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Qries Qries Qries Qries Qries Qries

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Siehe die Fatwas oben. Mit was wir uns beschäftigen. Ich finde das wahrlich schlimm

 

Schwester, wir beschäftigen uns nicht mit diesen Fatwas, zumindest ich nicht. die Islamkritiker und -hasser, die wollen, dass wir uns damit beschäftigen.

 

Die beiden Fatwas, die die Schwester gepostet hat, die sind für mich nichts anderes als sich über den Islam lustig machen, daher nehme ich sie nicht ernst. Und auch kein aufrichtiger Muslim wird sie ernst nehmen.

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Generell werden in menschlichen Populationen mehr Jungen als Mädchen geboren.

Das stimmt nicht, es werden mehr Mädchen als Jungs geboren, ausserdem führen Männer Kriege und Arbeiten in gefährlichen Brufe, wie Bergbau, Polizei, Feuerwehr.......

 

Jungen sind im Kindesalter anfälliger gegenüber Krankheiten und haben so eine höhere Sterberate. Die moderne Medizin hat dieses Problem mehr oder weniger verschwinden lassen.

 

Das stimmt auch nicht, schau dir diesen Artikel an:

 

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,288233,00.html

 

Wenn nun aber auch noch die Reichen bzw. diejenigen, die es sich leisten können, bis zu 4 Frauen heiraten, dann bleibt für einen nicht unerheblichen Teil der männlichen Bevölkerung nichts mehr übrig.

 

Die Reichen haben so oder so mehrere Frauen, inofiziell. ;)

 

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Ähm moment mal! Ich habe hier weder die Fatwas, noch irgendwas anderes zur Belustigung gepostet! Was ist das denn für eine Unterstellung!!!

Ich bin moslem elahmdülillah und allah behüte mich davor den Islam für meinen Ego nutzen zu lassen.

Ich stelle hier lediglich fragen und muss deswegen keine Islamkritikerin sein, was für ein schwachsinn.

Kritik übe ich an Menschen aus, wie z.b. Gelehrte, aber nicht am Islam selber.

Zum Thema Polygamie sehe ich das ähnlich wie Afterlife. Im Islam wird "teslimiyet" Hingebung gefordert, aber dies auch nicht sinnlos. In der heutigen Zeit ist es kaum noch erforderlich mehrere Frauen zu heiraten, es gibt genug Möglichkeiten diese eventuellen "schutlosen" Frauen bzw bedürftigen, auch anderweitig zu unterstützen. Oder jeder hat ledige Bekannte Verwandte mit denen diese Frauen verheiratet werden können.

Genau dies hat mit Egoismus mancher Männer zu tun, die meinen nach laune heraus sich noch eine und noch eine usw Frau zu nehmen.

Wir alle wissen das sogar Frauen die mädchen gebären oder gar keine Kinder bekommen, diskreminiert werden und schön still schweigen müssen, wenn der Mann eine andere heiratet.

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Ähm moment mal! Ich habe hier weder die Fatwas, noch irgendwas anderes zur Belustigung gepostet! Was ist das denn für eine Unterstellung!!!

 

Damit meine ich nicht dich, sondern diejenigen, die diese FAtwas gemacht haben. ;)

 

Eine Fatwa soll z.B. besagen : Wenn ein Mann und eine Frau zusammen in einem Buero arbeiten und niemand ohne ihre Erlaubnis den Raum betreten duerfen ist es eigentlich Khalwa und verboten. Als Loesung der Situation empfahl dann der Scheich, dass die Frau den Mann an ihrer Brust saugen lassen soll, damit er ihr Milchsohn wird.

 

Wer nimmt diese Fatwa ernst???

Sollen die Frauen ihre erwachsenen Arbeitskollegen stillen oder wie, das ist doch nichts anderes, wie sich über den Islam sich lustig machen.

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Was die Polygamie angeht, es ist so, dass es viele Frauen gibt, die wissen, dass ihre Männer sie mit einer anderen Frau betrügen oder sogar ein unehliches Kind mit ihr haben und wollen trotzdem, dass sie nicht heiraten, sondern verhindern diese Ehe mit aller ihren Kraft, damit die andere Frau und ihr Kind keine Rechte haben, das ist doch Haram oder etwa nicht???

