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[h=2]Merkel-Besuch in der TürkeiDas Problem mit dem dubiosen Herrn Gülen[/h]Berlin soll härter gegen Anhänger des Predigers Gülen vorgehen, fordert die Türkei. Für Merkel ein Dilemma: Sie will sich nicht zu Ankaras Handlanger machen - aber auch nicht die Machenschaften der Sekte dulden.

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Von Maximilian Popp

 

 

Mittwoch, 01.02.2017 18:27 Uhr

 

 

 

 

Wenn Kanzlerin Angela Merkel an diesem Donnerstag den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Ankara trifft, muss sie sich abermals mit einem Mann beschäftigen, der mehrere tausend Kilometer von der Türkei entfernt in den USA im Exil lebt: mit dem Islamistenprediger Fethullah Gülen.

 

 

Erdogan beschuldigt Gülen, den Militäraufstand vom 15. Juli 2016 orchestriert zu haben und verfolgt dessen Anhänger. Mehr als 200.000 Staatsbeamte wurden seit dem Putschversuch verhaftet oder vom Dienst suspendiert - die Regierung bezichtigt sie, der Gülen-Gemeinde nahezustehen.

Die Türkei setzt zudem ausländische Regierungen unter Druck, vermeintliche Verschwörer auszuliefern. Vergangene Woche weigerte sich Griechenland, acht türkische Soldaten an die Türkei zu überstellen - und löste damit eine diplomatische Krise zwischen den beiden Staaten aus.

 

Der Bundesregierung hat Ankara in der Vergangenheit vorgeworfen, nichts gegen die Anhänger der Gülen-Bewegung in Deutschland zu unternehmen. Vor dem Besuch der Kanzlerin drängt Erdogan nun auf ein härteres Vorgehen.

 

 

DER SPIEGEL und "Report Mainz" berichteten, dass etwa 40 türkische Nato-Soldaten in Deutschland Asyl beantragt haben. Der türkische Verteidigungsminister Fikri Isik hat die Bundesregierung aufgefordert, die Gesuche abzulehnen. "Selbstverständlich wird die Gülen-Terrororganisation Teil der Gespräche zwischen Erdogan und Merkel sein", so ein türkischer Regierungsbeamter.

In der Türkei zweifelt kaum jemand daran, dass Kader der Gülen-Sekte an dem Putschversuch beteiligt waren. Die Regierung hat bislang aber kaum Beweise vorgelegt, dass Gülen den Aufstand angeleitet hat. Der Prediger selbst bestreitet dies ohnehin.

Ein halbes Jahr nach dem Putsch seien noch immer etliche Fragen offen, sagt Gareth Jenkins, Türkei-Experte am Central Asia-Caucasus Institute. "Sicher ist nur: Erdogan und die Gülen-Gemeinde haben die Demokratie in der Türkei lange vor dem 15. Juli gemeinsam beschädigt."

Macht missbraucht, Kritiker ausgeschaltet

 

Liberale Akademiker und Journalisten wie der "Cumhuriyet"-Reporter Ahmet Sik haben dokumentiert, wie Anhänger der Gülen-Sekte in den vergangenen Jahren Polizei, Justiz und Militär in der Türkei unterwanderten. Sie waren es auch, die am meisten unter der Erdogan-Gülen-Koalition litten.

Gülen-Kader missbrauchten ihre Macht, um sich selbst zu bereichern und Kritiker auszuschalten. Ahmet Sik und sein Kollege Nedim Sener landeten, wie viele andere türkische Intellektuelle, nach kritischen Beiträgen über Gülen im Gefängnis. Ihre Verhaftung wurde durch eine Schmutzkampagne in Gülen-Medien wie der Tageszeitung "Zaman" begleitet.

Erst nachdem sich Erdogan und Gülen 2011 über Machtfragen zerstritten, begann die Regierung, gegen Kader der Gemeinde vorzugehen. Gülen selbst war noch vor Amtsantritt Erdogans in den Neunzigerjahren vor einem Gerichtsverfahren in die USA geflohen. Seine Anhänger haben in 160 Ländern Schulen gegründet, eröffneten Universitäten, Medienhäuser, Kliniken, eine Bank.

Gülens Netzwerk: Schulen, Zeitungen, Fernsehsender

Je mehr die Gülen-Bewegung in der Türkei an Boden verliert, desto wichtiger werden ihre Unternehmungen im Ausland. Alleine in Deutschland betrieben Gülen-Kader zwischenzeitlich über 150 Nachhilfezentren, 30 Schulen, Print- und Onlinezeitungen, Radio- und Fernsehsender, sowie ein Dutzend sogenannter Dialogvereine.

Funktionäre der Gemeinde wie Ercan Karakoyun, der Vorsitzende der Berliner Stiftung Dialog und Bildung, behaupten, ihr Engagement diene der Verständigung zwischen Migranten und Mehrheitsgesellschaft. Aussteiger hingegen bezeichneten die Gülen-Bewegung im SPIEGEL bereits 2012 als "islamistischen Geheimbund" mit Fethullah Gülen als Paten an der Spitze.

