumsal olarak tanınmaktadır. Bu da İslam’ın geçici bir eğilim değil, kalıcı bir yapı olarak yerleştiğini göstermektedir. Cezaevi yöneticileri ve akademisyenler, dini programların mahkûmlar üzerinde istikrar sağlayıcı bir etkisi olabileceğini ifade etmektedir. Veri Sınırlılıkları ve Genel Değerlendirme Federal sistem ve kişisel verilerin korunması ilkeleri nedeniyle, dini dönüşümlere dair kapsamlı ulusal istatistikler bulunmamaktadır. Bu durum kesin sayısal sonuçlara ulaşmayı zorlaştırmaktadır. Ancak uzun dönemli gözlemler ve bağımsız akademik çalışmalar, İslam’ın ABD cezaevlerinde oransal olarak en hızlı büyüyen dinlerden biri olduğunu göstermektedir. Sosyologlar hapishaneleri, toplumsal değişimlerin yoğunlaştığı mikro alanlar olarak tanımlar. Cezaevlerinde İslam’ın artan görünürlüğü de daha geniş küresel eğilimlerle paralel okunmaktadır. Bu tablo, dinin yalnızca bireysel bir inanç sistemi değil, aynı zamanda kimlik, disiplin ve yeniden inşa sürecinde etkili bir sosyal çerçeve sunduğunu ortaya koymaktadır. Dr. Cemil Şahinöz, Risale Haber, 24.03.2026 Kaynakça Fadel L.: Muslims Over-Represented in State Prisons, Report Finds. Yayınlandığı Yer: National Public Radio, 25.07.2019 Felber G.: Shades of Mississippi. The Nation of Islam´s Prison Organizing, the Carceral State, and the Black Freedom Struggle. Yayınlandığı Yer: Journal of American History, 105 (1), 2018, S. 71-95 Ling L., Luibrand S.: Thousands convert to Islam in prison each year: “I recovered my humanity.“ Yayınlandığı Yer: CBS News, 28.02.2025 Şahinöz C.: Müslüman kahramanlara Hıristiyan cenazesi: Malcolm X ve Muhammed Ali. Yayınlandığı Yer: Risale Haber, 17.06.2016 Şahinöz C.: Seelsorge im Islam: Theorie und Praxis in Deutschland. Springer VS: Wiesbaden, 2018 Şahinöz, C.: Malcolm X: Kimlik ve Özgürleşme Arayışındaki Bir Ömrün Mirası. Yayınlandığı Yer: Perspektif, 19.05.2025
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Islam besser kennenlernen
Webmaster antwortete auf Webmaster's Thema in News und Artikel aus aller Welt
Westfalen Blatt, 24.03.2026 -
Haller Kreisblatt, 21.03.2026
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Darf man an einem Gebet Live am Fernseher mitbeten?
allahsdiener antwortete auf allahsdiener's Thema in Religion
PS: Wenn Ihr noch irgendetwas auf meiner Zitatensammlung unter dem Link https://tigerpedia.net/Zitate.htm sehen solltet, was mit dem Islam nicht übereinstimmt, dann einfach sofort hier posten. Ich werde inschallah hin und wieder hier vorbeischauen und die Zitatensammlung entsprechend richtigstellen, damit keine Irrlehren im Internet verbreitet werden. Vielen Dank und wa alaikum salam -
Darf man an einem Gebet Live am Fernseher mitbeten?
allahsdiener antwortete auf allahsdiener's Thema in Religion
Gut danke, dass ich das weiß. Dann werde ich das Zitat sofort aus meiner Zitatensammlung entfernen. -
Darf man an einem Gebet Live am Fernseher mitbeten?
Legend Killer antwortete auf allahsdiener's Thema in Religion
Man kann nicht mitbeten, nur weil das vom Fernsehen ausgestrahlt wird. Eine Bedingung des gemeinschaftlichen Gebetes ist es, vor Ort dabei zu sein. -
As salamu alaikum, liebe Geschwister, wäre es Shirk, wenn man vor dem Fernsehen betet, wenn das Gebet hinter einem Imam (in einer einzigen Perspektive) ausgestrahlt wird, damit die Zuschauer vor dem Fernsehgerät mitbeten können? Ich frage deshalb, weil ich gehört habe, dass das Fernsehgerät der einäugige Dajjal sein könnte, der sich auch als Prophet und Gott ausgibt und weil das Gebet vor dem Fernsehen Shirk sein könnte und Shirk (Götzendienst) ist die größte Sünde, die im Jenseits niemals vergeben wird und weil auf meiner Zitatensammlung unter https://tigerpedia.net/Zitate.htm steht: "Das Fernsehen soll die fünf täglichen Gebete hinter einem Imam (in einer einzigen Perspektive) senden, damit die Zuschauer vor dem Fernsehgerät mitbeten können!" Also wenn dieses verboten ist, dann lösche ich das ZItat wieder. Vielen Dank für die Information im Voraus! Wa alaikum salam
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Diskriminierende Sprache erkennen
Webmaster antwortete auf Webmaster's Thema in News und Artikel aus aller Welt