Sie wissen praktisch, dass ihre Männer Ehebruch begehen und wollen trotzdem, dass sie nicht heiraten.

Man darf nicht, was verbieten, was Allah erlaubt hat.

 

Allah swt. sagt im Quran:

 

"O Prophet! Warum verbietest du das, was Allah dir erlaubt hat, um nach der Zufriedenheit deiner Frauen zu trachten? Und Allah ist Allvergebend, Barmherzig."[66:1]

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"Genau dies hat mit Egoismus mancher Männer zu tun, die meinen nach laune heraus sich noch eine und noch eine usw Frau zu nehmen."

 

Thank you

 

 

"Was die Polygamie angeht, es ist so, dass es viele Frauen gibt, die wissen, dass ihre Männer sie mit einer anderen Frau betrügen oder sogar ein unehliches Kind mit ihr haben und wollen trotzdem, dass sie nicht heiraten, sondern verhindern diese Ehe mit aller ihren Kraft, damit die andere Frau und ihr Kind keine Rechte haben, das ist doch Haram oder etwa nicht"

 

Haram ja. Aber ein Muslim, der Wert auf seine Religion gibt, würde zu sowas eher nicht neigen. Angenommen, er tat es. Hat die Frau das Recht bei der Heirat gefordert, gefragt zu werden, darf der Mann sowieso ohne die Erlaubnis seiner Frau keine zweite heiraten.

 

Stell dir doch einmal bitte vor. DEINE Tochter wird die zweite Ehefrau eines Mannes. Nur einmal vorstellen.

Ich glaube und dabei bin ich mir sogar sicher, dass dir das nicht gefallen wird.

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Zu meinen, den Interpretationen der letzten Jahrhundert glauben zu müssen, dass man diese nicht ändern kann, ist eine Geringschätzung des Korans. Wenn man die historischen Gründe und den Sinn dieses Gesetzes nicht untersucht, gibt man dem Vers nur eine Erklärung, lässt es dabei beruhen und entzieht ihm das göttliche. Warum sonst lässt Gott Interpretationen zu?

 

Wo Allah es doch ist, der den Koran für ALLE Zeiten uns gegeben hat.

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Aber ein Muslim, der Wert auf seine Religion gibt, würde zu sowas eher nicht neigen.. Angenommen, er tat es. Hat die Frau das Recht bei der Heirat gefordert, gefragt zu werden, darf der Mann sowieso ohne die Erlaubnis seiner Frau keine zweite heiraten.

 

Das ist doch unrealistisch, weisst du wieviele es unehliche Kinder, Prostituirte und inofizielle Polygamie in den islamischen und nichtislamischen Ländern gibt?

 

Darüberhinaus, ist der Islam eine universelle Religion, Allah swt. hat alle Menschen erschaffen und Er weiss, wie sie denken.

 

Wäre das, was du behauptest wahr, hätte Allah swt. die Polygamie von vorneherein verbietet oder zumindest, hätte der Prophet saw. und die Sahaba keine Mehrehen geführt, sondern einfach gespendet und fertig...

 

 

Wenn man die historischen Gründe und den Sinn dieses Gesetzes nicht untersucht

 

Was sind denn die historischen Gründe und den Sinn der Polygamie???

 

Stell dir doch einmal bitte vor. DEINE Tochter wird die zweite Ehefrau eines Mannes. Nur einmal vorstellen.

Ich glaube und dabei bin ich mir sogar sicher, dass dir das nicht gefallen wird.

 

Ja das ist DEIN Problem, du behandelst die Thematik aus individeller und emotionaler Sicht und nicht ganzheitlich. So sind halt die meisten Frauen. ;)

 

Und übersiest du aber die gesellschaftliche Probleme und damit die bittere Realität, du siehst alles mit Rosa-rote Brille.

 

Du willst also die Polygamie verbieten, obwohl Allah swt. es erlaubt hat.

 

Wie stellst du dir das alles vor? keine ausserehlichen Beziehungen (vor und nach der Ehe) , keine Scheidung, nur eine Frau heiraten, es gibt auch keine unehliche Kinder.. es gibt keine Sünder, alles ist in Ordnung. Tolles und glückliches Leben....keine Probleme in der Ehe...