In den Wohngemeinschaften der Gemeinde, den "Lichthäusern", werden Schüler und Studenten auch in Deutschland massiv unter Druck gesetzt, die Regeln Gülens einzuhalten. Das berichten ehemalige und aktuelle Bewohner. Die Sekte schreibt ihnen vor, welche Bücher sie zu lesen und welche Filme sie zu gucken haben, welche Freunde sie treffen und wann und ob sie ihre Familien sehen dürfen. Vorsteher, "große Brüder" genannt, legen Protokolle über jeden einzelnen Bewohner an. In Bildungseinrichtungen der Bewegung soll es wiederholt zu Fällen von Mobbing und Gewalt gekommen sein. Von Gülen-Funktionären wird die Kritik zurückgewiesen. In den "Lichthäusern" gehe alles mit rechten Dingen zu.

Einschüchterung von Journalisten

Gülen betont in Interviews gerne, wie wichtig Pressefreiheit ist. Doch nachdem der Beitrag über die Sekte 2012 im SPIEGEL erschien, traten seine Anhänger eine Kampagne los.

Innerhalb weniger Tage gingen beim SPIEGEL 2000 Leserbriefe ein, die sich fast alle im Wortlaut glichen. Gülen-Anhänger initiierten einen offenen Brief und legten Beschwerden beim Presserat ein, die allesamt abgeschmettert wurden. Sie heuerten die Krisen-PR-Firma Burson-Marsteller an, die zuvor Unternehmen wie ExxonMobil und Diktatoren wie Augusto Pinochet beraten hat. In Gülen-Medien wie der mittlerweile geschlossenen Zeitung "Zaman" erschienen Artikel, die behaupteten, der SPIEGEL würde Zitate fälschen, Gesprächspartner bedrohen, Kontakt zur türkischen Mafia unterhalten.

Das alles ist harmlos im Vergleich dazu, was türkischen Journalisten, die kritisch über Gülen schrieben, widerfuhr. "Die Gülen-Sekte ist nicht jene friedliebende Bildungsbewegung, als die sie sich gerne darstellt", sagt Türkei-Experte Jenkins. "Sie ist eine Interessensgemeinschaft, die demokratiefeindliche, antiliberale Methoden nie gescheut hat."

 

In einem Papier des Verfassungsschutzes Baden-Württemberg heißt es, Gülens Gedankengut stehe in mancherlei Hinsicht im Widerspruch zur freiheitlich demokratischen Grundordnung. Die Bewegung verfolge einen türkischen Nationalismus in "seriösem Gewand" mit "islamistischen Komponenten".

Die Bundesregierung steht nun vor einem Dilemma: Entweder sie geht strenger als bisher gegen die Gülen-Bewegung vor und riskiert damit, als Handlanger Erdogans dazustehen. Oder sie tut es nicht und handelt sich damit womöglich den Vorwurf ein, die radikalen Umtriebe einer dubiosen Religionsgemeinschaft zu ignorieren. "Bei dem Thema Gülen", sagt eine Koalitionspolitikerin, "können wir letztlich nur verlieren."

 

 

Spiegel Online

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[h=2]Gülens Rolle beim Türkei-PutschImam der Armee[/h]Die Gülen-Gemeinde präsentiert sich im Westen als moderat-religiöse Bildungsbewegung. Etliche Indizien sprechen jedoch dafür, dass ihre Kader die treibende Kraft hinter dem Putschversuch gegen Erdogan waren.

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Von Maximilian Popp, Ankara

 

 

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AFP

 

 

Denkmal in Istanbul für die Opfer des Putschversuchs vom 15. Juli 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

Samstag, 15.07.2017 17:26 Uhr

 

 

 

 

Der Luftwaffenstützpunkt Akinci liegt 25 Kilometer von Ankara entfernt auf einem Hügel. Er galt lange Zeit als einer der am besten gesicherten Flughäfen der Türkei. Das Militär hatte hier drei Staffeln F16-Jets stationiert. Bis in die Neunzigerjahre lagerten die US-Amerikaner in Akinci Nuklearwaffen. Zivilisten ist der Zugang zur Militäranlage verboten.

 

 

 

 

 

 

 

Trotzdem nahmen am frühen Morgen des 16. Juli 2016 türkische Polizisten den Theologen Adil Öksüz in Akinci fest. Er soll in den Stunden zuvor von dem Stützpunkt aus den Putsch gegen Präsident Recep Tayyip Erdogankoordiniert haben.

Soldaten hielten die Bosporusbrücke und den Atatürk-Flughafen in Istanbul besetzt. Sie bombardierten das Parlament und den Präsidentenpalast in Ankara. Erst nach schweren Gefechten gelang es der Regierung, die Kontrolle über das Land zurückzugewinnen. Fast 300 Menschen starben bei dem Aufstand, mehrere Tausend wurden verletzt.