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Ehrlich gesagt kann ich den Gedanken auch nicht nachvollziehen, das eine Polygamie im Islam "geduldet" wird, aus dem Grund Männer könnten fremdgehen.

Wenn ein Mann, in jeder Handlung an allah denkt, dann wird er weder fremdgehen, noch eine weitere Frau heiraten.

Denn 1. wird im Quran die Mehrehe nur geduldet, weder empfohlen noch befohlen und ausserdem steht ja auch klar, das kaum ein Mann alle Frauen gleich behandeln kann, Liebe, Zuneigung, Geduld, Hilfsbereitschaft usw usw, dies ist aber eine Vorraussetzung.

2.kann man die Prostitution kaum damit begründen, weil die Polygamie nicht oft genug in Betracht gezogen wird.

Jede Frau könnte doch anstatt sich zu prostituieren, direkt heiraten.

Gerade in EU total misslungenes Beispiel.

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Wenn ein Mann, in jeder Handlung an allah denkt, dann wird er weder fremdgehen

Und denken alle Menschen oder Muslime in jeder Handlung an Allah swt.?

 

Machen die Menschen und genau die Muslime keine Sünden?

 

noch eine weitere Frau heiraten

 

Also hat der Prophet saw., deiner Meinung nach, nicht in jeder seiner Handlung an Allah gedacht???

 

Dieser Sicht ist durch und durch christlich und total unrealistich. :)

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Ne mo0ment mal, das hatten wir ja schon geklärt warum unser Prophet (saw) mehrere Frauen geheiratet hat. Das waren Kriegszeiten. oder willst Du jetzt sagen er hatte angst davor fremdzugehen. Ähm das wäre dann wenn ich so argumentieren würde wie du shirk, oder?
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Ne mo0ment mal, das hatten wir ja schon geklärt warum unser Prophet (saw) mehrere Frauen geheiratet hat. Das waren Kriegszeiten. oder willst Du jetzt sagen er hatte angst davor fremdzugehen. Ähm das wäre dann wenn ich so argumentieren würde wie du shirk, oder?

 

Wie bitte? shirk?

Aha jetzt bin ich Muschrika, weil ich sage Allah swt. die Mehrehe erlaubt!

 

Ausserdem, ich hab nicht gesagt, der Prophet saw. hat mehrere Frauen geheiratet, weil er Angst hatte fremdzugehen, sondern, weil Allah swt ihm das erlaubt hat..ja!

 

Und der Prophet Mohammed saw. oder anderen Propheten und Sahaba haben mehrehe geführt nicht nur wegen Krieg. Oder wo steht diese Voraussetzung überhaupt???

 

Die Voraussetzung zur Mehrehen ist die Gerechtigkeit zw. den Frauen und nicht den Krieg. ;)

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Lamya

Ich verbiete die Mehrehe nicht. Ich bin nur gegen das Verständnis, dass sie und der Sinn nicht verstanden wird. Jeder soll von mir aus soviele heiraten wie er mag. Solange die Frau nichts dagegen hat. Aber die Mehrehe soll nicht so verstanden werden, dass dadurch man was gutes tut und man nach der Sunnah leben würde. Wenn das besser wäre als die Einehe, dann hätte Gott das uns befohlen, statt den Vers aufgrund eines Krieges und um den Frauen zu helfen, zu offenbaren.

 

Ich habe sehr lange die Mehrehe verteidigt, aber mittlerweile versteh ich, dass sie nicht eine Regel, sondern zur unsern Zeit eine Ausnahme ist.

 

Aber ich glaube, Toxicant möchte über ihre eigenen Themen diskutieren. Deshalb ist dies mein letzter Beitrag jetzt. Außerdem gibt es für Polygamie jetzt nen anderen Thread :)

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nein allah bewahre, ich nenne niemanden einen kafir oder sonst was, ich sagte nachdem Du meine Sicht als christlich ansiehst, müsste ich dann nach deinem Argumentierstil dir dann sagen das es shirk ist dem Propheten etwas übles nachzureden.