Im Video:

Der Türkei-Korrespondent Maximilian Popp über die Folgen des Putsches für die Türkei.

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Video

 

 

 

REUTERS/Spiegel Online

 

 

 

 

Am Samstag jährt sich der gescheiterte Putschversuch zum ersten Mal. Die Regierung hat dem Land eine mehrtägige Gedenkfeier verordnet. Doch nach wie vor ist umstritten, was genau am 15. Juli 2016 in der Türkei geschehen ist.

 

 

 

 

 

Präsident Erdogan beschuldigt den Islamistenprediger Fethullah Gülen, den Aufstand angeführt zu haben. Gülen hingegen behauptet, der Umsturzversuch sei eine Inszenierung von Erdogan, der so seine Herrschaft ausdehnen wolle.

Die Regierung hat bislang keinen Beweis für eine Beteiligung Gülens am Putsch erbracht. Doch zahlreiche Indizien deuten darauf hin, dass Gefolgsleute des Predigers tatsächlich die treibende Kraft hinter dem Aufstand waren. Die türkische Staatsanwaltschaft hält den Theologen Adil Öksüz dabei für eine Schlüsselfigur.

Die Soldaten gehorchten dem Imam - nicht den Generälen

Öksüz, 50 Jahre alt, ein gedrungener Mann mit Schnauzer und Halbglatze, hat in seiner Laufbahn als Akademiker an einer Provinzuniversität in Westanatolien außer seiner Doktorarbeit nichts publiziert. Sein Einfluss ist trotzdem groß. Öksüz gilt als Vertrauter Gülens. Videos zeigen die beiden beim gemeinsamen Gebet und auf Gülens Anwesen in Pennsylvania, USA.

 

Gülen hat ein Reich aus Schulen, Universitäten und Medienhäusern in mehr als hundert Ländern geschaffen. Seine Anhänger besetzten Schlüsselstellen im türkischen Staat. Gülen hat für jede Institution einen Führer bestimmt, einen sogenannten Imam. Adil Öksüz, das sagen Gülen-Kader, war der "Imam der Armee" und dafür verantwortlich, den Einfluss der Gülen-Bewegung auf die Streitkräfte zu wahren. Etliche Soldaten gehorchten ihm angeblich mehr als dem Generalstab.

Lange Zeit kontrollierten Erdogan und Gülen die Türkei gemeinsam. Spätestens 2013 zerstritten sie sich endgültig über Machtfragen. Erdogan verfolgt die Anhänger des Predigers seither als Terroristen, die Gülen-Gemeinde will den Staatschef loswerden.

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DPA

 

 

Fethullah Gülen

 

 

Am 9. Juli 2016, sechs Tage vor dem Putsch, versammelte Öksüz in einer Villa im Nordwesten Ankaras eine Gruppe Männer: Zwei Generäle der türkischen Armee, einen Admiral, Zivilisten.

Die Gruppe ging, so sagten Zeugen später gegenüber der türkischen Staatsanwaltschaft aus, die letzten Details eines Plans durch, den Öksüz ausgearbeitet hatte: Ein Team aus Elitesoldaten sollte den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan festnehmen und auf ein Schiff im Mittelmeer bringen. Armeechef Hulusi Akar sollte überredet werden, den Aufstand anzuführen.

Der Putschversuch scheiterte unter anderem am fehlenden Rückhalt durch das Volk. Auch die Militärführung beteiligte sich nicht an der Revolte. Öksüz wurde nach seiner Festnahme von einem Untersuchungsrichter freigelassen - aus Gründen, die nach wie vor rätselhaft sind. Er befindet sich seither auf der Flucht.

Fotostrecke

 

 

 

26 Bilder

Türkei: Der Putsch vom 15. Juli 2016

Die Gülen-Gemeinde stellt sich im Westen als moderat-islamische Bildungsbewegung dar. In Wahrheit ist sie eine Art Mafia, die bei der Verfolgung ihrer Ziele kriminelle Methoden nie gescheut hat. Gülen-Kader haben durch Schmutzkampagnen und Schauprozesse über Jahre hinweg Kritiker aus dem Weg geräumt, Menschen ins Gefängnis gebracht oder in den Selbstmord getrieben.

Erdogan hat die Kader der Gemeinde gefördert und instrumentalisiert. In den sogenannten Ergenekon- und Balyoz-Verfahren, die von Gülen-Richtern gesteuert wurden und zu grundlosen Verhaftung Hunderter säkularer Offiziere, Journalisten, Akademiker führten, ernannte er sich zum "obersten Strafverfolger".

Die Prozesse haben jenes Vakuum im Militär geschaffen, das Gülen-Kader später füllten. Nach den Säuberungen sei die Gülen-Gemeinde als einzige Fraktion im Militär stark genug gewesen, es mit Erdogan aufzunehmen, sagt James Jeffrey, der ehemalige US-Botschafter in Ankara, im Magazin "New Yorker". Jeffrey hat keinen Zweifel daran, dass die Gülen-Gemeinde den Putsch angeführt hat. Andere Gruppen, Kemalisten, Ultranationalisten, hätten sich womöglich angeschlossen.

Putschversuch Türkei (Berichte vom 16.07.2016)

 

http://cdn1.spiegel.de/images/image-1024114-breitwandaufmacher-uiex-1024114.jpgWas wir wissen und was wir nicht wissen

 

 

 

 

 

Mehrere Beschuldigte haben inzwischen bekannt, am 15. Juli im Auftrag Gülens gehandelt zu haben. Militärchef Hulusi Akar sagt, die Aufständischen haben ihm angeboten, ihn mit ihrem Anführer Fethullah Gülen in Kontakt zu bringen.

Präsident Erdogan hat die Ermittlungen gegen mutmaßliche Putschisten durch seine Hexenjagd gegen Oppositionelle diskreditiert. Er denunziert inzwischen so gut wie jeden, der ihm widerspricht, als Gülen-Anhänger. Fast 140.000 Staatsbeamte haben ihren Job verloren, etwa 50.000 Menschen wurden verhaftet. Das Verbrechen vom 15. Juli selbst ist dabei mehr und mehr in den Hintergrund getreten.

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tragosso

 

Wie kann es eigentlich sein , dass Sultan Erdoğan sämtliche Menschen , die über 100 Ecken was mit Fetö zu tun hatten oder jemals etwas an diese Organisation gespendet haben einsperrt und sich selbst dabei davon kommen lässt, obwohl er selber beste Freunde mit Gülen gewesen ist ?

Selbst schuldlose ehemalige Bewohner der Herbergen sowie Heimen entlässt ?

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Aussteiger sprechen über Geheimorganisation

Stand: 04.07.2022 15:11 Uhr

Aussteiger und Anhänger erheben schwere Vorwürfe gegen die Gülen-Bewegung. In Interviews mit dem SWR sprechen sie von einer Geheimorganisation innerhalb des Netzwerks und nachrichtendienstlichen Methoden.

Von Stefanie Schoene und Ahmet Şenyurt, SWR

In Deutschland präsentiert sich die türkische Gülen-Bewegung als Netzwerk, das sich für Menschenrechte und Demokratie stark macht. Statt Moscheen unterhält sie Bildungsvereine. In der Türkei - das legen SWR-Recherchen nahe - soll die Bewegung nachrichtendienstliche Mittel eingesetzt und Anhänger unter Druck gesetzt haben. Aussteiger und aktive Gülen-Anhänger erheben schwere Vorwürfe.

"Wir haben eine geheime Agenda. Wir haben ein System der Überwachung etabliert, das sehr systematisch und geplant im Einsatz ist", sagte etwa Vahdettin Polat dem SWR. Polat war nach eigenen Angaben zwölf Jahre lang bis 2016 Mitglied einer geheimen Überwachungseinheit innerhalb der Gülen-Bewegung. Ihr Name ist "Hususi Hizmet", auf Deutsch Sonder- oder Spezialdienst. Diese Einheit soll wichtige Institutionen des türkischen Staates mit treuen Anhängern unterwandert haben. Polat ist der erste hochrangige Ex-Gülen-Anhänger, der einem deutschen Medium von der Geheimorganisation berichtet.

"Ich hatte die Aufgabe, mich mit den Militärs zu treffen, mich um sie zu kümmern, mir ihre Probleme anzuhören, sie regelmäßig zu besuchen. Das war eine Art von religiöser Führung." Auf die Frage, wie "Hususi Hizmet" generell vorgeht, erklärt Polat: "Wir sprechen von einer Struktur, die nach klassischen Geheimdienstmethoden arbeitet."

Er habe inzwischen mit der Bewegung gebrochen, sagt Polat. Er wurde nach dem Putschversuch 2016 in der Türkei, hinter dem die Gülen-Bewegung stehen soll, verhaftet. Er machte eine umfassende Aussage. 2019 verurteilte ihn ein Istanbuler Gericht wegen Mitgliedschaft in einer bewaffneten terroristischen Vereinigung zu 16 Jahren Haft. Polat ging in Berufung. Da das Urteil, das dem SWR vorliegt, noch nicht rechtskräftig ist, ist er auf freiem Fuß.