Aber Afterlife, irgendwie gehört dies dann ja auch zum Thema Reformation. Also ich mag den Titel Reformation und bin auch absolut gegen eine Modernisierung oder ähnliches. Aber wenn man Verse wirklich nur zeitgemäß betrachten soll, also wenn es der Quran bzw allah von uns verlangt, dann müssen wir als Muslims natürlich umdenken.

Sicher muss es einen Sinn haben, das der Quran vielseitig interpretierbar ist, aber die Grenze von interpretation zu überinterpretieren oder gar aus dem Kontext zu reissen, kann sehr schmal sein. Wem soll man diese Aufgabe zutrauen? Meine Frage ist ja nach wie vor, soll denn nun jeder für sich den Quran interpretieren?

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"Sicher muss es einen Sinn haben, das der Quran vielseitig interpretierbar ist, aber die Grenze von interpretation zu �berinterpretieren oder gar aus dem Kontext zu reissen, kann sehr schmal sein.

Wem soll man diese Aufgabe zutrauen? Meine Frage ist ja nach wie vor, soll denn nun jeder f�r sich den Quran interpretieren? "

 

Da hast du Recht. Dieses Bedenken habe ich auch immer. Eigentlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was ihm richtig scheint oder nicht. Die Meinungen der Gelehrten sind natürlich wichtig, aber als gläubiger Muslim trifft man die letzte Entscheidung. Was aber nicht heißen soll, dass man die Gelehrten nicht ernst nehmen darf.

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Salam 'Alaikum,

 

Ich wollte nur noch kurz was zu der "linken Hand" sagen:

 

Sahih Muslim 23.5008: Ibn 'Umar berichtete, dass der Gesandte Gottes sagte: "Wenn einer von euch beabsichtigt zu essen, so soll er mit seiner rechten Hand essen. Und wenn er beabsichtigt (etwas) zu trinken, so sollte er mit seiner rechten Hand trinken. Denn Satan isst und trinkt mit seiner linken Hand. (Siehe auch Nummer 5007-5012)

 

und auch:

 

Verwende nicht deine linke Hand beim Essen oder Trinken, denn Satan verwendet seine linke Hand beim Essen oder Trinken. (Hanbal 2/8,33)

 

Wa Salam.

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Eine Reformation im Islam hieße aber, Veränderungen im Alltag und dies würde die Religion von Grund aus ändern. Grundlegende Merkmale des Islams, wie z.B. das Schweinefleisch- und Alkoholverbot, das Tragen eines Kopftuches, müssten verändert oder komplett abgeschafft werden.

 

Diese Darstellung finde ich schon ziemlich überzogen (auch, wenn es im nächsten Satz etwas relativiert wird), und ich denke auch, dass die meisten Muslime, die von "Reform" reden, auch nicht das Umschreiben oder Verwerfen des Qurans meinen.

 

Es ist eben auch eine Frage, was man unter "Reform", bzw. "Reformation" versteht. Natürlich ist hier im Westen der Begriff "Reformation" zu einem Synonym des Begriffs "Aufklärung" geworden. Und da gebe ich dem Text recht, dass man den Prozess der Aufklärung im Christentum nicht auf den Islam übertragen kann, weil ganz andere historische Entwicklungen zugrunde liegen.

 

Wenn Muslime von "Reform" reden, ist dagegen meist etwas anderes gemeint, wobei es auch mehrere, z.T. sehr unterschiedliche und manchmal sogar entgegengesetzte Ansätze gibt. So schreiben sich wahabitische Gruppen z.B. das Wort "Reform" auf ihre Fahnen und meinen damit, den ihrer Meinung nach "deformierten" -weil zu laxen- Islam wieder zurechtzubiegen, was dann leider zur völligen Erstarrung des Islams führen kann.