Vom Unterstützer zum Gegner

Die Gülen-Bewegung und Präsident Recep Tayyip Erdogan waren nicht immer Gegner. Als Erdogan 2002 Ministerpräsident wurde, unterstützte ihn der Prediger Fethullah mit seinem Netzwerk. Zum offenen Bruch kam es 2013, als Polizisten und Staatsanwälte, die Gülen nahestanden, wegen Korruption gegen Erdogans Familie und das Kabinett ermittelten. Erdogan schlug mit Strafversetzungen dieser Beamten zurück. Wenige Wochen vor dem Putsch 2016 erklärte Erdogan, damals seit zwei Jahren Staatspräsident, seine ehemaligen Verbündeten zur Terrororganisation.

Als Teile des Militärs im Jahr 2016 einen Putschversuch unternahmen, sollen Gülen-Anhänger beteiligt gewesen sein, so die Regierung. Auch Günter Seufert, Leiter der Forschungsgruppe Türkei der Stiftung Wissenschaft und Politik, sieht "eine Reihe von Indizien dafür, dass dies tatsächlich der Fall gewesen ist". Die Gülen-Bewegung selbst bestreitet das.

Massenverfolgung der Gülen-Anhänger

Nach dem Putschversuch begann eine Massenverfolgung der Gülen-Anhänger, die bis heute andauert. Bei den hunderttausenden Verfahren bleiben rechtsstaatliche Grundsätze oft außer Kraft gesetzt. Offiziellen Zahlen zufolge leiteten die Staatsanwaltschaften gegen 500.000 Menschen Ermittlungen ein, 28.000 Menschen sitzen in Haft, 120.000 Beamte und Angestellte wurden mit einem Betätigungsverbot aus dem öffentlichen Dienst entlassen.

Nach Auffassung türkischer Gerichte rekrutierte die Gülen-Bewegung in ihren Bildungseinrichtungen Jugendliche und bildete sie als Spitzel aus, um sie im Militär und anderen Institutionen der Türkei in Stellung zu bringen.

Dies schildern allerdings auch Insider dem SWR. Zudem beschaffe und nutze die Gülen-Bewegung gezielt Informationen über ihre Anhänger und setze sie unter Druck - auch in Deutschland. Polat sagt, Verantwortliche des "Hususi Hizmet" hätten sich frühzeitig ins Ausland abgesetzt und lebten nun in Europa, auch in Deutschland. Die Organisation nutze die Freiheiten und Freiräume der demokratischen Gesellschaften.  

In Deutschland aktiv

Der Politikwissenschaftler und Jurist Önder Aytaç ist ein prominenter Vertreter der Gülen-Bewegung. Seit 2019 lebt er in Deutschland. Früher war er stellvertretender Leiter der Polizeiakademie in Ankara und Antiterror-Berater im türkischen Innenministerium. Aytaç kennt Gülen seit seiner Kindheit persönlich.

Mit Aytaç spricht zum ersten Mal ein prominenter Anhänger der Bewegung über seine Befürchtung, geheime Einheiten der Bewegung könnten auch in Deutschland aktiv sein. Er ist überzeugt: "Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa und anderen Teilen der Welt haben die Anhänger diese Strukturen aufgebaut und versuchen, sie weiter zu betreiben." Aytaç warnt aber auch vor einem Generalverdacht. Er schätzt, dass der Anteil der geheimen Hususi-Einheiten an der gesamten Organisationsstruktur der Gülen-Bewegung bei fünf Prozent liegt.

Die Gülen-Bewegung weitete Ende 1980er-Jahre ihr Netzwerk nach Deutschland aus. 150.000 Deutsch-Türken sollen heute dazu gehören. Sie betreiben nach eigenen Angaben etwa 300 Vereine, Stiftungen, 22 Schulen, etwa 3000 Unternehmen sowie mehrere Nachrichtenportale, Verlage und andere Medien.

Bei wichtigen Veranstaltungen trifft man auf hochrangige Vertreter, zuletzt bei der Wahl des Bundespräsidenten im Februar: Ercan Karakoyun ist Vorstandsvorsitzender der Stiftung Dialog und Bildung in Berlin, die sich in Berlin als Hauptbotschafterin Gülens versteht. Er twitterte ein Foto, das ihn zusammen mit Frank-Walter Steinmeier zeigt.

Ihre Bekenntnisse zu Transparenz und Demokratie kämen in Deutschland gut an, sagt Friedmann Eißler, Islambeauftragter der Evangelischen Landeskirche Baden-Württemberg. Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt er sich mit der Gülen-Bewegung und steht in Kontakt mit Funktionsträgern der Stiftung. "Das, was wir von der Gülen-Bewegung nach außen sehen, das sind ja smarte, junge Leute, die jetzt hier partizipieren an der Gesellschaft. Sich Dialog und Bildung auf die Fahnen schreiben. Und das ist das, was wir wünschen von den Menschen mit dem sogenannten Migrationshintergrund."

"Autoritäre Strukturen"

Der Islamwissenschaftler Florian Volm hatte während seinen Forschungen Zugang zu Funktionären der Gülen-Bewegung in Deutschland und beschreibt "autoritäre Strukturen". Seinen Erfahrungen nach gehe es intern nicht darum, die Basis der Bewegung in Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen oder Ideen und Lösungsvorschläge aufzunehmen. "Es geht darum, dass man unten Leute hat, Kinder, Jugendliche, Männer, Frauen, die einfach das umsetzen, was der Kader oben beschließt."

In Deutschland klagen Interviewpartner über eine rigide Geschlechtertrennung, Personenkult sowie Kontrolle in Wohnheimen und anderen Einrichtungen der Bewegung. Der SWR konfrontierte die Stiftung Dialog und Bildung dazu und zu weiteren Aspekten mit zwei Anfragen innerhalb von sechs Wochen. Doch die 18 Fragen zu den Recherchen und Vorwürfen bleiben unbeantwortet. Alle, die mit dem SWR sprachen, wünschen sich von der deutschen Gesellschaft weniger Naivität und mehr Wachsamkeit im Umgang mit der Gülen-Bewegung.

Deutsche Sicherheitsbehörden sagen dem SWR, dass sie im Zusammenhang mit der Gülen-Bewegung aktuell keinen Grund zur Besorgnis sehen.

 

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Gülen-Bewegung: Dialog zwischen Integrationsarbeit und Sektenwahn

 

Umut Ali Öksüz, Dr. Cemil Şahinöz

 

Der Begriff Sekte ist ursprünglich ein christlich konnotierter Begriff und ist auf Grund des charakteristischen Typus des Christentums auf diesen anwendbar. Einen vergleichbaren Begriff gibt es in anderen Religionen nicht. Inhaltlich betrachtet gibt es jedoch auch in anderen Religionen Sekten, bzw. Gruppen, die die gleichen Kriterien erfüllen. So soll in diesem Artikel geschaut werden, ob die religionssoziologischen Kriterien für eine Sekte auf die Gülen Bewegung zutreffen.

 

Definition und Kriterien

 

Max Webers “Soziologische Grundbegriffe“ endet mit einem Vergleich von Kirche und Sekten. Demnach wird man in die Kirche „hineingeboren“, wohin eine Sekte „nur die religiös Qualifizierten persönlich in sich aufnimmt“. Er verweist dabei auf Kriterien der Religionssoziologie, in der der Begriff Sekte, den es schon seit der Antike gibt, inhaltlich entwickelt wurde.

 

Unabhängig davon, dass es einige unterschiedliche Definitionen vom Sektenbegriff gibt, gibt es auch minimale Kriterien von Sekten, die die unterschiedlichen Definitionen gemeinsam haben. Laut Frank-Xaver Kaufmann sind das Kriterien wie Gemeinschaftscharakter, freiwillige Mitgliedschaft, allgemeines Priestertum und eine klare und scharfe Abgrenzung „mit Hilfe der eigenen, meist radikal-religiösen Auffassungen gegen die vorherrschende Kultur“. Im Allgemeinen haben sich Sekten von der Urreligion abgespalten und befinden sich im Konflikt und überwiegend auch in einer Konkurrenzbeziehung zu ihr.

 

Ähnlich wie Radikale und extreme Gruppen, bieten Sekten ein vereinfachtes, dichotomisiertes Weltbild. Die Welt ist aufgeteilt in „die Guten“ und „die Bösen“. Die Guten, das sind die Mitglieder der Sekte, versuchen die Welt zu verbessern. Die Bösen, alle außerhalb der Sekte, sind verblendet und sehen die Wahrheit nicht.

 

Diese Guten sehen sich durch die Zugehörigkeit als eine auserwählte Elitegruppe, die es geschafft hat. Sie gehören zu denjenigen, die letztendlich als Sieger hervortreten werden, auch wenn sie ggf. gegenwärtig angefeindet werden würden. Daher haben die Mitglieder auch meistens immer die gleiche Meinung zu unterschiedlichen Themen, so dass sie gleichgeschaltet wirken. Auch wirken Argumente zu Diskussionsthemen auswendiggelernt, da sie innerhalb der Gruppe immer wieder thematisiert werden und die einzigen akzeptierten, legitimen Meinungen sind.

 

In Sekten gibt es unter den Mitgliedern daher einen großen sozialen Druck, um weiterhin als Elite bestehen zu können. Alle Mitglieder kontrollieren sich gegenseitig und versuchen die meist irrationalen Gesetzlichkeiten innerhalb der Gemeinschaft durchzusetzen.

 

Diese Gesetze und Regeln führen zu einer Komplexitätsreduzierung. Der moderne Alltag ist viel zu komplex und macht Entscheidungen schwierig. Sekten vereinfachen dies, in dem sie ein einfaches Model anbieten. Damit wird sie attraktiv für viele Menschen, vor allem für Personen, die eine Konfliktbiographie hatten.