 

Andere dagegen wollen mit einer Reform gerade solche erstarrten Denkstrukturen "knacken", und so wieder zu der dynamischen, lebendigen "Diskussionskultur" des frühen Islams (s.z.B. Idschtihad) zurückzukehren, den Islam sozusagen wiederzubeleben. (Was ja in manchen Internet-Foren mehr oder weniger gut stattfindet. Bei Misawa meiner Meinung nach -alhamdoulillah- recht gut)

 

Für Andere wiederum bedeutet eine Reform die Konsequenz aus einer Art Positionsbestimmung des "Islam im Westen". Die lange gültige -vermeintliche?- Einteilung in "das Haus des Islams" und "das Haus des Krieges" gilt so nicht mehr, der Islam ist im Westen angekommen, Teil des gesellschaftlichen Lebens geworden, ist neuen Fragestellungen des Miteinanderlebens ausgesetzt -womit die Gesellschaften, in denen die Muslime jetzt ihre Rechte auf die in den jeweiligen Verfassungen verbürgten Religionsfreiheit fordern und ihr Muslim-Sein auch hier ausgestalten wollen, mindestens genauso Probleme zu haben scheinen, wie die Muslime selbst und mit Angst und Ablehnung darauf reagieren.

 

Aber keiner dieser Ansätze geht davon aus, den Quran und die Sunna verändern oder verwerfen zu wollen. (Wobei ich das am ehesten dem wahabitischen Ansatz unterstellen würde.)

 

Natürlich gibt es auch solche Gruppierungen, die z.B. den Quran umschreiben wollen -googlet mal "Islam Reform" - aber die wollen meiner Meinung nach nur den Weg des geringsten Widerstands nehmen oder werden - für die, die an Verschwörungstheorien glauben möchten, von dubiosen Stellen - vielleicht der PI - benutzt und finanziert ;-)

 

Man sollte also schon klar unterscheiden zwischen "Reformation" und "Reform" und nicht hinter jedem Reform-Muslim gleich einen abtrünnigen Umstürzler oder Irregeleiteten sehn.

 

 

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Andere dagegen wollen mit einer Reform gerade solche erstarrten Denkstrukturen "knacken", und so wieder zu der dynamischen, lebendigen "Diskussionskultur" des frühen Islams (s.z.B. Idschtihad) zurückzukehren, den Islam sozusagen wiederzubeleben. (Was ja in manchen Internet-Foren mehr oder weniger gut stattfindet. Bei Misawa meiner Meinung nach -alhamdoulillah- recht gut)

 

Idschtihad (Verfahren zur Rechtsfindung bei zeitgenössischer Umstände und Fragestellungen, die vorher nie behandelt worden sind) und tadschdid (Wiederbelebung) gab im Islam schon immer, allerdings fanden nicht in Foren statt, sondern ausschliesslich von den Gelehrten des islamischen Rechts und Islamwissenschaftlern, die sich mit dem Islam ausreichend auskennen.

 

Die Frage ist, wer soll/will eine Islam-Reform durchführen und warum überhaupt und wo und mit wem arbeitet der jenige zusammen???

 

Ich meine Pluralismus gab im Islam schon immer, da können wir die Länder oder auch die Einzelnen Personen nicht dazu zwingen gleich zu denken und zu handeln. Das wäre auch undemokratisch.

 

Aber was in der Tat der Islam oder das islamische Recht (Scharia) ist entscheiden allerdings nur die Muslime selbst und zwar die Mehrheit der Gelehrten.

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:selam:

 

Natürlich KANN und soll es hier im Internet nicht um Rechtsfindung oder Rechtssprechung gehen, das wird auch weiterhin den Gelehrten überlassen.

 

Gerade im Internet und anderen Medien, aber auch im "Real-Life" in Europa, wo Muslime aus so viel verschiedenen Kulturen zusammen gekommen sind, zeigt sich der Pluralismus des Islams wahrscheinlich deutlicher, als es die Muslime früherer Generationen wahrgenommen haben.

 

Meiner Meinung nach ist dieser Pluralismus ein Teil, der die Auseinandersetzung mit dem Islam lebendig macht. (Ich meine mich zu erinnern, von einem Hadith gehört zu haben, in dem der Prophet (saw) in etwa gesagt haben soll: "Meinungsverschiedenheiten sind ein Segen für meine Umma." Habe dieses Hadith aber bisher in keiner mir vorliegenden Hadith-Sammlungen wiedergefunden. Weiss da jemand vielleicht mehr?)

 

Natürlich werden die "Reform-Ansätze" ebenso pluralistisch sein. So, wie es nicht eine einzige homogene Ausprägung - obwohl alle auf Quran und Sunna basieren - des Islams gibt, wird es auch keine einheitliche Reform geben.