 

Menschen mit einer schwierigen Vergangenheit haben in Sekten die Möglichkeit, Sinn und Orientierung zu finden. Sie finden und bekommen eine Wertschätzung und Geborgenheit, die sie von ihrem Umfeld, z.B. von ihrer Familien, sonst nicht erhalten hatten.

 

Daher kommt es häufig vor, dass Sektenmitglieder von ihren Familien, die nicht auch Sektenmitglieder sind, getrennt werden und jeglicher Kontakt untersagt wird. Nur so kann eine erfolgreiche Indoktrination funktionieren.

 

Um die ideologische Indoktrination zu perfektionieren, wird meistens auch jeglicher Kontakt mit Außenstehenden reduziert. Auf diese Art und Weise werden besonders Kinder und Jugendliche mit dem Gedankengut der Sekte sozialisiert. Diese Generationen sind es dann, die viel stärker an die Sekte gebunden sind, als z.B. Erwachsene, die in älteren Jahren zur Sekte gestoßen sind. Die in der Sekte sozialisierten und groß gewordenen Mitglieder sind dann materiell und immateriell an die Sekte gebunden und abhängig von ihr. Eine Trennung ist meist mit viel Kraft, Trauma und psychischen Störungen verbunden.

 

Sekten können ohne eine Zentral, ohne einen Führer nicht funktionieren. Der Führer ist jedoch kein gewöhnlicher Geistlicher, sondern jemand mit “Sonderfunktionen“, die direkt von Gott (!) bereit gestellt werden. So wird der Sektenführer zu einem heiligen, unantastbaren Halbgott, der auf keine Art und Weise kritisiert werden darf.

 

Sekten, die eine bestimmte Mitgliedergröße erreichen, verwandeln sich in modernen Gesellschaften auch zunehmend in Wirtschaftsunternehmen und große Organisationen, die primär Angebote für ihre eigenen Mitglieder generieren aber auch „Öffentlichkeitsarbeit“ leisten, um das Image der Sekte zu verbessern und zu Missionieren.

 

Vergleich mit der Gülen-Bewegung

 

Sektenähnliche Strukturen fangen bereits im Kindesalter mit ihrer Indoktrination an. Durch verschiedene Angebote werden Kinder und Jugendliche in differenzierten Stufen in eine ideologisierte Elite heranerzogen und leben die Lehren ihrer Meister weiter. Eine der bekanntesten und umstrittensten Bewegungen in Deutschland, die eine große Sektenähnlichkeit besitzt, ist die Gülen-Bewegung, auch bekannt als Hizmet-Bewegung.

 

Die Gülen-Bewegung ist seit über 30 Jahren in Deutschland verhüllt aktiv, seit ca. fünf Jahren gibt es erste öffentliche Sprecher oder Einrichtungen für Anlaufstellen.

 

Das Netzwerk der Bewegung ist weltweit bekannt und steuert diverse pädagogische und soziale Einrichtungen sowie Projekte im interreligiösen Bereich. Seit dem Putschversuch in der Türkei 2016 ist die Gülen Bewegung in Deutschland in aller Munde. Das äußere Auftreten der Bewegung symbolisiert wichtige Fundamente, die für ein gemeinsames Miteinander unverzichtbar sind. Integrationsbereitschaft, Dialog, Bildung und Toleranz – alles Schlüsselbegriffe, die von einer verdeckten Indoktrination lenken sollen. Viele Kritiker in Deutschland werfen der Bewegung seit Jahren vor, sektenähnliche Methoden zu verwenden.

 

Aktuell spricht die Bundesregierung von einer Neubewertung der Bewegung, es liegen interne Berichte der deutschen Botschaft aus Ankara vor, die eine Sektenähnlichkeit nochmals unterstreicht. Wenn Strukturen und Merkmale einer funktionierenden Sekte mit der Gülen Bewegung verglichen werden, dann sind deutliche Gemeinsamkeiten erkennbar.

 

Jede Sekte hat einen Meister und strikte hierarchische Strukturen. Der Meister Fethullah Gülen gibt sämtliche Regeln und Lebenspraktiken vor und unterrichtet konstant seine Anhänger mit Inhalten, die direkten Eingriff in das Leben bzw. Privatleben eindringen. Dies berichten u.a. etliche Aussteiger und hochrangige Vertreter. In Sekten ist es üblich, dass der Führer einer Gruppierung niemals kritisiert oder hinterfragt wird. Es gibt kaum kritische Äußerungen oder Publikationen von der Bewegung, die Fethullah Gülen in Frage stellen. Zudem gibt es in der Gruppe ein Weltbild von „gut“ und „böse“. Alle, die der Bewegung folgen, alle Sympathisanten, alle, die nichts hinterfragend von der Bewegung annehmen, alle Förderer und vor allem – alle Anhänger sind die Guten. Auch die Gülen-Bewegung braucht immer ein Feindbild innerhalb ihrer Dichte. Durch die aktuellen Vorkommnisse wird der alte Freund und Partner, die AKP-Regierung als das „Schlechte“ in der Bewegung kommuniziert. Für sektenähnliche Strukturen sind diese schwarz-weiß Gedanken von großer Bedeutung, um die eigene Elite immer in den Mittelpunkt zu rücken. Deshalb setzen sich die Mitglieder einer Sekte gegenseitig unter Druck und kontrollieren sich und ihre Handlungen. In der Hizmet-Bewegung hat jedes Mitglied einen Mentor bzw. einen sog. „Agabey“, übers. großer Bruder.

 

Schon ganz früh werden Kinder und Jugendliche durch die Bildungsarbeit in den sog. Lichthäusern manipuliert. Nachhilfeangebote oder künstlerische Projekte dienen einer direkten Rekrutierung in die Lichthäuser.

 

Die Mentoren kontrollieren die Mitglieder, für die sie selbst verantwortlich sind und stehen gleichzeitig selbst unter Beobachtung.

 

Diese Kontrollen setzen in der Bewegung den Schwerpunkt auf die religiösen oder politischen „Hausaufgaben“:

  • Wie lange war man draußen?
  • Mit wem war man unterwegs?
  • War man diese Woche im Lichthaus? Wenn nein, wieso nicht?
  • Haben die eigenen Eltern, Freunde, Verwandte o.ä. ein Zaman-Abo? (In Deutschland wird diese Zeitung nicht mehr gedruckt. Die Bewegung arbeitet derzeit an neuen medialen Projekten.)
  • Wurde eine bestimmte Anzahl von Seiten aus Fethullah Gülens Büchern gelesen?
  • Befolgt man die eigene religiöse Ideologie?
  • Wurden bestimmte Artikel geteilt und verbreitet, mit Inhalten aus der türkischen Politik?
  • Wurden bestimmte Nachrichtensender, die kritische Beiträge über die Bewegung bringen, sabotiert?
  • Ist man bereit für die Bewegung zu opfern?

 

Das sind nur Beispiele für Fragen bzw. Anweisungen, mit denen sich die Anhänger gegenseitig ausspionieren. Religion wird als emotionales Machtinstrument genutzt, denn ein Widersprechen der Anweisungen durch die Mentoren, wäre ein Widerspruch zum Meister und obligatorisch zu Gott. Soziale Probleme und das Gefühl ausgeschlossen zu sein, schenkt Sekten genug Spielraum, damit sie neue Kumpanen dazu gewinnen. In der Gülen-Bewegung geht es vor allem auch um die „verlorene Religiosität“ und um ein verlorenes Leben im Jenseits. Daher fühlen sich die Sympathisanten der Hizmet-Bewegung gezwungen, auch einen finanziellen Dienst zu leisten und spenden Unmengen an Geld in ihre Ideologie. Oder sie verkauften in der Vergangenheit ihre Zaman-Zeitung in Massen, um die Gedanken des Meisters weiterzuverbreiten. Die Gülen-Bewegung nennt sich selbst eine soziale Strömung.

Sie sagt von sich selbst, dass sie im Dienste Gottes, im Dienste des Ehrenamtes und der Bildung unterwegs sei. Es gibt wenig soziale und ehrenamtliche Gruppen in Deutschland, die Millionen von Euros besitzen und diese in kritische PR-Agenturen wie Burson Marsteller investieren können.

 

Im Rahmen einer „sozialen Bewegung“ sind wirtschaftliche Hilfsmittel, die überwiegend durch die eigenen Mitglieder privat „gespendet“ werden,  in dieser Höhe und für eine solche Maßnahme nur in festen sektenähnlichen Strukturen möglich.

 

 

Informationen zu den Autoren:

 

Umut Ali Öksüz, geboren in Neuss, ist aktiv als Lehrer, Pädagoge, Kinderschutzfachkraft §8a SGBVIII und Blogger. Er ist Autor im Handbuch »Bildungsbrücken bauen – Stärkung der Bildungschancen von Kindern mit Migrationshintergrund«. Seit über zehn Jahren, 2008, arbeitet er mit Kindern, Jugendlichen und Eltern zusammen. Er ist Referent für die Themen: Bildungschancen, Interkulturelle Bildung, Subkulturen innerhalb der Deutsch-Türkischen Community. Persönlicher Kontakt: info@umutalioeksuez.de. Weitere Informationen: http://www.umutalioeksuez.de

 

Dr. Cemil Şahinöz, Soziologie, Theologe und Religionspsychologe, ist Hauptberuflich als Integrationsbeauftragter und Familienberater tätig. Er hat mehrere Bücher verfasst und analysiert die Gülen Bewegung seit mehr als 10 Jahren.

 

 

Huffington Post, 07.11.2018

https://www.huffingtonpost.de/entry/gulen-bewegung-dialog-zwischen-integrationsarbeit-und-sektenwahn_de_5be2e416e4b0769d24c7b5f3?5r9

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