 

Mein Ansatz war ja auch gewesen, dass es vielen, die von "Reformen" sprechen, nicht darum geht, den ganzen Islam umzukrempeln und auf den Kopf zu stellen.

 

Aber auch die Gelehrten müssen sich immer wieder mit neuen Fragestellungen beschäftigen, wie z.B. der Umgang mit den Neuen Medien, mit TV und Internet, oder aber das Leben von Muslimen in einem nicht-islamischen Umfeld. Und ein guter Gelehrter wird sicher nicht die Augen und Ohren vor dem Diskurs über den Islam, der in den westlichen Ländern geführt wird, verschließen. Insofern ist ein lebendiger Islam in einem ständigen Re-Formierungsprozess, der sich mit immer neu gestellten Fragen und gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen auseinderzusetzen hat.

 

Aber was in der Tat der Islam oder das islamische Recht (Scharia) ist entscheiden allerdings nur die Muslime selbst und zwar die Mehrheit der Gelehrten.

 

Am liebsten würden ja die europäischen Nicht-Muslime den Islam reformieren!!! Sie sind es vor allem, die eine "Aufklärung" im Islam fordern, und einen Muslim erst dann als integriert ansehen, wenn er Sonntagsmorgens mit zum Frühschoppen kommt.

 

Ich selber berufe mich bei meinen Gedanken über die Reform des Islams vor allem auf Tariq Ramadan, der ja auch immer von Reform spricht - sein neuestes(?) Buch heißt ja auch "Radikale Reform", hab ich aber noch nicht gelesen. Und ihm kann man sicherlich nicht vorwerfen, dass er sich von Quran und Sunna entfernt.

 

 

 

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Aber auch die Gelehrten müssen sich immer wieder mit neuen Fragestellungen beschäftigen, wie z.B. der Umgang mit den Neuen Medien, mit TV und Internet, oder aber das Leben von Muslimen in einem nicht-islamischen Umfeld. Und ein guter Gelehrter wird sicher nicht die Augen und Ohren vor dem Diskurs über den Islam, der in den westlichen Ländern geführt wird, verschließen. Insofern ist ein lebendiger Islam in einem ständigen Re-Formierungsprozess, der sich mit immer neu gestellten Fragen und gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen auseinderzusetzen hat.

 

Ja die klassischen Gelehrten der 4 Rechtschulen tun das auch und das auch in den jeweiligen islamischen Länder, Weil nicht nur der Islam in Europa angekommen ist, sondern hat Europa auch (durch die kolonisation) die islamischen Länder beeinflusst bzw. vergewaltigt.

 

nur ich weiss nicht, warum man in Europa so tut als, ob dies nicht der Fall ist. Das ist eher eine politische und intrigerische Angelegenheit, finde ich um die Anerkennung des Islam als Weltreligion in Europa zu verzögern. Sie nutzen gerade mal den Pluralismus im Islam dafür aus oder nehmen sie es als Vorwand, anderer seite lehnen eine einheitliche Islamvorstellung durch Demokratie (Mehrheit der Gelehrten also die 4 Rechtsschulen bzw. ein Konsens der Gelehrten aller Gruppierungen) ab.

 

Man redet über Islam-Reform, als ob die meisten Muslime Radikal, Wahabitisch oder gewaltätig wären oder als ob ihre Etische und moralische Vorstellungen (vorallem was die rechte der Frauen angeht) sehr weit von den abrahamischen Vorstellungen entfernt seien, sodass eine Integration der Muslime in Europa und die Anerkennung des klassischen Islam in Europa unmöglich sei.

 

Ich selber berufe mich bei meinen Gedanken über die Reform des Islams vor allem auf Tariq Ramadan, der ja auch immer von Reform spricht - sein neuestes(?) Buch heißt ja auch "Radikale Reform", hab ich aber noch nicht gelesen. Und ihm kann man sicherlich nicht vorwerfen, dass er sich von Quran und Sunna entfernt.

 

Tarik Ramadan spricht selber nicht von Islam-Reform, sondern nur von Zeitgemässe Interpretation (Tadschdid)

 

gerademal Tarik Ramdan und andere, wie z.B. Fethullah Gülen, werden vorallem von den Europäer heftigst kritisiert und sind umstritten.

 

Ihnen wird vorgeworfen konservativ oder radikal zu sein oder als wölfe im Schafspelz bis hin zu Terroristen beschimpft.

 

 

Also, was verlangen die Europäer von den Muslimen überhaupt, dass der Islam hier in Europa als Religion anerkannt und vertreten wird?

Sie lehnen alle alternative Ansätze ab, solang man nicht völlig von Quran und Sunnah sich entfernt.

 

Man könnte schon längst einfach demokratisch an die Sache rangehen und eine Lösung finden und die islamische Bevölkerung in Europa befragen, was sie für eine Islaminterpretation möchte, aber da die Muslime in Europa meistens klassiker sind und jeweils an ihre Herkunfsländer sich Orientieren, versucht man eine horgeschaukelte Debatte künstlisch zu erzeugen.

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@Lamya

 

Da sind wir uns ja mal ziemlich einig.

 

Hab mir dann auch im Nachhinein gedacht, dass der Titel des Buches von T.R. "Radikale Reform" sicher vom deutschen Herausgeber stammt.

 

Aber wie gesagt, geht es hier, zumindest innerislamisch, eher um Begriffe. Oft ist, wenn hier im Westen von muslimischer Seite der Begriff "Reform" genannt wird, auch z.B. die "Zeitgemäße Interpretation" gemeint. (Weiß nicht, ob es im Arabischen oder Türkischen auch den Begriff "Reform" in dieser Form gibt, und was man in diesem Sprachraum darunter versteht. Vielleicht läßt sich das auch nicht übertragen.)

 

Wie die Nicht-Muslime sich eine Reform oder eine "Aufklärung" des Islams vorstellen: ich denke, da müssen wir uns hier nicht näher mit auseinandersetzen.

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Aber wie gesagt, geht es hier, zumindest innerislamisch, eher um Begriffe. Oft ist, wenn hier im Westen von muslimischer Seite der Begriff "Reform" genannt wird, auch z.B. die "Zeitgemäße Interpretation" gemeint. (Weiß nicht, ob es im Arabischen oder Türkischen auch den Begriff "Reform" in dieser Form gibt, und was man in diesem Sprachraum darunter versteht. Vielleicht läßt sich das auch nicht übertragen.)

 

Es kommt darauf an, was man unter "Zeitgemäße Interpretation" versteht oder meint, das ist ja sehr unterschiedlich, oft wird auch damit eine Reform gemeint, manchmal "Tadschdid" (zeitgemäßer wiederbelebung) mit sehr wenigen Korrekturen oder Anpassungen im Verständnis der Quellen mit neuem, zeitgemäßen und kräftigen Überzeugungsart und Entdeckung neuer Weisheiten in den Quellen, die wir in unserer Zeit nötig haben, um unseren Glauben zu stärken und steigern.

 

Eine Reform ist eher eine Veränderung der Gebote und Verbote, wie z.B. dass man sagt: Zinsverzehr muss heute zutage erlaubt werden, da ohne geht es ja gar nicht mehr oder das Kopftuch braucht man nichtmehr, da diese Schutzfunktion des Kopftuches , die Frauen nichtmehr brauchen (wie Lamya Kaddor behauptet) oder ähnliches...

 

Aber eine Ansicht hat sich in die Islamwissenschaft durchgesetzt und zwar, dass man die Gebote und Verbote die im Quran feststehen nicht verändern kann, es sei denn, durch den Quran selbst.

 

Ich find persönlich, dass eine veränderung der Gebote und Verbote aus einer Schwäche des Glaubens, Egoismus und persönliche Neigung resultiert oder aber aus Unwissenheit oder persönliche schlechte Erfahrungen mit Menschen, die Allahs Gebote und Verbote missbraucht haben, um persönliche Vorteile daraus zu ziehen.

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Obwohl ich da manchmal, wenn ich "Fakten" der liberalen Muslims höre, ins wanken komme, sehe ich das genauso wie Lamya im letzten posting.

Nur kann man sich da mit denen tot diskutieren, wenn jmd keine Einsicht hat und absolut an der eigenen Meinung beharrt, wie auch beim Thema KT, dann kann man diese mit Argumenten ersticken und doch wird es sich nicht ändern.

Allah hidayet etsin....

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